Inhaltsverzeichnis
Nach sechs Jahren musste ein neuer Allrounder PC für die Bildbearbeitung, Videobearbeitung und Videoschnitt sowie Grafikdesign und gelegentliches Gaming her. Also musste ich aus persönlichem Interesse sehr genau recherchieren, welche PC-Hardware die beste Preis-Leistung hat.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die populären Kanäle bzw. Webseiten sich eher auf die Gaming-Nische konzentrieren. Infos über PCs für die Bild- und Videobearbeitung sowie Grafikdesign, geschweige denn welche Komponenten die besten für mein Geld sind, erfordern langatmige Recherche.
So habe ich mich an die Arbeit gemacht, um nach den besten PC-Teilen für den Videoschnitt und die Bildbearbeitung zu recherchieren. Meine Befunde teile ich in hiesigem Beitrag. Und weil dieser Artikel so gut bei euch ankommt, wird er monatlich auf den neusten Stand gebracht.
Zwar sind die Preise für Speicher angestiegen und bleiben voraussichtlich auch bis 2028 noch relativ hoch, aber gute Prozessoren, Grafikkarten und Mainboards sind wieder günstiger geworden. Letztlich können wir ein guten Einsteiger-PC für die Bild- und Videobearbeitung ab 1300 EUR zusammenstellen. Richtig solide wirds ab 1700 EUR und Enthusiasten/Profis können mit 2000 EUR aufwärts rechnen. Falls ein Eigenbau-PC nicht in Frage kommt, habe ich auch gute Komplett-PC Empfehlungen, ab 1500 EUR, in petto.
Letztes Update: Mai 2026
[Lesezeit ca. 20 – 30 Minuten]
Vorwort
Das ist der Beitrag, den ich mir wünsche, wenn ich mich schnell aber nachhaltig über die besten PC-Komponenten für Video- sowie Bildbearbeitung informieren möchte und wo die Preis-Leistung im Vordergrund steht.
Da ich deine genauen Anforderungen an den PC nicht kenne, kann ich unmöglich die perfekte Beratung geben. Aber damit du dir selbst helfen kannst, bekommst du hier alle Informationen die du brauchst, um den bestmöglichen PC zusammenzustellen oder anfertigen zu lassen. So erwartet dich eine hohe Informationsdichte, auf leicht verständlichem Niveau.
Falls du irgend eine Frage oder Anliegen hast, findest du unten den Kommentarbereich, wo ich gerne Rede und Antwort stehe.
Vorweg für die Eiligen – Zusammenfassung
Ein paar grundlegende und aktuelle Infos zusammengefasst:
Grafikkarte: NVIDIA, AMD oder Intel?
Für den Videobearbeitung PC, mit mehr als einem Monitor, sind GeForce RTX Grafikkarten (NVIDIA) empfehlenswert, da Software für Videobearbeitung auf NVIDIA Grafikkarten (CUDA) optimiert ist und sie bei gleichem Preispunkt i.d.R. mehr Leistung und Features bieten. AMD Grafikkarten neigen dazu bei mehr als einem angeschlossenen Monitor Probleme zu machen, wenn der Video-RAM auf beiden Monitoren stärker gebraucht wird.
Relativ neu im dedizierten GPU-Business ist Intel, die mit Ihren ARC Grafikkarten preisbewusste Creator und Gamer ansprechen möchten. In Video Disziplinen wie H.265 (HEVC) / H.264 Decoding und Encoding können die Intel Grafikkarten dank Quick-Sync Unterstützung sogar mit NVIDIA Grafikkarten mithalten und sie teils übertrumpfen. Aber falls GPU-Beschleunigung eine zentrale Rolle spielt (Stichwort KI & Rendering) ist NVIDIA den Konkurrenten weit voraus. Das liegt nicht nur an der Hardware selbst, sondern geht auch mit den Optimierungen der Software einher. Und da NVIDIA ein Marktanteil von über 90% hat, wird von Software-Entwicklern vordergründig für NVIDIA Grafikkarten optimiert.
Deshalb empfehle ich hier hauptsächlich NVIDIA GeForce RTX Grafikkarten; dazu gleich mehr.
Prozessor: INTEL oder AMD?
Intel Prozessoren der 14. Generation sowie auch die Intel Core Ultra 245K bis 270K Plus sind die aktuell logische Empfehlung für die Bildbearbeitung , Videobearbeitung und Grafikdesign, da sie bei gleichem Preispunkt meistens deutlich schneller als AMD-Prozessoren sind und umfangreichen Videoformat-Support in Videoschnitt-Software wie z. B. Premiere Pro und Davinci Resolve mitbringen. Zu beachten sind die derzeit höheren Preise für die Intel Core i5 und i7 Modelle, also die aus der 12 – 14. Generation, weshalb sich die neueren Intel Core Ultra 5 und Core Ultra 7 Prozessoren deutlich mehr lohnen.
Bei AMD ist der Ryzen 9 9950X eine Überlegung wert. Die anderen AMD Ryzen Prozessoren sind in Anwendungen deutlich schwächer, als die direkten Intel Konkurrenzprodukte. Bei AMD steht Gaming im Fokus.
Achtung: Der erweiterte Codec-Support für Davinci Resolve ist nur in der kostenpflichtigen Studio-Version inbegriffen, nicht in der Free-Version.
Siehe: Hardware Decoding Support in Davinci Resolve und Premiere Pro
Merke (bitte lesen – oft widerkehrende Frage): Intel Prozessoren mit dem Buchstabenzusatz „F“ im CPU-Namen, z. B. „i5-14600KF„, bieten keine interne Grafikeinheit (iGPU). Das heißt man verzichtet auf eine interne Grafikeinheit und damit auch auf Intel Quick Sync. Dadurch verliert dein PC die Möglichkeit H.265 (HEVC) Formate bis zu 12-bit 4:4:4 in Videoschnitt-Software zu beschleunigen. Die Grafikkarte kann zwar auch H.264 und HEVC beschleunigen, aber nicht im gleichen Umfang und manchmal auch wesentlich langsamer. Außerdem sind zwei Komponenten die einen Codec beschleunigen können besser, als nur eine Komponente, da sich CPU & GPU die Last teilen können und so eine größere Bandbreite, für z. B. Multicam-Szenarios, gegeben ist.
Auch Einsteiger-Schnittprogramme wie Magix Video und Filmora sind um die Intel Quick Sync Technologie herum konzipiert. Denn Quick-Sync ermöglicht auch Hardware schwächeren Desktop-PCs und Laptops, hochauflösendes H.264 und H.265 (HEVC) Videomaterial, schnell zu verarbeiten.
Das omnipräsente Schlagwort „Gaming“
Heutzutage unterscheidet sich eine Workstation für die Bildbearbeitung und den 4K+ Videoschnitt, nicht sonderlich von einem Gaming-PC. Das liegt daran, dass viele Anwendungen auch auf die Rechenleistung einer Grafikkarte zurückgreifen.
Leider wird das Wort „Gaming“ sehr inflationär verwendet, da Gaming die größte Nische im PC-Hardware Business ist. Selbst IKEA verkauft mittlerweile Gaming-Möbel, die man genauso gut für alles andere verwenden könnte.
PC Hardware clever einkaufen – der kleine aber feine Unterschied
Expliziete Empfehlungen kommen in den nächsten Kapiteln, aber hier ein paar generelle Tipps:
- CPU-Spannungswandler auf dem Mainboard: Alle Mainboard-Hersteller haben auch Produkte im Sortiment, die zwar einen leistungsfähigen Prozessor beherbergen aber nicht die volle Leistung abrufen können. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass CPU und Mainboard auch zueinander passen. Mit hiesigen Mainboard-Empfehlungen, die ausschließlich mit guten bis sehr guten Spannungswandlern daherkommen, kannst du nichts falsch machen. Das sind die besten Mainboards fürs Geld, die es in den entsprechenden Preisklassen gibt.
- PCIe 5.0 x16 Slot: Beim Kauf eines Mainboards wäre ein PCIe 5.0 x16 Slot empfehlenswert. Das ist der neuste Standard für aktuelle und künftige Grafikkarten.
- Das Netzteil: Direkt ein gutes Netzteil, mit einer hohen Lebenserwartung kaufen. Ein gutes Netzteil wird womöglich deine nächsten zwei Systeme überleben. Vor 12 Jahren habe ich in ein gutes Marken-Netzteil investiert, das heute im Rechner meines Kindes werkelt. Hier gilt die Devise: Wer billig kauft, kauft zweimal; und wenn man Pech hat wird auch das restliche System gebraten.
- Speichermedien: Gegenwärtig sind Speichermedien (SSD) unter 1 TB Kapazität schon recht knapp, zumal wir nur eine begrenzte Anzahl einbauen können. Außerdem sind SSD mit weniger als 1TB selten wirtschaftlich sinnvoll und bei starker Belastung oder höheren Füllständen auch deutlich langsamer. PCIe NVMe SSD mit PCIe 5.0 Spezifikation sind in der Praxis äußerst selten schneller als eine sehr gute PCIe 4.0 NVMe SSD wie beispielsweise die WD_Black SN850X (Sandisk), Samsung 990 Pro oder Seagate Firecuda 530R. Der Grund liegt darin, dass PCIe 5.0 nur dann schneller ist, wenn die Daten sehr groß, tendenziell im GB-Bereich, sind. Im Bereich der Bildbearbeitung kommen diese großen Daten vielleicht in 1% der High-End Bildproduktionen vor. Auch in der Videoproduktion benötigt es unkomprimiertes 8K-Videomaterial wie z. B. 8K ARRIRAW. In 99% der Fälle sind die Daten nicht groß genug, damit sich PCIe 5.0 Speichermedien überhaupt lohnen. Es sind eher Weiterentwicklungen bei den NAND-Controllern und nicht die größere PCIe-Bandbreite, die mit einem praxisrelevanten Vorteil einhergeht. Unterm Strich sollten PCIe 5.0 erst in Erwägung gezogen werden, wenn alles andere im PC bereits optimal für die eigenen Ziele ausgestattet ist. Aber selbst dann, kauft ein gut informierter Enthusiast wie ich, selten eine PCIe 5.0 NVMe SSD (SSM) für die Bild- und Videobearbeitung, weils schlichtweg unnötig ist.
Wichtig: Eine „1TB SSD“ im Komplett-PC klingt für den Laien erstmal unverdächtig, aber diese „1TB SSD“ kann ein tiefer Griff in die Toilette werden. Allein Western Digital (SanDisk) hat über zehn verschiedene 1TB SSD (NVMe) Modelle im Sortiment, von denen nur zwei uneingeschränkt empfehlenswert für die Bild- und Videobearbeitung sind. (Alles was du über SSD wissen musst).
Die entscheidenden Komponenten für Bild- und Videobearbeitung PCs
Heutzutage unterscheidet sich eine Workstation für die Bild- und Videobearbeitung nicht sonderlich von einem Gaming-PC. Das liegt daran, dass viele Anwendungen auch auf die Rechenleistung einer Grafikkarte zurückgreifen.
Früher war der Prozessor in der Regel die wichtigste Komponente für die Bild- und Videobearbeitung, aber heute hält sich die Auslastung des Prozessors und der Grafikkarte in der Waage. Denn viele Prozesse skalieren auch mit der Grafikkarte, besonders im 4K- bis 8K Videoschnitt. Aber auch Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom Classic, Capture One, DxO/NIK-Collection sowie Affinity Photo, nutzen verstärkt GPU beschleunigte Prozesse, wie z. B. Rauschen reduzieren oder automatisches Maskieren.
Folgend helfe ich zu erörtern, auf welche Komponenten es für deinen Workflow ankommt:
Der Flaschenhals
Mechanische Festplatten haben für die Videobearbeitung ausgedient und kommen der Anforderung von 4K Videomaterial nicht hinterher. Nicht nur beim Import, sondern auch während der Arbeit wird es mit Festplatten häufiger zu nervigen Ladezeiten kommen.
Als Datenlager, zur Sicherung von Daten, sind Festplatten gut geeignet, aber auf keinen Fall als Arbeitslaufwerk. Es bringt wenig wenn der ansonsten schnelle Rechner auf die mechanische Festplatte warten muss.
Die Rolle einer M.2 PCIe SSD (NVMe) für Videobearbeitung
Beim Export von 4K-Videomaterial kommt eine NVMe PCIe SSD zwar nicht an ihre Grenzen, allerdings merke ich den Unterschied zu einer S-ATA SSD, wenn ich Daten importiere oder während ich auf der Timeline mit 4K -8K Material arbeite. Auch wenn ich im Bildbearbeitungsprogramm von Blid zu Bild blättere, gibt es mit einer flotten SSD weniger Wartezeit.
Nicht allzu sparsam bei der Kapazität sein
Viele Komplett-PCs sind oft mit einer relativ kleinen (M.2 PCIe) SSD ausgestattet. Fortgeschrittene Anwender werden früher oder später eine weitere (M.2 PCIe) SSD benötigen. Heutzutage haben die meisten Mainboards mehrere M.2 PCIe Slot(s) sowie auch mehrere S-ATA Anschlüsse. Bei Bedarf nachzurüsten ist zwar recht einfach, aber wählt man von Anfang ein Laufwerk mit hoher Kapaziät aus, haben wir auch langfristig mehr davon.
Laufwerke unter 1TB Kapazität kann ich nur für normale Büro-Rechner empfehlen, denn i. d. R. lohnen sich gute SSDs unter 1TB vom Preis/GB-Verhältnis nicht.
Eine schnelle (M.2 PCIe) SSD ist äußerst sinnvoll
Eine schnelle SSD ist essenziell, da eine mechanische Festplatte, schon beim Import von einer schnellen Speicherkarte, zum Flaschenhals wird. Dem Programm selbst, den Fotos sowie auch dem Cache-Ordner, sollte ein Platz auf einer flotten SSD zugewiesen werden. Zum Einrichten des Cache Ordners von Adobe Lightroom navigierst du zur Menüleiste -> Bearbeiten -> Voreinstellungen -> Leistung. Auch andere Programme werden eine ähnliche Möglichkeit haben, um diese Einstellungen vorzunehmen. Standardmäßig sind 5GB für Camera RAW-Einstellungen vorausgewählt, was ich bei mir auf 50GB erhöht habe. So werden meine Bilder inklusive der Einstellungen die ich vorgenommen habe, schneller abrufbar bleiben.
SSD & Video-Cache-Einstellungen (VRAM) in Adobe Lightroom Classic beachten
Eine oft übersehene Einstellung, die zu erheblichen Konsequenzen führen kann, ist die Video-Cache-Einstellung, die ich folgend rot eingerahmt habe. Wenn dein Lightroom Classic bei andauernder Sitzung langsamer wird, hadert es oft am vollen VRAM Cache. Der VRAM Cache füllt sich besonders schnell, wenn in Lightroom die GPU-Beschleunigung aktiviert ist und wir Bilder retuschieren. Standardmäßig ist ein maximaler Video-Cache von nur 3GB vorausgewählt; egal wie viel VRAM deine eingebaute Grafikkarte zur Verfügung hat. Ein kritischer Fehler, auf den ich im nächsten Abschnitt genauer eingehe:
Die Rolle des (Video-)Arbeitsspeichers, bei der Bildbearbeitung
Hier gilt es zwischen zwei unterschiedlichen RAM-Typen zu unterscheiden:
- RAM, auch Arbeitsspeicher genannt
- VRAM, auch Video-RAM, Video-Arbeitsspeicher oder Grafikspeicher genannt
RAM (System-Arbeitsspeicher)
Wird ein Panorama oder ein Focus-Stacking gemacht, zwischenspeichern, z. B. Helicon Focus oder Photoshop, diese Bilder im RAM. Steht nicht genug RAM zur Verfügung, werden diese Daten auf die SSD bzw. Festplatte ausgelagert. Die Daten auszulagern dauert je nach Datenträger, Datentyp und RAM-Speed, in etwa vier bis zehnmal länger.
Beispiel: Bei Focus Stackings mit 70x 45MP Rohdaten sind 32GB RAM randvoll, aber es funktioniert trotzdem, mit etwas höherer Wartezeit, da die Daten auf die SSD ausgelagert werden, was wie oben erwähnt länger dauert als sie in den RAM zu schreiben. Wer sich die Wartezeit sparen möchte, weicht auf ein 64GB RAM Kit aus. Bei 150x 45 Megapixel Rohdaten werden ca. 50 – 55 GB von z. B. Lightroom Classic + Helicon-Focus verwendet. Ich arbeite oft mit Helicon Focus (Focus-Stacking) und Lightroom, weshalb sich 64GB für mich auszahlen.

VRAM (Video-Arbeitsspeicher)
Wie oben gezeigt hat Lightroom Classic eine Werkseinstellung, die den VRAM softwareseitig auf 3GB begrenzt. Ich gehe davon aus, dass dies aus Kompatibilitätsgründen mit älterer Hardware so geliefert wird und Adobe es noch nicht gebacken bekommt hier automatisch einen sinnvollen Wert auszuwählen. Ich nehme i. d. R. soviel GB wie meine GPU hat, abzüglich 3 – 4GB für das restliche System. Bei einer 16GB Karte würde ich also 12GB für Lightroom Classic reservieren.
Leider wird in einschlägigen Quellen diese fragliche Werkseinstellung (s. o.) nicht korrigiert, was den VRAM-Anspruch des Programms auf 3GB begrenzt und deshalb zu Fehlinterpretationen bei der Auswertung der Hardware führt und letzlich dazu, dass Fehlinformationen verbreitet werden…
Erst wenn ich den künstlich erzeugten Software-Flaschenhals beseitigte, wird sich mir die wahre Performance einer Grafikkarte offenbaren. Hier am Beispiel von Adobe Lightroom Classic:
Gängige Bildbearbeitungsprogramme nutzen verstärkt die Grafikkarte
Auch Affinity Photo, Capture One oder DxO/NIK-Collection, um Mal einige Andere zu nennen, profitieren von der Grafikkarte. Auch dort finden wir ähnliche Einstellungsmöglichkeiten.
Die Dokumentationen bzw. weiterführenden Informationen dazu, finden wir an folgender Stelle:
Ein Schlüsselfaktor bei allen Render-Aufgaben und auch KI-Berechnungen, ist die Kapazität und Geschwindigkeit des Grafikspeichers. Zu priorisieren ist die Kapazität und danach die Geschwindigkeit. Den schnellsten VRAM haben die RTX 50-Serie Grafikkarten (GDDR7). AMD Radeon und Intel ARC, haben auch bei den aktuellen Modellen den langsameren GDDR6 verbaut. Allerdings spielt auch die Anbindung des Speichers eine Rolle, was wir an der bit Angabe erkennen, z. B. 128/192/256 bit. Umso höher die bits, desto schneller ist der VRAM angebunden.
Eine große Speicherkapazität hilft auch wenn unsere Sitzungen bei der Bildbearbeitung länger andauern. Umso höher die Megapixelwerte, desto schneller läuft der VRAM voll. Ist der Grafikspeicher voll gelaufen, wird das Programm merklich langsamer arbeiten.
Wie viel Grafikspeicher (VRAM) für die Katalog basierte RAW-Bildbearbeitung?
Die Katalog basierte RAW-Bildbearbeitung in z. B. Lightroom Classic oder Capture One verhält sich anders als z. B. Photoshop und stellt höhere Anforderungen an den PC.
Die Rohdatei selbst bleibt i. d. R. unberührt und es wird über Metadaten oder einer Zweitdatei die Verarbeitung des Bildes eingebettet bzw. visualisiert.
Für die Verarbeitung greift die Software, in meinem Beispiel Lightroom Classic, auf den schnellsten verfügbaren Speicher zu.
Die Priorisierung läuft wie folgt: Grafikspeicher (am schnellsten) -> Systemspeicher (schnell)-> Windows-Auslagerungsdatei, i.d.R. auf einer M.2 NVMe oder S-ATA SSD (vergleichsweise langsam).
In meinem Workflow hat sich der Reparieren-Pinsel in Lightroom Classic als besonders VRAM-lastig erwiesen, denn die einzelnen Arbeitsschritte werden, bei aktiver Grafikbeschleunigung, im VRAM zwischengespeichert. Im Task-Manager kann ich beobachten, wie sich VRAM und RAM füllen, wenn ich die Bilder retuschiere. Umso mehr Bilder verarbeitet wurden, desto weniger bleibt für das nächste Bild übrig usw. Wenn ich über die Video-Cache Einstellung in Lightroom 20GB Video-Cache freigebe, werden auch bis zu 20GB vom Programm vereinnahmt.
Zur Ausgangsfrage: Ein guter Startpunkt sind 12GB Grafikspeicher, weniger ist nicht empfehlenswert.

Grafikkarte für Adobe Photoshop wichtig?
In Photoshop sind der Prozessor, die SSD sowie der Arbeitsspeicher die tragenden Komponenten. Die Grafikkarte hat zwar einige Filter und Prozesse, die durch die Grafikkarte beschleunigt werden können, aber die typische Häufigkeit der Benutzung dieser Prozesse ist überschaubar. Die *GeForce RTX 5060 Ti 8GB/128bit wäre bereits völlig ausreichend, denn eine schnellere (teurere) Grafikkarte lohnt sich kaum für Photoshop.
PC Auslastung bei 4K-Videobearbeitung mit Premiere Pro (Beispielhaft, gilt auch für Davinci Resolve usw.)
Die Videobearbeitung in Premiere Pro kann, je nach verwendetem Videoformat (Codec), eher GPU oder CPU-Abhängig sein. Wenn die Grafikkarte in Premiere Pro als Beschleuniger aktiviert ist, lassen sich Videos viel flüssiger bearbeiten, sofern Filter, Animationen, Überblendungen oder Farbeinstellungen schon beim Schneiden angewandt werden. Auch die Exportzeiten oder das Laden der Timeline wird verkürzt, wenn entsprechende Videoformate durch die GPU oder Intel Quick Sync (iGPU) beschleunigt werden.
Auf folgendem Screenshot sehen wir die Auslastungswerte meiner damaligen Desktop Workstation aus 2020, mit einer Ryzen 7 3700X CPU und Radeon RX 5700 XT Grafikkarte sowie 32 GB RAM und drei M.2 PCIe SSD:
Mit Hardware-Beschleunigung durch die Grafikkarte wurde die Exportzeit eines einfachen Videoprojekts mit H.264 Material von 13 auf nur 5 Minuten reduziert. Damals hatte mein Rechner kein Intel Quick Sync, weshalb ich mich sehr über die neue GPU-Beschleunigung freute. Doch leider hatte ich mich zu früh gefreut, da meine AMD Radeon Grafikkarte Artefakte in meinen Videos verursachte. Zwar gab es Workarounds, aber die waren mit nervigem Aufwand verbunden. Letzlich wechselte ich zu einer Geforce RTX Grafikkarte.
Arbeitsspeicher (RAM) Bedarf beim Videoschnitt
Wie wir in obigem Screenshot sehen, wird schon bei der recht einfachen 4K-Timeline mehr als 16 GB RAM verwendet, sodass ich generell 32 GB RAM oder mehr für Videoschnitt empfehle. Wer nur 1080p Material verarbeitet, kann mit 16GB RAM davon kommen, aber empfehlen würde ich dies nicht. Wer neben dem Videoschnitt auch noch andere Anwendungen, wie z. B. After Effects, Photoshop oder Lightroom laufen hat, kann auch von 64GB oder 96GB RAM profitieren.
DaVinci Resolve (Studio) ist mit der Grafikkarte verheiratet
Wer DaVinci Resolve Studio in all seiner Pracht benutzen möchte, kommt leider nicht um eine dedizierte Grafikkarte herum, möglichst mit CUDA-Untersütztung (NVIDIA / GeForce RTX). Für DaVinci Resolve Studio ist die Grafikkarte tendenziell wichtiger, als der Prozessor. Deshalb im Zweifel eher in die Grafikkarte investieren.
Grafikkarten für Bild- und Videobearbeitung – Einsteiger bis High-End Empfehlungen – kurz & bündig

- *GeForce RTX 5060 Ti 8GB/128bit [ca 340€] – Der beste Einstieg in die Bild- und 4K-Videobearbeitung. Auch gut für Magix Video Pro X und Filmora. – (1 Decoder, 1 Encoder)
- *GeForce RTX 5060 Ti 16GB/128bit [ca. 530€] – Die 5060 Ti mit VRAM-Upgrade auf 16GB; wenn das Budget es zulässt, ist das die bessere und auch zukunftssichere Wahl für den Einstieg. Auch in DaVinci Resolve oder Premiere Pro lässt sich bereits gut mit der Grafikkarte arbeiten. Auch das Beimischen von 8K-Videomaterial wäre ohne Abstürze bzw. Fehlermeldungen möglich. – (1 Decoder, 1 Encoder)
- *GeForce RTX 5070 (12GB/192bit) [ca. 630€] – Sehr gute Wahl für die 4K bis 6K-Videobearbeitung und aktuell kaum teurer als die 5060 Ti mit 16GB. Top für Affinity und Topaz / (KI-)Rendering. Manchmal schwächer in Lightroom Classic, als die 5060 Ti 16GB, da weniger VRAM. Nicht zu empfehlen für 8K-Videoschnitt, da weniger als 16GB VRAM. – (1 Decoder, 1 Encoder)
- *GeForce RTX 5070 Ti (16GB/256bit) [ca. 930€] – Meistens die beste Preis-Leistung für 4 – 8K Videobearbeitung und Bildbearbeitung mit katalogbasierten Programmen wie Lightroom Classic, Capture One und KI-lastiger Software wie z. B. Affinity und Topaz. – (2 Decoder, 1 Encoder)
- *GeForce RTX 5080 (16GB/256bit) [ca. 1200€] – Schneller in KI-Prozessen/Rendering als die 5070 Ti 16GB und dank zweitem Encoder auch hevorragend für Multi-Streaming über OBS geeignet. Die 5080 ist in allen Belangen etwas schneller als die 5070 Ti 16GB, aber lohnt sich eher wenn Multi-Streaming, 3D-Programme und Gaming, in hoher Auflösung (ab 3440×1440 Pixel), gefragt sind. – (2 Decoder, 2 Encoder)
- *GeForce RTX 5090 (32GB/512bit) [ca. 3500€] – Wer in der glücklichen Position ist und das nötige Kleingeld ausgeben kann und möchte. Mit der RTX 5090 kauft man die beste Desktop-Grafikkarte, die der Markt zu bieten hat. Hiermit lassen sich flüssig 8K-Videoformate mit bereits angewandeten Effekten und Farbanpassungen in Echtzeit bearbeiten. Außerdem winkt die üppige und mit 512bit schnell angebunde VRAM-Kapazität allen KI- und Renderprozessen freundlich zu. – (2 Decoder, 3 Encoder)
Merke: Ein Decoder/Encoder der NVIDIA GeForce RTX 5000-Reihe kann bis zu acht Sessions gleichzeitig verarbeiten. So könnte z. B. die RTX 5080 bis zu 16 Videos gleichzeitig streamen, die RTX 5060 Ti oder 5070 hingegen schaffen maximal acht. Die RTX 5090 kann sogar bis zu 24 Videostränge gleichzeitig encodieren.
Hardware Decode/Encode-Support in Davinci Resolve und Premiere Pro
Achtung, nur in Premiere Pro, ab Version 25.3, werden auch H.264 10-bit Formate unterstütz. Sonst gibt’s Hardware-Beschleunigung für H.264 nur bei 8-bit Material.
H.264 | AMD | NVIDIA | NVIDIA | Intel Quick Sync 10/11/12/13 & 14th Gen | Intel Quick Sync |
8-bit 4:2:0 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
10-bit 4:2:0 | ❌ | ❌ | ✓ *Nur in Premiere Pro, ab Version 25.3 | ❌ | ❌ |
10-bit 4:2:2 | ❌ | ❌ | ✓ *Nur in Premiere Pro, ab Version 25.3 | ❌ | ❌ |
Interessanter wird es bei H.265 (HEVC). Werfen wir zunächst ein Blick auf Adobe Premiere Pro:
H.265 (HEVC) | AMD | NVIDIA RTX 10/20/30/40-Serie | NVIDIA RTX 50-Serie | Intel Quick Sync | Intel Quick Sync | Intel Quick Sync Core Ultra 2-Serie |
8-bit 4:2:0 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
8-bit 4:2:2 | ||||||
8-bit 4:4:4 | ||||||
10-bit 4:2:0 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
10-bit 4:2:2 | ✓ (ab Version 25.3) | ✓ | ✓ | |||
10-bit 4:4:4 | ||||||
12-bit 4:2:0 | ||||||
12-bit 4:2:2 | ||||||
12-bit 4:4:4 |
Noch viel besseren H.265 Hardware-Encoder Support bietet Davinci Resolve Studio (gilt nicht für die Free-Version).
In Kombination mit der Intel iGPU (Quick Sync), aus der 11. bis 14. Generation oder Core Ultra 2 Serie, sind wir sehr breit aufgestellt:
H.265 (HEVC) | AMD | NVIDIA | NVIDIA | NVIDIA RTX 50-Serie | Intel Quick Sync | Intel Quick Sync | Intel Quick Sync |
8-bit 4:2:0 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
8-bit 4:2:2 | ✓ | ✓ | |||||
8-bit 4:4:4 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |||
10-bit 4:2:0 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
10-bit 4:2:2 | ✓ (ab DR Studio 20) | ✓ | ✓ | ||||
10-bit 4:4:4 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |||
12-bit 4:2:0 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ||
12-bit 4:2:2 | ✓ | ✓ | |||||
12-bit 4:4:4 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
In Sachen Encoder/Decoder-Support stehen Intel Prozessoren zweifelsfrei besser dar als die AMD Ryzen CPUs. Zwar verfügen auch die AMD Ryzen 7000 und 9000 CPUs über eine iGPU, die eigentlich auch über H.265 Hardware-Beschleunigung verfügen sollen, aber gängige Videoschnitt-Software macht keinen Gebrauch davon. So war die breite Intel Quick Sync Unterstützung in Videoschnitt-Software mit ein Grund für mich, zu einem Intel System zu wechseln.
- Quelle: Blackmagic Davinci Resolve 20 – Unterstützte Formate PDF
- Quelle: Adobe Premiere Pro / von Adobe empfohlene Hardware
- Quelle: Adobe Premiere Elements / GPU-Beschleunigung
- Quelle: Von Intel-Hardware unterstützte Medienfunktionen
Komplett-PC Empfehlungen
Bei einem Komplett-Rechner muss natürlich die Arbeit für den Zusammenbau, Service, die Gewährleistung etc. bezahlt werden, wodurch der PC teurer wird. Ich habe das mal ausgerechnet und der Aufpreis liegt, abhängig von der Qualität und dem Aufwand der Serviceleistungen, meist zwischen 250 bis 450 EUR.
Folgend habe ich Komplett-Rechner rausgesucht, bei denen die Preis-Leistung aber auch Wahl der Komponenten stimmig sind. Man bekommt den entsprechenden Gegenwert, für die ausgegebene Summe.
Perfektionierte und sehr leise Workstation PC, für Bild- & Videobearbeitung, 3D sowie CAD
Da ich oft Anfragen erhielt den PC für meine Leser zu bauen, gründete ich in 2022 die Firma MUTED Computer, wo nur die qualitativ hochwertigeren Komponenten eingebaut werden, die ich in diesem Beitrag empfehle. Also falls du nicht selbst deinen PC für Bildbearbeitung, Videoschnitt, CAD, Grafikdesign oder Musikproduktion selbst bauen möchtest und einen sehr leisen PC in edlem aber auch funktionalem Design suchst, wirst du hier garantiert fündig:
Bereits in der Basiskonfiguration werden die Rechner hohen Ansprüchen gerecht:
- Windows 11 Pro vorinstalliert und aktiviert, Lizenz wird mitgeliefert
- Mainboards (Hauptplatine) mit starken und langlebigen Spannungswandlern, vielen Erweiterungsmöglichkeiten sowie zukunftsorientierter Konnektivität. Bei Bedarf sind weitere Upgrade-Möglichkeiten vorhanden.
- ab Intel i5-14600K oder Intel Core Ultra 5 245K Prozessor (14 Kerne) – immer mit einem Thermalright Kontaktrahmen versehen, für noch bessere/leisere Kühlung.
- ab 32GB DDR5 6000+ Arbeitsspeicher (Takt und Timings optimiert und auf 100%ige Stabilität getestet, mit 6000 bis 8000 Mhz, abhängig von der gewählten Konfiguration bzw. Plattform)
- Optimierte CPU und RAM Spannungen/Taktprofile, für höhere Effizienz, Langlebigkeit und Leistungssteigerungen um bis zu 18%
- Nur die schnellsten PCIe 4.0 NVMe SSDs aus meinen Empfehlungen (Festplatten waren gestern)
- Nur die leisesten und hochwertigsten Netzteile, mit bis zu 10 Jahren Herstellergarantie, Gold Zertifizierung und neustem ATX 3.1 Standard.
- Wir bauen leise Lüfter mit zusätzlichen Anti-Vibrationhalterungen ein.
- Schneller technischer Support und die besten Garantiebestimmungen
Merke: Die Grafikkarte und zusätzliche SSD werden als Upgrade ausgewählt. Auch das bereits gute Mainboard aus der Basis-Konfiguration, kann mit einem Upgrade verbessert werden.
Diverse Tests zu Grafikkarten für Videobearbeitung findest du hier im Beitrag. Zu den GPU-Tests für Bildbearbeitung geht’s hier entlang.
Nicht gefunden was du suchst oder noch Fragen? Gerne kontaktieren.
Infos zu allen Bauteilen einer MUTED Workstation
Details zu den Spezifikationen sowie weitere Bilder von Anschlüssen usw. sind auf der Produktseite, im Tab „Komponenten“ zu finden:

Unterm Strich bekommst du bei MUTED Computer die aktuell beste Hardware und BIOS-Optimierungen für dein Geld und hast für die nächsten Jahre, im wahrsten Sinne des Wortes, Ruhe. Falls du deinen PC selbst bauen aber wissen willst was die besten Komponenten sind, dann stöbere auch gerne auch auf den Produktseiten von mutedpc.com und baue unsere PCs selbst nach.
Bei Rückfragen oder für Beratung, gerne unser Kontaktformular benutzen oder einfach anrufen.
Es ist auch voll in Ordnung, wenn du deinen PC anderweitig einkaufst, also fühle dich bitte nicht gedrängt.
Folgend habe ich preiswerte Empfehlungen für dich, von anderen Anbietern:
Guter PC für Bild- & Videobearbeitung, ab 1500 Euro (Anpassungen beachten)
Der Intel Core Ultra 7 265K (20 Kerne) und Intel Core Ultra 7 270K (24 Kerne) sind die Crème de la Crème in Sachen Preis-Leistung für Bildbearbeitung, 4K+ Videoschnitt und Gaming PCs. Die etwas günstigere und ebenfalls gute Variante ist der Intel Core Ultra 5 250K Plus (18 Kerne). Folgend findest du Empfehlungen zu Komponenten, die zueinander passen, um Fehler bei der Zusammenstellung zu vermeiden:
Komplett-PC, mit Intel Core Ultra Prozessor und GeForce RTX, ab 1500€ (Konfigurationen/Ausführungen unten beachten)
Achtung: Eventuell muss zuerst das Gehäuse auf eines der unten genannten, dann der CPU-Kühler für stärkere Prozessoren und bei Bedarf noch das Netzteil auf ein stärkeres angepasst werden, damit ggf. gewünschte Konfigurationsmöglichkeiten freigeschaltet werden.
Eines der folgenden Gehäuse, für guten Airflow auswählen:
Schlichtes Gehäuse
- be quiet! Pure Base 501 Airflow
- Fractal Design North Charcoal Black (oder weiß)
Gehäuse mit Seitenfenster
- FROZN Aero – Glasfenster
- SQ-Tower 09M – schwarz – Glasfenster
- AeroCool D501A – Glasfenster
- Corsair 3000D Airflow
- Corsair FRAME 4000D RS ARGB
- Fractal Design Pop Air RGB Black TG Clear Tint – Das Pop Air hat 2x 5.25″ Schächte, sodass auch bis zu zwei optische Laufwerk (Brenner) oder ähnliches eingebaut werden könnten.
- Lian Li LANCOOL 216
- NZXT H5 Flow RGB – schwarz – Glasfenster
Netzteil:
- be quiet! System Power 11 M – 750W vollmodular – 80 PLUS Gold – wenn man am Netzteil sparen möchte – passabel aber die nächst bessere Kategorie hat 5 Jahre längere Garantie, was schon was heißen soll…
- be quiet! Pure Power 13 M – 850W vollmodular – 80 PLUS Gold – bester Kompromiss aus Preis und Leistung
- Corsair RMe-serie Netzteile sind in der Vergangenheit durch einen schlechten Lüfter bzw. Lüfterkurve und elektrischen Störgeräuschen negativ aufgefallen. Die Corsair Netzteile aus der RMx-Reihe hingegen, sind als sehr leise und langlebig bekannt, was ich aus eigener Erfahrung und mehreren Dutzend bereits verbauten RMx Netzteilen bestätigen kann.
- MSI MPG A1250GS – 1250W vollmodular – 80 PLUS Gold – Hohe Qualität, sehr leise. Aber Finger weg von der GL-Reihe, die einen vergleichsweise schlechten/lauten Lüfter verbaut haben.
CPU-Kühler:
- Silentware Titan Performance Tower-Kühler – schwarz – Meine Preis-Leistung Empfehlung, die teureren Luftkühler lohnen sich nicht, da kaum bis gar nicht besser
Empfohlene Prozessoren (beste Preis-Leistung für Bild- und Videobearbeitung):
- Intel Core Ultra 5 245K (14 Kerne)
- Intel Core Ultra 5 250K Plus (18 Kerne)
- Intel Core Ultra 7 265K (20 Kerne)
- Intel Core Ultra 7 270K Plus (24 Kerne)
Für Videobearbeitung bitte keine KF- oder F-Varianten, wie z. B. 265KF oder 225F Variante kaufen, weil denen die iGPU mit Media-Engines (Encoder/Decoder) fehlt. Eine detaillierte Erläuterung findest du hier. Varianten mit dem F im Namen sind nur für reine Gaming-PCs zu empfehlen.
Arbeitsspeicher: Hier sollten es mindestens 32GB Kapazität und DDR5-5600 sein. Je höher der Takt und niedriger die Timings, desto besser.
Grafikkarte: Ab Werk ist eine GeForce RTX 5060 Ti mit 8 GB ausgewählt. Wenn das Budget es zulässt, wäre die GeForce RTX 5060 Ti 16GB zukunftssicherer.
- Die GeForce RTX 5070 12GB ist die nächst schnellere Variante, die in 3D- und KI-Berechnungen ca. 30% schneller ist, als die RTX 5060 Ti.
- Mit einem Upgrade auf eine „NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti 16GB“ haben wir den Sweet Spot aus Performance und Speicherkapazität. Gegenüber der oben nahegelegten GeForce RTX 5060 Ti 16GB, können wir von dieser 60 – 70% höhere Performance erwarten. Wer viele GPU beschleunigte Prozesse anwendet und den Vorgang weiter beschleunigen möchte, greift hier zu. Auch für die Videobearbeitung ist die 5070 Ti besser als die kleineren Ableger, da neben der schnelleren Performance auch zwei Video-Decoder onboard sind; so können 16 statt 8 Videostränge gleichzeitig verarbeitet werden.
Diverse Tests zu Grafikkarten für Videobearbeitung findest du hier im Beitrag. Zu den GPU-Tests für Bildbearbeitung geht’s hier entlang.
Mainboard: Das günstige von MemoryPC vorausgewählte Mainboard ist sehr schwach, in allen Belangen. Ein Upgrade auf eines der folgenden Modelle wäre ratsam:
- Gigabyte B860 Eagle WIFI als solide Basis, langfristig sind die Spannungswandler gut genug für den Intel Core Ultra 5 250K Plus. Darüber würde ich nicht gehen.
- MSI B860 Gaming Plus WIFI hat nochmal stärkere Spannungswandler, die bis zum Intel Core Ultra 7 265K langfristig passabel sind sowie auch die bessere Konnektivität und Erweiterungsmöglichkeiten.
- MSI Z890 Tomahawk WIFI ist richtig gut, hat starke Spannungswandler, viele Erweiterungsmöglichkeiten, ein tolles Layout und kann bedenkenlos mit den stärksten CPUs die es für den Sockel gibt, z. B. mit dem Intel Core Ultra 7 270K Plus, kombiniert werden.
M.2 NVMe SSD:
- 1000 GB MSI Spatium M560 (Lesen: 10200MB/s | Schreiben: 8400MB/s) – Aktuell beste Preis-Leistung aus dem Memory-PC Sortiment
Betriebssystem:
- Windows 11 Pro kann man kostenlos bei Microsoft herunterladen und optional mit einem Key aktivieren. Wer das nicht selbst machen möchte, kann den PC auch fertig mit Windows bei MemoryPC zusammenstellen.
Merke: Warum ich ausgerechnet diese Komplett-PCs bzw. Komponenten empfehle, erörtern wir detailliert im Laufe des Beitrags.
Fertigen Komplett-PC bei Alternate konfigurieren
*Alterantes Konfigurator bietet eine noch umfangreiche Auswahl als die von MemoryPC und schlägt automatisch nur miteinander kompatible PC-hardware vor.
Hier können die Teile ausgewählt werden, die ich im Laufe des Beitrags empfehle.
Bester PC für Videobearbeitung – Intel vs AMD Prozessoren im Vergleichstest [2026]
Für meine Performance-Messungen greife ich auf die renomierte Test-Suite PugetBench zurück. In den Tests werden die entsprechenden Anwendungen automatisiert ausgeführt und während dessen die Leistung gemessen. Am Ende des Tests werden kategorisch Punkte verteilt, aber auch rohe Performancewerte in FPS (Bilder pro Sekunde) oder „Sekunden“ angezeigt. Aus diesen Messwerten habe ich Charts in gewohnter Balkenform erstellt. Viel Spaß beim Stöbern.
Adobe Premiere Pro
Auch wenn die Grafikkarte eine tragende Rolle hat, ist Adobe Premiere Pro sehr CPU-Lastig. Anders als bei Davinci Resolve Studio, wo die Grafikkarte meistens die Hauptrolle einnimmt.
Merke: Beim gleich folgenden „GPU-Effects Score Chart“ fragst du dich vielleicht, was das in der Prozessor-Sektion verloren hat; dieser Chart zeigt dir, welchen Einfluss die CPU auf die Grafikkarte hat, da eine CPU auch mal zum Flaschenhals werden kann.
PCWorld zeigt folgend im gut gemachten Video, wie PugetBench in Premiere Pro abläuft. So ähnlich sieht es auch in den anderen Programmen aus:
Adobe After Effects
After Effects ist sehr CPU und RAM lastig. Also umso schneller die CPU und der Arbeitsspeicher, desto besser. Auch hier sind die Intel CPUs in ihren jeweiligen Preissegmenten klar im Vorteil. Neben der Gesamtwertung, findest du folgend auch drei der Tests, die etwas größere Unterschiede gezeigt haben:
Davinci Resolve Studio & Fusion
In Davinci Resolve werden viele Formate auch durch die Grafikkarte beschleunigt. Folgend habe ich neben dem Overall Score auch die Formate herausgesucht, die am stärksten mit der CPU-Performance skalieren. Beim RED Raw Format können sich die CPUs mit SMT-Unterstütung und vielen Kernen an die Spitze arbeiten. Das sind die beiden High-End CPUs, Intel i9-14900K und der AMD Ryzen 9 9950X, die simultan 32 Threads verarbeiten können. In anderen RAW-Formaten wie BRAW, ARRIRAW und Sony RAW fällt die SMT-Fähigkeit nicht ins Gewicht, sodass der Intel Core Ultra 285K auch hier die Listen anführt. Intel hat bei der neueren CPU Architektur (Arrow Lake) auf SMT verzichtet, da sie so überwiegend Effizienz und Performance Gewinne erzielen können, wie auch hiesige Testergebnisse bestätigen:
Grafikkarten für Videobearbeitung & Videoschnitt im Test & Vergleich [2026]
In den folgenden Tests zeige ich, wie sich die Grafikkarten in Premiere Pro sowie Davinci Resolve Studio 19 schlagen. Zum Zeitpunkt des Tests war Davinci Resolve Studio 20 noch in der Beta. Ab der 20’er Version wird die GeForce RTX 50-Serie noch etwas wertvoller, da die 5000’er NVIDIA Grafikkarten nun auch HEVC 10 bit 4:2:2 Videomaterial beschleunigen. Zum Zeitpunkt des Tests ging das nur mit Intel Quick Sync, weshalb die Intel ARC B580 Grafikkarte im HEVC/H.265 Test vergleichsweise gut abschneidet und in Premiere Pro sogar den ersten Platz belegt. Wie ich Eingangs erklärt habe, können CPU (iGPU) und Grafikkarte (dGPU) zusammen arbeiten und sich die Last teilen, wenn sie das gleiche Format unterstützen.
In Kürze werde ich meine Benchmarks nochmal erneuern und auch um die RTX 5060 Ti 16GB und RTX 5090 erweitern.
Nun, schauen wir uns an, wie sich die Grafikkarten in den GPU-beschleunigten Formaten und bei den GPU-Effekten, von der Leistung her, unterscheiden:
DaVinci Resolve Studio
Adobe Premiere Pro
Bester PC für Bildbearbeitung – Intel vs AMD Prozessoren im Vergleichstest [2026]
Adobe Lightroom Classic
Im praxisnahen Lightroom Classic Puget Benchmark, wird die Single-Core aber auch Multi-Core Leistung abgefragt. Die Gesamtwertung umfasst Medien aus Canon, Sony und Nikon Rohdatein. Da es besonders auf die Leistung der schnellsten acht Kerne ankommt, haben die zusätzlichen (Effizienz-)Kerne nur eine geringe Auswirkung auf die Gesamtwertung. Der Core Ultra 9 285K kann sich gegenüber dem Core Ultra 7 265K geringfügig absetzen, da die schnellsten acht Kerne des 285K einen höheren Takt fahren. Wiederholt können sich die Intel Prozessoren die oberen Ränge erklimmen:
Adobe Photoshop
Der Adaptive Weitwinkel Effekt, führt im Photoshop PugetBench zu einem Vorsprung für die AMD Ryzen Prozessoren. Hier dauert der Prozess bei Intel teils mehrere Sekunden länger. Was genau diesem Effekt an der Ryzen Architektur gefällt, ist mir noch nicht klar, aber ich werde der Sache zu einem späteren Zeitpunkt mehr Aufmerksamkeit schenken. Ansonsten sind die Werte, in der Detailbetrachtung, sehr nah beieinander. Mal ist Intel etwas schneller und mal AMD, aber insgesamt sind die Unterschiede marginal.
Grafikkarten für Bildbearbeitung im Test & Vergleich
Lightroom Classic 15.3
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Dieser Beitrag ist nicht gesponsert.
Über hiesige Shop-Verlinkungen, die mit einem * markiert sind, kann ich bei qualifizierten Käufen eine kleine Rückvergütung erhalten, ohne das der Preis sich dadurch erhöht. So finanziere ich ein Teil meiner Inhalte und bleibe unabhängig von bezahlter Werbung.
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Übersicht: Einsteiger bis Oberklasse PC-Komponenten – Schwerpunkt Preis-Leistung [2026]
Bitte denk‘ daran, dass die PC-Hardware täglichen Preisschwankungen unterliegt.
All die von mir empfohlenen Teile werden so gut wie nie zu Schnäppchen-Preisen angeboten, denn es sind sowieso schon sehr beliebte Komponenten, die sich von selbst verkaufen.
Super Deals gibt’s fast nur für Ladenhüter. Und mit Ladenhütern machst du selten ein Schnäppchen. 😉
Die besten Intel & NVIDIA Komponenten für Bild- und Videobearbeitung PCs – [Preis-Leistung]
Letztes Update: April 2026
Folgende Tabelle listet die besten Teile, von guter Einstieg bis High-End. Dabei liegt mein Hauptaugenmerk auf PCs für die Bild- und Videobearbeitung / Videoschnitt und das wir die bestmöglichen Komponenten für unser Geld erhalten.
Alle Teile sind kreuzkompatibel, allerdings müssen wir sichergehen, dass das Netzteil ausreicht. Meine Spalten sind so gewählt, wie es für die Kategorien bzw. Komponenten am meisten Sinn ergibt.
Theoretisch kann also die Einsteiger-Spalte mit der High-End Spalte kombiniert werden, sofern wir ein entsprechend leistungsstarkes Netzteil wählen.
Wenn mehrere Komponenten zur Auswahl stehen bitte nach Preis, Verfügbarkeit und persönlichem Bedarf gehen.
Die verlinkten Komponenten habe ich alle selbst in meinen PCs werkeln, die ich über MUTED Computer anbiete. So konnte ich schon reichlich Erfahrung damit sammeln. Also bei Unsicherheiten gerne ein Kommentar hinterlassen. Ich antworte so schnell ich kann. 🙂
Komponente | Einsteiger | Mittelklasse | Oberklasse | High-End |
Beste Gehäuse (ATX) | Fractal Design Epoch (Preis-Leistung) | Fractal Design Epoch (Preis-Leistung) | Fractal Design Epoch (Preis-Leistung) | |
Beste Mainboards (Preis-Leistung) | ||||
Beste Prozessoren (CPU) | ||||
Empfohlenes Zubehör für CPU/Mainboard | ||||
Arbeitsspeicher (RAM mit hoher Mainboard- & Höhen-Kompatibilität) | ||||
Beste CPU-Kühler | ||||
Beste M.2 NVMe SSD (Festplatte) | ||||
Beste Grafikkarten | ||||
Top Netzteil-Empfehlungen | (1000w für GeForce RTX 5090) | |||
Beste Lüfter 120mm Beste Lüfter 140mm |
Beste PC-Hardware für die Bildbearbeitung und Videobearbeitung – Eigenbau – Preis-Leistung [2026]

Beste Intel Prozessoren – Zusammenfassung – LGA 1700 & LGA 1851
Unterm Strich lässt sich sagen, dass bei gleichem Preispunkt, die aktuellen Intel Prozessoren in produktiven Anwendungen wie z. B. Davinci Resolve Studio, Premiere Pro und Adobe Lightroom Classic, die neueren Ryzen 9000er Prozessoren übertreffen. Oft sind auch die Mainboards, bei gleichwertiger oder besserer Ausstattung, günstiger erhältlich.
Intel LGA 1700 (Sockel) = 12. bis 14. CPU-Generation (alte Namensgebung, z. B. Intel i9-14900K)
Intel LGA 1851 (Sockel) = 15. CPU-Generation (neue Namensgebung, z. B. Intel Core Ultra 7 270K Plus)
Sehr wichtig ist der Buchstaben-Zusatz bei Intel, den ich im nächsten Abschnitt erklären werde.
Aktuell gibt’s fünf besonders empfehlenswerte Intel CPUs:
- Intel Core Ultra 5 245K (Mittelklasse/Preis-Tipp) – 6 Power und 8 Effizienz-Kerne
Vollwertiges Quick-Sync (genauso gut wie beim Core Ultra 9 285K) und solide Leistung für die Bild- und Videobearbeitung. - Intel Core Ulta 7 265K (Oberklasse/Preis-Leistung) – 8 Power- und 12 Effizienz-Kerne
Der Intel Core Ultra 7 265K ist energieeffizienter und in Anwendungen nahezu immer schneller als sein Vorgänger Intel i7-14700K. Des Weiteren ist die neue Media-Engine (iGPU) etwas schneller in H.265 (HEVC) und kann auch AV1 encodieren. Mittlerweile sind auch die Preise für CPU + Mainboard besser als die des Vorgängers, weshalb ich den Intel Core Ultra 7 265K bevorzugen würde. - Intel Core Ultra 7 270K Plus (Oberklasse/Preis-Leistung) – 8 Power- und 16 Effizienz-Kerne
Quasi ein Core Ultra 9 285K, mit etwas niedrigeren Turbotaktraten und saftigem Preisnachlass. Im Marketing werden noch NGU und D2D Taktraten erwähnt, aber das war auch schon mit den vorherigen Core Ultra K-CPUs, via BIOS-Einstellung, möglich. Im Moment der beliebteste Intel Prozessor auf dem Markt. - Intel i9-14900K (Oberklasse) – 8 Power – und 16 Effizienz-Kerne
Von der Performance gleichwertig und manchmal auch schneller als der Core Ultra 7 265K. Auch wenn der i9-14900K eine gute Wahl ist, ist die Preis-Leistung und modernere Plattform des günstigeren Intel Core Ultra 7 270K Plus, in der Regel, die bessere Wahl. Der i9-14900K gehört nach wie vor zu den stärksten Desktop-Prozessoren die es zu kaufen gibt und einige kaufen lieber eine „reifere“ Generation. - Intel Core Ultra 9 285K (High-End) – 8 Power – und 16 Effizienz-Kerne
Theoretisch der schnellste Desktop-Prozessor für Kreativschaffende, der nahezu alle Benchmarks mit dem 1. Platz anführt. Allerdings ist der jüngst erschienene Intel Core Ultra 7 270K Plus (24 Kerne) quasi auch ein Core Ultra 9 285K (24Kerne). Der einzige Unterschied liegt nur bei 100 – 200Mhz niedrigeren Taktraten. Diesen Takt-Unterschied wirst du in der Praxis nicht merken. Das Geld was du hier einsparen kannst, würde ich eher in schnellen RAM oder eine stärkere Grafikkarte investieren.
Alle oben empfohlenen Intel Prozessoren haben eins gemeinsam: Einen Grafikchip (iGPU) mit Quick Sync und Dual-Video Encoder/Decoder für H.264 und H.265 (HEVC) Codecs. Einsteiger Schnittprogramme, wie z. B. Magix Video Deluxe oder Filmora, sind auf Intel Quick Sync optimiert und arbeiten daher am besten mit Intel Prozessoren. Die Core Ultra 2 Prozessoren (z. B. Core Ultra 245K / 250K Plus / 265K / 270K Plus / 285K) unterstützen zudem auch AV1-Hardware Encoding.
Ja, auch Grafikkarten können H.264 und H.265/HEVC verarbeiten, allerdings weitaus weniger Codecs, wie ich hier ausgeführt habe.

Intel’s Prozessor Buchstaben K, F, KF und ohne erklärt
- K = Freier Multiplikator – Die finale Taktrate setzt sich aus einem Mhz-Takt und einem Multiplikator zusammen. Ist der Multiplikator frei und nicht fest vorgegeben, ist beim Prozessor die Erhöhung oder Absenkung der Taktrate unabhängig von anderen Taktraten möglich. Zudem sind alle relevanten Spannungen und Offsets frei im BIOS einstellbar. Und wenn man ein wenig Ahnung hat, kann man die CPU merklich sparsamer einstellen, ohne Performance zu verlieren; ja sogar mehr Performance bei weniger Leistungsaufnahme rausholen.
Oftmals haben K CPU’s auch einen höheren Turbotakt und können, abhängig von der Kühlung, unbegrenzt lange Turbo takten. Allerdings kann eine K-CPU nur auf Mainboards mit Z690, Z790 [Sockel LGA1700] und Z890 [Sockel LGA1851] das volle Potenzial ausschöpfen, da andere Chipsätze kein direktes CPU-Tuning erlauben. Dann wiederrum stellt sich die Frage, ob du dich mit CPU-Tuning befassen möchtest. - F = ohne iGPU (für Videobearbeitung meiden) – Für die Videobearbeitung unbedingt eine Variante mit iGPU nehmen, sonst lässt man bis zu 40% Leistung auf der Strecke! Die iGPU ist zwar nur eine schwache Grafikeinheit, birgt aber sehr gute Encoder/Decoder in sich, die H.264 und H.265 ruckelfrei bis 8K 4:2:2 wiedergeben und auch beim Streaming auf YouTube, twitch.tv und Co, die CPU oder dGPU stark entlasten können. Adobe Premiere Pro als auch DaVinci Resolve profitieren enorm von Intels aktueller iGPU (QuickSync), sofern mit HEVC und H.264 Codecs gearbeitet wird; was naheliegend ist, wenn man mit einer spiegellosen Kamera oder Action-Kamera filmt. Für Rohmaterial aus z. B. Cinekameras bringt die iGPU allerdings nichts, da zählt nur die rohe Performance der CPU und/oder Grafikkarte. Benchmark-Charts in Kürze.
- KF = Freier Multiplikator, aber ohne iGPU (für Videobearbeitung meiden) – Das bei „K“ und „F“ beschriebene, trifft hier in beiden fällen zu.
- Ohne Buchstabe – Ohne Buchstabe, hat auch die iGPU mit an Board. Außerdem ist der TDP-Wert niedriger, was die Kühlungsanforderungen etwas reduziert. Des Weiteren wird der Turbotakt auf maximal 6,5 Minuten gesetzt, wonach die CPU in den 65Watt-Modus gezwungen wird. Das könnte nachteilig beim Rendern, also z. B. Exportieren oder Importieren von Fotos und Videos sein. Bei mitgeliefertem Boxed-Kühler, ergo schwacher Kühlung, verkürzt sich die Zeit abermals.
Wichtige Info für alle Intel-Suffixe
Wer Arbeitsspeicher mit höherer Taktrate als DDR5-5600 oder DDR4-3200 stabil betreiben möchte, benötigt eine K-CPU. Denn nur bei einer K-CPU kann die System-Agent Spannung verändert werden. Das ist essenziell für höheren RAM-Takt.
Die meisten Mainboards erhöhen besagte Spannung automatisch, sofern eine K-CPU eingebaut ist. Diese etwas höhere Spannung ist notwendig, um die schnellere Kommunikation zwischen CPU und RAM zu stabilisieren. Normalerweise liegt die System-Agent Spannung bei ~0,9V. Ab DDR5-6000 benötigt es ~1.0V, ab 6600Mhz ~1.1V usw.
Bei einer CPU ohne K-Suffix, beispielsweise i7-14700 (ohne K), sollte deshalb die Intel Takt-Empfehlung von DDR5-5600 oder DDR4-3200 eingehalten werden. Das System mag evtl. mit DDR5-6000 booten, aber es wird nicht absolut stabil sein.
„Grafikkarte übernimmt doch H.264 oder H.265/HEVC“ – Wozu Intel QuickSync?
Oft werde ich gefragt, ob nicht die Grafikkarte das encodieren/decodieren bereits übernimmt. Die Antwort darauf ist Jain. Denn sofern per Intel QuickSync als auch der dedizierten Grafikkarte (dGPU) die Unterstützung für ein Codec gegeben ist, wird die Last auf beide Komponenten aufgeteilt. Dies ist insbesondere in Multicam-Szenarios mit Actionkamera und DSLM sehr bereichernd. Da wäre der Verzicht auf Intel QuickSync ein grober Fehler.
Letztlich lässt sich flüssiger und schneller mit HEVC/H.265 auf der Timeline hantieren, wenn Prozessor (iGPU) als auch Grafikkarte (dGPU) mit verwendetem Codec arbeiten können: Während die Media Engines des Prozessors den ersten Clip rendern, macht die Grafikkarte mit dem zweiten Clip weiter usw.
Beste AMD Ryzen Prozessoren – Zusammenfassung – Sockel AM5
Wenn die Leistung in Anwendungen rund um die Bild- und Videobearbeitung das Hauptaugenmerk sind, finden wir bei gleichem Preispunkt lukrativere Optionen bei Intel. In einigen Fällen macht der AMD Ryzen 9 9950X zwar eine gute Figur, beispielsweise wenn wir mit RED RAW Videomaterial in Davinci Resolve hantieren, aber generell sind die Intel Prozessoren die bessere Option für die Bild- und Videobearbeitung. Insbesondere die neue LGA 1851 Plattform kann mit beeindruckend starkem I/O (Anschlussmöglichkeiten/Konnektivität) glänzen.
Falls du bisher bei AMD warst und gerne wieder ein AMD System bauen bzw. kaufen möchtest, sind die folgenden Prozessoren aus Preis-Leistung Perspektive die sinnvollsten:
- AMD Ryzen 7 7700 (Preis-Leistung)
Der PC ist hauptsächlich für Photoshop und vielleicht Gaming? Dann ist der Ryzen 7 7700 eine preiswerte Option. Photoshop arbeitet meistens mit weniger als acht Kernen, weshalb teurere Modelle sich kaum lohnen. Allerdings kostet der Intel Core Ultra 5 245K mit 14 Kernen und besserer/zuverlässigerer Plattform in etwa das Gleiche… - AMD Ryzen 9 9950X (Oberklasse)
Stark mit RED RAW Videomaterial und in Unreal Engine 5 sowie Photoshop. Aber meist langsamer als der Intel Core Ultra 7 265K, Core Ultra 7 270K Plus oder Core Ultra 9 285K sowie i9-14900K, für die Bild- und Videobearbeitung.
Was du über Grafikkarten für die Bild- und VIdeobearbeitung wissen solltest

Bei gleichem Preis hat AMD die bessere Gaming Raster-Leistung, aber ist mit wenigen Ausnahmen schwächer in Produktiven-Anwendungen wie Premiere Pro, After Effects, DaVinci Resolve, Stable Diffusion und Blender usw.
Auch für zukunftsorientierte 3D-Grafik(applikationen) mit Raytracing / Pathtracing, ist eine GeForce RTX Grafikkarte einer preislich sonst vergleichbaren AMD Grafikkarte deutlich überlegen.
AMD Grafikkarten – Bekannte Probleme & mögliche Deal-Breaker
- AMD Grafikkarten mögen Multi-Monitor-Setups nicht so gerne, insbesondere dann, wenn unterschiedliche Anwendungen mit VRAM-Bedarf auf unterschiedlichen Monitoren ausgeführt werden oder die Monitore unterschiedliche Bildwiederholraten bzw. Auflösungen haben. Multi-Tasking kann zu sporadischen Treiber-Abstürzen und zum Programm-Crash führen.
- NVIDIA GeForce GPUs bzw. Treiber haben deutlich besseres Ressourcen-Management. Das heißt bei gleicher Auslastung wird merklich weniger VRAM benötigt. Schaue dir Mal unten die Stable Diffusion Diagramme an. Das ist auch ein Grund dafür, warum AMD auf mehr VRAM gehen muss. Sowohl bei Spielen (YouTube Video zum Thema) als auch bei Produktiv-Apps ist dies nachweisbar. It’s not a bug, it’s a feature!
Stable Diffusion Grafikkarten Test & Vergleich
Folgend sind die Werte in Iterationen pro Sekunde genannt. Also umso länger der Balken, desto besser. Hier wird das oben erwähnte VRAM Ressourcen-Management besonders gut ersichtlich. Sobald AMD die Treiber nicht optimiert, was sie leider fast nur für Spiele tun, sieht es aus wie folgt. Wo GeForce GPUs rund 18 GB für den Net Dim 128 Test benötigen, muss die AMD Readeon RX schon ihre vollen 24GB VRAM benutzen. Den letzten Net Dim 256 Test kann die Radeon RX 7900 XTX nicht mehr stemmen und stützt mangels VRAM ab, wogegen die NVIDIA Kontrahenten, mit gleicher VRAM-Kapazität, problemlos weiterarbeiten:
Und folgend sieht man dann die Performance. Auch ein älteres Flaggschiff, die RTX 3090 24GB, schlägt sich besser und stürzt nicht ab:
Darum sind leider auch AMD Grafikkarten entweder hit oder miss; und leider zu oft letzteres, weshalb ich bei MUTED Computer keine AMD Grafikkarten anbiete, da ich keine enttäuschten Kunden haben möchte.
Es kann mit AMD Grafikkarten gut funktioniern, wenn dein Workflow z. B. nur die Bildbearbeitung an einem Bildschirm ist. AMD GPU mit zwei oder mehr Bildschirmen bei hoher VRAM Auslastung? Don’t do it!
Den kompletten Test zu Stable Diffusion sowie auch weitere Tests findest du bei Puget Systems.
Intel ARC Grafikkarte für die Bild- und Videobearbeitung?

Die *Intel Arc B580 12GB ist eine wertig gebaute Grafikkarte, die auch unter Last sehr leise läuft. Dank neuster Quick Sync Technologie ist sie auch besonders stark beim decodieren und encodieren von H.264 und H.265 (HEVC) Videoformaten. Für rund 280€ ist Arc B580 eine Überlegung wert, sofern die Stärken zum Anwendungsfall passen. Stöbere dafür bitte durch meine umfangreichen Tests.
Neu auf dem Markt ist die *Intel Arc PRO B70, mit üppigen 32GB. Allerdings ist die Arc Pro B70 eher ein Nischenprodukt für Generative KI, bei der auch große VRAM-Kapazitäten erforderlich werden. Ich hatte gehofft, dass die 32GB VRAM auch in der Bild- und Videobearbeitung zu erhöhter Leistungsfähigkeit führen wird, was es teilweise auch tut, aber der Mehrwert hält sich leider in Grenzen. Es gibt andere Stolpersteine, die einen großen Schatten über die Sonnenseite werfen. Ich arbeite bereits an den Auswertungen und Diagrammen. (Stay tuned)
Soviel Video-RAM (VRAM) benötigt eine Grafikkarte für 4K – 8K Videobearbeitung
Eins haben DaVinci Resolve Studio und Premiere Pro gemeinsam: Sie benötigen ausreichend VRAM.
Und umso höher die Auflösung der Medien, desto größer der VRAM Bedarf.
Wichtiger für Kreativ-Apps ist i. d. R. die Menge des VRAMs und die Bandbreite vom Speicher-Interface (z. B. sind 192bit besser als 128bit usw.)
Mindestens 8 GB VRAM für 4K Videoschnitt
Unabhängig davon, ob wir DaVinci Resolve oder Premiere Pro benutzen, sollte die Grafikkarte mindestens 8 GB VRAM mitbringen. Ansonsten kann es zu unliebsamen Fehlermeldungen oder sogar Abstürzen kommen, wenn das Projekt ein wenig komplexer wird.
Beispiel: Eine einfache 4K Timeline mit 29,97 FPS und ca. 15 Minuten Dauer beansprucht regelmäßig über 7 GB VRAM bei mir. Ergo: Mit 8 GB VRAM sind wir ziemlich knapp aufgestellt. Eine Mindestangabe ist also nicht als Empfehlung zu verstehen, sondern als absolutes Minimum.
Für 6K Videobearbeitung werden mindestens 10 GB VRAM empfohlen und für reibungslosen 8K Videoschnitt 16 GB VRAM.
Die GeForce RTX 5000’er Serie erweitert die Möglichkeiten
Die 5000’er Serie bringt neue Technologien, wie Beispielsweise AV1 Encoding (Streaming oder Komprimieren von größeren Datein bei gleicher Bildqualität), wesentlich höhere Compute-Performance in KI-Features (z. B. Rauschunterdrückung, Bildstabilisierung oder Hochskalieren von Auflösungen) sowie neuste Video-Encoding/Decoding Hardware, die nun auch 10bit 4:2:2 Video-Hardware-Encoding unterstützt. Im Gaming-Bereich kommen auch Features wie DLSS4.5 (und bald DLSS 5) und NVIDIA Reflex 2 hinzu.
Welche Grafikkarte für 4K – 8K Videobearbeitung mit Premiere Pro und Davinci Resolve
Folgend sehen wir, dass die 8K Auflösung vier mal höher ist als 4K und letztere vier mal höher als fullHD. So von den Zahlen ausgehend klingt es nach einer Verdopplung der Auflösung, wobei es tatsächlich eine Vervierfachung der Last ist:

Wenn für 4K Videobearbeitung mindestens 8 GB VRAM empfohlen sind, liegt es auf der Hand, dass wir Unmengen mehr für 6K oder 8K Videobearbeitung benötigen. Zumindest wenn wir GPU Effekte in Echtzeit vornehmen möchten, wie z. B. Überblendungen, Weichzeichner, Farbanpassungen (Color Grading), Entrauschen (DeNoise), Bildstabilisierung (Warp-Stabilizer) sowie animierte Text Einblendungen etc.
Für 6K Videobearbeitung kommen wir, mit merklichen Leistungsabstrichen bei den GPU-Effekten in Adobe Premiere Pro als auch Davinci Resolve, gerade noch mit einer GeForce RTX 5070 (12GB/192bit) davon; doch für flüssige GPU-Effekte empfiehlt sich eher eine GeForce RTX 5070 Ti (16GB/256bit).
Für 8K Videomaterial mit GPU-Effekten in Echtzeit, müssen wir leider tiefer in die Tasche greifen. Hier werden 16GB VRAM+ benötigt, wo sich die GeForce RTX 5070 TI (16GB/256bit) anbieten würde.
Die nächst bessere Grafikkarte wäre die GeForce RTX 5080 (16GB/256bit), die zwei statt einem Encoder mitbringt und etwas Leistungsstärker als die 5070 Ti ist.
Die Spitzenklasse stellt die *GeForce RTX 5090 (32GB/512bit) dar, die nebst ihrer enormen Leistung auch ein stolzen Preis mitbringt.
Falls ein Gebrauchtkauf in Frage kommt, wären auch eine GeForce RTX 3090 (24GB/384bit) (eBay) oder GeForce RTX 3090 Ti (24GB/384bit) (eBay) gute Optionen, die von der Leistung ungefähr mit einer GeForce RTX 5070 Ti vergleichbar sind, aber eben mehr VRAM mitbringen. Nachteile sind die Energieeffizienz sowie auch deutlich langsamere Encoder/Decoder, die ungefähr halb so schnell wie die der 5000er Reihe sind.
Die besten Professional Grafikkarten für CAD und Grafikdesign
Wer auch CAD (Computer Aided Design) betreibt, also mit Hilfe des PCs technische Zeichnungen erstellt, wird eventuell entsprechende Treiber-Lizensierung erfordern. Sofern keine lizensierten Treiber oder viel VRAM von der verwendeten Software benötigt werden, würde ich eher die oben genannten GeForce RTX Grafikkarten berücksichtigen, da sie eine deutlich bessere Performance per Euro haben.
Folgende Modelle können in Betracht gezogen werden:
Besonders leistungsstark im 3D-Bereich wird es mit den folgenden Modellen:
Die schnellste Workstation-Grafikkarte von NVIDIA. Vergleichbar mit der ca. 8% langsameren GeForce RTX 5090 (Gaming-Ableger), mit erheblich größerer VRAM-Kapazität, zum Premium-Preis von rund 10.000 EUR:
Welche Grafikkarte für Streaming?
NVIDIA Grafikkarten ab der GeForce 1660 können mittels NVENC Encoder auch hohe Streaming Qualität bzw. Encoder Qualität liefern.
Die RTX 4000’er und 5000’er Serien bieten auch AV1 Encoding an, können also Videomaterial in den AV1 Codec transcodieren. Die 5000’er Reihe ist nochmal deutlich schneller beim transcodieren bzw. encodieren, als die Vorgänger aus den 3000’er oder 4000’er Serien.
Decodieren, also AV1 Videos mit Hardware-Beschleunigung abspielen, können auch die RTX ab der 3000’er oder die AMD Radeon GPUs, ab der RX 6000’er Generation. Falls die eigene Hardware kein AV1 decoding oder encoding unterstützt, muss der Prozessor schuften, was viel Energie kostet und Ressourcen der CPU in Anspruch nimmt.
In Sachen AV1 hat sich AMD mit der jüngsten Radeon RX 9000’er Grafikkarten stark verbessert und rückt von der Bildqualität viel näher an NVIDIA NVENC und Intel QuickSync heran. Dennoch würde ich AMD Radeon Grafikkarten eher preisbewussten Spielern nahelegen und für produktive Arbeit auf NVIDIA setzen, da die AMD Kompatilität des Öfteren zu kurz kommt (Treiber-Abstürze etc.).
Beste Mainboards Intel 12 – 14th Gen | LGA1700 | Preis-Leistung

Mit dem Mainboard werden alle Komponenten miteinander verbunden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass möglichst jedes Teil nach Spezifikation laufen kann und geplante Upgrade-Pfade eingeplant werden.
Folgend habe ich die Mainboards rausgesucht, die aus Preis-Leistung Sicht am lukrativsten sind und fasse die wichtigsten Eckdaten und Unterschiede zusammen.
Beste Intel LGA1700 Mainboards mit B760 Chipsatz [Preis-Leistung]
Der B760 Chipsatz ist der aktuellste B-Chipsatz und eignet sich am besten für die non-K Prozessoren, die ohnehin einen festen Multiplikator haben; z. B. der i5-13500. Denn mit dem B-Chipsatz lassen sich der Prozessor Multiplikator (trotz K-CPU) sowie auch die CPU-Spannungen nicht frei wählen.
Es ist aber auch möglich eine Intel K CPU mit einem B-Chipsatz zu kombinieren. Was man in jedem Fall tun sollte, wenn man höhere Arbeitsspeicher-Taktraten als DDR5-5600 erreichen möchte, denn das schlatet die System Agent Voltage frei, dessen Anpassung für höhere Taktraten essenziell ist.
Mainboard | ASUS TUF Gaming B760-Plus WIFI D4
| MSI MAG B760 Tomahawk WIFI
| ASUS ROG STRIX B760-I Gaming WIFI
|
Formfaktor | ATX | ATX | ITX |
RAM-Typ | 4x DDR4 max 128GB | 4x DDR5 max 256GB | 2x DDR5, max 96GB |
Chipsatz | B760 | B760 | B760 |
CPU Spannungswandler | 12x 55A (gut bis ~190W Turbo) | 12x 75A (gut bis ~253W Turbo) | 8x 80A (gut bis ~180W Turbo) |
M.2 Slots | 3x M.2/M-Key PCIe 4.0 x4 mit 3x Passivkühler | 3x M.2/M-Key PCIe 4.0 x4 mit 3x Passivkühler | 2x M.2/M-Key PCIe 4.0 x4 mit 1x Passivkühler |
PCIe Slots | 1 PCIe 5.0 x16 | 1 PCIe 5.0 x16, | 1 PCIe 5.0 x16 |
Audio (Onboard) | ALC897 (+SPDIF) (befriedigend) | ALC897 (+SPDIF) (befriedigend) | ALC1220 + Verstärker (sehr gut) |
USB-A/hinten 10Gbps | 1 | 4 | 1 |
USB-A/hinten 5Gbps | 3 | 0 | 3 |
USB-A/hinten 480Mbs | 1 | 4 | 3 |
USB-C/hinten | 1x USB-C (20Gbps) | 1x USB-C (20Gbps) | 1x USB-C (20Gbps) 1x USB-C (5GBps) |
USB-C/vorne (intern) | 1x USB-C (10Gbps) | 1x USB-C (10Gbps) | 1x USB-C (10Gbps) |
LAN / WIFI / Bluetooth | 2.5G / Wi-Fi 6 / BT 5.3 | 2.5G / Wi-Fi 6E / BT 5.3 | 2.5G / Wi-Fi 6E / BT 5.3 |
Besonderheiten | Diagnose-LED | Diagnose-LED | Diagnose-LED |
Hersteller Website: | |||
*Direkte Links zum Mainboard: | ca. 170€ | ca. 190€ | ca. 185€ |
Beste Intel LGA1700 Mainboards mit Z790 Chipsatz [Preis-Leistung]
Für umfangreichere Einstellungsmöglichkeiten und volle Ausschöpfung eines Intel K Prozessors durch VCore Voltage Optimierung, sollte ein Z-Chipsatz mit leistungsstarken MOSFETS (VRM) gewählt werden. Denn umso stärker die VRM, desto effizienter und kühler arbeitet die CPU. Folgend sind meine Empfehlungen, wenn ich die größte Ausstattung für mein Geld suche:
Mainboard | MSI Z790 Tomahawk WIFI
|
Formfaktor | ATX |
RAM-Typ | 4x DDR5, max 256GB (2 DIMM Kit Takt-Empfehlung: Bis DDR5-6800) |
Chipsatz | Z790 |
CPU Spannungswandler | 16x 90A / 9 Phasen (sehr gut) |
M.2 Slots | 4 M.2 PCIe 4.0 x4 |
PCIe Slots | 1 PCIe 5.0 x16, |
Audio | ALC4080 + S/PDIF (gut) |
USB-A/hinten 10Gbps | 4x |
USB-A/hinten 5Gbps | 4x |
USB-A/hinten 480Mbs | 2x |
USB-C/hinten | 1x 20Gbps |
USB-C/vorne (intern) | 1 USB-C 3.1 Key-A Header (10Gbps) |
Besonderheiten | - Diagnose-LED - Keinerlei Lanesharing |
Hersteller Website: | |
Direkte Links zum Mainboard: | ca. 210€ |
Beste Mainboards Intel Core Ultra 2 (Arrow Lake) | LGA1851 | Preis-Leistung
Achtung: Folgende Mainboards unterstützen ausschließlich DDR5. Ungleich Intel LGA 1700, wo es auch Mainboards mit DDR4 gibt.
Mainboard | AsRock Z890 Nova WIFI [ATX] | MSI Z890 Tomahawk WIFI [ATX] | ASRock Z890 LiveMixer WIFI [ATX] |
RAM-Typ | 4x DDR5, max 256GB, UDIMM und CUDIMM Unterstützung | 4x DDR5, max 256GB, UDIMM und CUDIMM Unterstützung | 4x DDR5, max 256GB, UDIMM und CUDIMM Unterstützung |
Chipsatz | Z890 | Z890 | Z890 |
CPU Spannungswandler | 19x 110A / 20 Phasen (Hervorragend) | 16x 90A / 9 Phasen (sehr gut) | 16x 80A / 10 Phasen (sehr gut) |
M.2 Slots | 1 M.2 PCIe 5.0 x4 | 1 M.2 PCIe 5.0 x4 | 1 M.2 PCIe 5.0 x4 |
PCIe Slots | 1 PCIe 5.0 (x16 oder x8/x8 oder x8/x4/x4) | 1 PCIe 5.0 (x16 oder x8/x8 oder x8/x4/x4) 2 PCIe 4.0 x16 (x4) | 1 PCIe 5.0 (x16 oder x8/x8 oder x8/x4/x4) 2 PCIe 4.0 x16 (x4) |
Audio | ALC4082, individuelle PCB Layer für links/rechts Kanäle, Impedanz-Erkennung (hinten) + S/PDIF (Top) | ALC1220p + S/PDIF (sehr gut) | ALC1220 + S/PDIF (gut) |
USB-A 10Gbps | 4x | 3x | 2x |
USB-A 5Gbps | 8x (4 hinten / 4 intern) | 6x (4 hinten / 2 intern) | 14x (10 hinten / 4 intern) |
USB-A 480Mbs | 6x (2 hinten / 4 intern) | 4x (alle intern) | 4x (alle intern) |
USB-C | 2x Thunderbolt 4 / USB4 (40Gbps) 1x 20G(intern) | 2x Thunderbolt 4 / USB4 (40Gbps) 1x 20G(intern) mit 27W PD | 2x Thunderbolt 4 / USB4 (40Gbps) 1x 20G(intern) |
LAN / WIFI / Bluetooth | 5G + 2.5G LAN / WiFi 7 / BT 5.4 | 5G LAN / WiFi 7 / BT 5.4 | 2.5G LAN / WiFi 7 / BT 5.4 |
Besonderheiten | - Postcode Anzeige - BIOS-Flashback - Dual LAN - Vierfach M.2 Adapterkarte im Lieferumfang, damit insgesamt 9x M.2 PCIe SSD möglich! - Excellente Tuning/OC-Fähigkeiten | - Postcode Anzeige - BIOS-Flashback - Thunderbolt 5 Erweiterungskarte möglich (separat) - 5Gbps LAN - GPU-Release Funktion | - Diagnose LED - BIOS-Flashback |
Hersteller Website | |||
Preis-Leistung: | ca. 370€ | ca. 300€ | ca. 250€ |
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Beste Mainboards AMD Ryzen | Sockel AM5 | Preis-Leistung
Mit den vier folgenden Mainboards kann jede AM5 Ryzen 7000’er oder 9000’er CPU problemlos betrieben werden. Alle haben leistungsstarke Spannungswandler (14x 80A), tolle Layouts und PCIe 5.0 Support.
Der wesentliche Unterschied zwischen dem B850 und X870 Chipsatz ist ein zusätzlicher USB4-Controller bei den X870 Mainboards, der sich zwei PCIe 4.0 Lanes abzweigt. Ein X870 Mainboard ist also dann sinnvoll, wenn du zwei USB4-Anschlüsse gebrauchen kannst.
Die besten Preis-Leistung Mainboards zwischen 200 – 300€ habe ich folgend mit den wesentlichen Unterschieden für dich gegenübergestellt:
Mainboard [AMD Sockel AM5] | ASRock B850 LiveMixer WiFi [ATX] | ASRock X870 Pro RS WiFi [ATX] | MSI MAG B850 Tomahawk Max WIFI [ATX] | MSI MAG X870 Tomahawk WIFI [ATX] |
Chipsatz | B850 | X870 | B850 | X870 |
CPU MOSFETs | 14x 80A (sehr gut) | 14x 80A (sehr gut) | 14x 80A (sehr gut) | 14x 80A (sehr gut) |
M.2 PCIe Slots | 1x M.2 PCIe 5.0 x4 1x M.2 PCIe 4.0 x4 | 1x M.2 PCIe 5.0 x4 1x M.2 PCIe 4.0 x4 1x M.2 PCIe 3.0 x4 | 2x M.2 PCIe 5.0 x4 1x M.2 PCIe 4.0 x2 1x M.2 PCIe 4.0 x4 | 2x M.2 PCIe 5.0 x4 1x M.2 PCIe 4.0 x2 1x M.2 PCIe 4.0 x4 |
PCIe Slots | 1 PCIe 5.0 x16 1 PCIe 4.0 x16(x4) 1 PCIe 4.0 x16(x4) Lanesharing: entweder M2_3 oder PCIE3) | 1 PCIe 5.0 x16 1 PCIe 4.0 x16(x4) | 1 PCIe 5.0 x16 1 PCIe 3.0 x16(x1) 1 PCIe 4.0 x16(x4 oder x2, wenn M2_3 belegt) | 1 PCIe 5.0 x16 1 PCIe 3.0 x16(x1) 1 PCIe 4.0 x16(x4 oder x2, wenn M2_3 belegt) |
Audio (Onboard) | ALC1220 | ALC1220 | ALC4080 | ALC4080 |
USB-A/hinten 10Gbps | 1 | 0 | 2 | 2 |
USB-A/hinten 5Gbps | 4 | 4 | 1 | 3 |
USB-A/hinten 480Mbs | 8 | 6 | 4 | 4 |
USB-C | 1x USB 10G 1x USB 20G(intern) | 2x USB4 40G mit DisplayPort 1.4 1x USB 20G(intern) | 3x USB 10G 1x USB 20G(intern) | 2x USB4 40G mit DisplayPort 1.4 1x USB 10G 1x USB 20G-27W PD(intern) |
LAN / WIFI / Bluetooth | 2.5G LAN / WiFi 7 / BT 5.4 | 2.5G LAN / WiFi 7 / BT 5.4 | 5G LAN / WiFi 7 / BT 5.4 | 5G LAN / WiFi 7 / BT 5.4 |
Besonderheiten | - Diagnose-LED | Diagnose-LED | - Diagnose-LED - GPU-Release-Funktion | - Diagnose-LED - GPU-Release-Funktion |
Hersteller Website | ||||
Preis-Leistung | ca. 210€ | ca. 235€ | ca. 250€ | ca. 300€ |
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DDR4 Arbeitsspeicher (RAM) Empfehlungen
Achtung: Bitte stelle anhand des Mainboards fest, welchen RAM-Typ du benötigst, DDR4 oder DDR5; beides ist nicht möglich, Entweder-oder. AMD Sockel AM5 als auch Intel LGA1851 (Arrow Lake) nutzen immer DDR5. Bei Intel LGA1700 (Intel 12 – 14th Gen) ist auch DDR4 möglich. Allerdings sind die DDR5 Preise so stark gefallen, dass DDR4 nur noch im günstigeren Einsteiger-Segment zu finden ist.
- Die G.Skill Ripjaws V habe ich schon oft verbaut. Kommen mit einer 10 jährigen Herstellergarantie daher und weisen eine sehr hohe Mainboard-Kompatibilität auf.
In meiner mobilen Workstation macht noch immer ein 32GB Kit Ripjaws V DDR4-2800Mhz, aus 2015, ein tollen Job. Heute laufen sie auf 3733 MHz bei knackigen CL16-17-16-36 Timings @1.40V:
Die G.Skill Ripjaw V Kühlkörper sind 42 mm hoch und verhindern manch einen Kühler vom aufsetzen auf den Sockel. Das ist zwar eher selten, bei ITX-Systemen bzw. SFF-Bauten (Small Form Factor) oder bei einigen ausladenden CPU-Towerkühlern der Fall, aber es kann schon Sinn machen von vornherein in Low-Profile RAM zu investieren. - Da haben sich insbesondere die Corsair Vengeance LPX 32 GB Kit, mit nur 31mm Höhe bewährt.
DDR5 Arbeitsspeicher (RAM) Empfehlungen

Bitte beachte das Mainboards oft mit einem veralteten BIOS ausgeliefert werden. Neue BIOS-Versionen haben verbesserte DDR5-Speicherkompatibilität. Hier ist es ratsam als erstes das neuste BIOS von der Herstellerseite auf einen Stick herunterzuladen und dein frisch erhaltenes Mainboard damit zu flashen. Wenn das Mainboard eine BIOS-Flashback Funktion hat, brauchst du nur zwei Sachen zum Flashen: Das Mainboard und ein Netzteil.
Wichtg: Der USB-Stick mit der BIOS-Datei muss im FAT32-Dateisystem formatiert worden sein; sonst erkennt das Mainboard den Stick nicht. Mit neuem BIOS laufen die folgenden RAM-Module auf allen von mir empfohlenen Mainboards, ohne wenn und aber.
- G.Skill S5 DDR5-6000Mhz 32GB Kit oder als 64GB Kit Variante erhältlich.
Nur 33mm Bauhöhe, sehr hohe Mainboard und CPU-Kühler Kompatibilität. Hohe Kompatibilität, gute Übertaktbarkeit der 32GB und 48GB Kits. Bie den 64GB Kits eher Glückssache.

- TeamGroup T-Create Expert DDR5-6000 CL30 32GB Kit auch in weiß erhältlich.
Nur 32mm Bauhöhe und somit ebenfalls hohe CPU-Kühler Kompatibilität. Dank Hynix A-Die Chips hohe Mainboard Kompatibilität. Aktuell einer meiner favorisierten RAM-Kits. Mit Hynix Bestückung leider nicht als 64GB Kit erhältlich, jedoch als 96GB Kit. Die 32GB DDR5-6000 CL30 Variante läuft bei mir i. d. R. mit DDR5-7000 CL34, kann gelegentlich aber auch mit DDR5-8000 auf Intel Plattformen schaffen. Das ist von Kit zu Kit etwas unterschiedlich.

- Kingston Fury Beast DDR5-6000 CL30-36-36 64GB Kit
Die 64GB Variante der sehr empfehlenswerten Hynix A-Die Bestückung. Auch als 32GB Variante erhältlich. Die 64GB-Variante schafft auf Intel-Plattformen DDR5-7000/7200 CL34. In 95% der Fälle nehme ich die Kingston Fury Beast für meine MUTED Computer, bei 64GB Kit Bestellungen. Denn nach bereits mehr als 100 verbauten Kits in meinen PCs konnte ich eine gleichbleibende Qualität der Chips feststellen. Nur einmal wurde DDR5-7000 CL34 nicht erreicht. Die 64GB DDR5-6400 CL32-39-39 oder DDR5-6000 CL30-36-36 sind meine absoluten Favoriten für Takt/Latenzoptimierung. Bei den 32GB Kits gibt’s hingegen mehr Variation, wo sich die TeamGroup besonders zuverlässig für Tuning erwiesen haben.

- G.Skill S5 DDR5-6000Mhz 32GB Kit oder als 64GB Kit Variante erhältlich.
Merke: Wer 64GB DDR5 benötigt, sollte unbedingt auf ein 2x32GB Kit zurückgreifen und nicht alle vier DIMMs mit je 16GB belegen. Ein Mainboard mit mehr als zwei RAM Modulen zu belegen wird sehr wahrscheinlich dazu führen, dass das angepriesene DDR5 XMP-Profil nicht mehr booten wird.
Umso mehr Module eingebaut werden, desto stärker wird der IMC (= interner Speicher Controller der CPU) belastet. Auch an das Mainboard werden höhere Anforderungen gestellt. Nur mit Overclocking- bzw. Tweaking-Kenntnissen, wird man es stabil zum laufen bekommen.
Alles was du über (M.2) SSD wissen musst & meine Empfehlungen
Die Abkürzung SSD dürfte dir bekannt sein, aber mittlerweile gibt es zum gleichen Preis schon deutlich schnellere Speichermedien, die auf die Bezeichnung „M.2 PCIe“ hören. Andererorts liest man auch die Bezeichnung „NVMe“.
Bei diesen Speichermedien benötigt man kein Verbindungskabel mehr; man steckt es ähnlich wie RAM auf das Mainboard. Es gibt aber auch „M.2 S-ATA SSD“, die keinen Vorteil gegenüber einer gewöhnlichen 2.5″ S-ATA SSD bringen. Also unbedingt auf „PCIe“ achten oder direkt zu meinen verlinkten Empfehlungen greifen.
Die Preise einer 2,5″ S-ATA SSD sind fast gleichauf mit einer schnelleren NVMe. Warum also das Langsamere nehmen, wenn das Schnellere nicht extra kostet, oder?
Für allgemeine Aufgaben sind die zufälligen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten interessant; also der Wert „Random 4k“. Aber wenn wir Fotos oder Videos von einer schnellen Speicherkarte auf die NVMe kopieren, macht sich die schnellere Schreibgeschwindigkeit bemerkbar.
Folgend Mal ein Benchmark-Screenshot einiger SSD, wovon vier M.2 PCIe NVMe sind und zwei S-ATA SSD:
Mini Guide zu SSD-Typen
SLC-Flash = 1 bit pro Zelle
MLC-Flash = 2 bit pro Zelle
Für uns wichtiger:
TLC-Flash = 3 Bit pro Zelle
QLC-Flash = 4 Bit pro Zelle
Umso mehr Bit eine Flash-Zelle speichert, desto günstiger, langsamer aber auch weniger haltbar wird sie. SLC bzw. MLC kommt im Verbrauchermarkt nicht vor. So ist TLC-Flash der Standard, an dem wir uns schon länger erfreuen dürfen. Aber mittlerweile gibt es auch QLC-Flash und da gibt es ein paar sehr wichtige Punkte zu beachten:
Was du über QLC-Flash wissen musst
Um noch günstigere und größere Flash-Laufwerke, bei steigender Kapazität anbieten zu können, setzen Hersteller neuerdings auch auf QLC-Flash Speicher. Vereinfacht ausgedrückt wird auf gleicher Fläche, höher gestapelt. Das spart Geld und Material.
Aber leider hat das auch eine Schattenseite. Umso höher man stapeln muss, desto länger dauert es.
Da nun vier Bit anstatt drei untergebracht werden müssen, schreibt QLC-Flash sogar langsamer als eine mechanische Festplatte. (Achtung weiterlesen)
Aber hier ist der Clou
Damit das nicht so ist, bedient man sich einem simplen Trick. So wird für Schreibzugriffe ein Puffer aus dem vorhandenen Speicherplatz abgezweigt und wie der sehr schnelle SLC-Flash gehandhabt. Also wird mit 1 Bit anstatt 4 Bit geschrieben. Aber dadurch wird ein vielfaches der Speichermenge verbraucht, da ja nicht mehr gestapelt wird. Es kommt vom Platzverbrauch also auf das gleiche, egal ob 1 Bit oder 4 Bit geschrieben werden.
Wenn ein Hersteller also mit SLC-Cache wirbt, ist es in Wirklichkeit nur ein pseudo SLC-Cache. Der Cache (Puffer) wird unauffällig im Hintergrund regeneriert. Aber falls wir sehr große Datenmengen auf ein SSD kopieren, kann der Puffer (SLC-Cache) überlaufen, wonach es zu starken Leistungseinbrüchen kommen kann.
QLC- SSD-Laufwerke sind nicht für Foto- bzw. Videografen geeignet
Falls der Puffer von einem QLC-Flash Laufwerk voll läuft, kann die Schreibgeschwindigkeit von 1700 MB/s auf nur ~70 MB/s einbrechen. Im Vergleich dazu kommt eine mechanische Festplatte auf durchgehend ~130 – 180 MB/s.
Man kann aber für 15 EUR mehr eine M.2 PCIe NVMe mit TLC-Flash kaufen, die nicht diesen Nachteil hat.
Für regelmäßige Foto oder Video Arbeit, rate ich daher von QLC-Flash Speichermedien ab. Nicht nur weil die Geschwindigkeit einbrechen kann, sondern auch die Haltbarkeit stärker betroffen ist.
Wofür QLC-Flash sich gut eignet
QLC-Flash Speichermedien sollten überwiegend für Lesezugriffe genutzt werden. Beispielsweise können Filmsammlungen, Fotoarchive oder auch Spiele-Bibliotheken dort untergebracht werden.
Empfohlen: Zwei M.2 PCIe SSD
Bei einer Zwei-Laufwerke-Lösung empfehle ich:
- Laufwerk C: M.2 PCIe SSD (NVMe) für Windows, Programme, Cache und finalen Export
- Laufwerk D: M.2 PCIe SSD (NVMe) nur für die Projektdaten (Rohdaten). Für gewöhnlich das schnellste und größte Laufwerk.
Optional: Ein drittes M.2 NVMe Laufwerk, für den Export. Dann wird Laufwerk C nur noch für das Betriebssystem, die Programme und den Cache verwendet.
Vorsicht vor diesem Fehler
Manch einer partitioniert ein Laufwerk, in dem Glauben, dass man dadurch mehrere Laufwerke erhält. Aber eigentlich teilt sich das Laufwerk ja nicht auf. Also entweder läuft das Laufwerk schnell, mit zwei Beinen für eine Aufgabe oder langsam mit nur einem Bein, für zwei Aufgaben. Das gilt auch für M.2 PCIe SSD als auch S-ATA SSD, wobei M.2 PCIe mit mehreren Aufgaben deutlich besser klarkommen.
Die fünf besten SSD fürs Geld (M.2 PCIe 4.0)
Nimm lieber die höhere Kapazität als ein wenig mehr Leistung.
Die TOP drei M.2 PCIe 4.0 NVMe SSD: *WD_Black SN850x sowie *Samsung 990 Pro und *Seagate Firecuda 530R . Es ist wirklich egal welche dieser SSDs du nimmst. Ich empfehle nach Preis und Verfügbarkeit zu entscheiden.
Eine weitere Top-Empfehlungen ist die *Corsair MP600 Pro XT, allerdings ist hier ein Heatsink vormontiert und deshalb würde ich den nur nehmen, falls dein Mainboard ohne ein Heatsink daherkommt.
Die *Lexar NM790 Reihe ist ebenfalls eine Empfehlung wert, allerdings nur wenn sie entscheidend günstiger ist. Die Lexar ist bei Dauerbelastungen eine etwas langsamere SSD als die Obigen aber insgesamt noch super. Gleiches gilt für die *Biwin Black Opal NV7400 Serie.
Merke: Für die höchstmögliche Bandbreite von 7000+ MB/s wird ein M.2 PCIe 4.0 x4 Slot vorausgesetzt, jedoch sind PCIe 4.0 x4 Laufwerke auch abwärtskompatibel auf z. B. PCIe 4.0 x2 oder PCIe 3.0 x4 usw.
S-ATA SSD? Dann nur diese beiden.
Die nachfolgend empfohlenen SSD haben einen DRAM-Cache und sind dadurch dauerhaft schnell, ohne das die Leistung einbricht. SSD ohne DRAM Cache sehen nur auf dem Papier schnell aus und sind nicht viel günstiger als eine gute SSD.
Von der Geschwindigkeit der M.2 PCIe Schnittstelle profitieren Spiele oder allgemeine Anwendungen nicht sonderlich, weshalb auch eine der folgenden S-ATA SSD genügt.
Aber: Warum nicht zum ähnlichen Preis die schnellere M.2 PCIe nehmen?
Falls es keine freien M.2 Steckplätze gibt oder du ein besseres Laufwerk im M.2 PCIe Slot unterbringen möchtest, ist die seit Jahren gängige Empfehlung eine der folgenden S-ATA SSD:
*Crucial MX500 oder *Samsung 870 EVO.
Gehäuse für Micro-ATX Mainboards (µATX)
Meine erste Wahl für Micro ATX Zusammenstellungen, ist das schön minimalistisch gehaltene, *ASUS Prime AP201 Gehäuse.
Es bietet gute Features und eine solide, wertig anmutende Verarbeitung und Haptik. Und obwohl das gesamte Gehäuse kompakte 33 Liter fasst, bietet es genug Raum für High-End Hardware.
Die Airflow orientierten Seitenpaneele als auch der Deckel können ohne Werkzeuge abgenommen und wieder befestigt werden. Einfach mit etwas Kraft lösen und mit sicherem Klickmechanismus wieder einrasten.
Der Prozessor kann wahlweise mit einem CPU-Luftkühler (bis 170mm Bauhöhe) oder einer 360mm Wasserkühlung gebändigt werden. Grafikkarten haben bis zu 338mm Beinfreiheit.
Für weniger als 100€ wechselt es den Besitzer.
Weitere Infos findest du auf der Herstellerseite.
Gehäuse für ATX Mainboards
Fractal Design
Ein Hersteller der in den letzten Jahren tolle Gehäuse auf den Markt gebracht hat, ist Fractal Design.
Fractal Design North
Das populärste Gehäuse der letzten Monate ist das Fractal Design North. Ich empfehle es in den Mesh-Varianten, da darin die Komponenten wie CPU und Grafikkarte besser bzw. leiser gekühlt werden können.
Fractal Design North Bedienungsanleitung.
*Fractal Design North 🛒 kaufen
Oder auch bei *Galaxus und *Alternate erhältlich.
- Schlicht-schickes und funktionales Design, mit Echtholz-Front und perforiertem Deckel und Seitenteil.
- Robuste Materialien
- Bis zu 6x 2,5″ SSD und/oder 4x 3.5″ HDD
- 2 mäßige Lüfter inbegriffen, die ich ersetzen würde (Empfehlungen weiter unten)
- Sehr guter Airflow, optimal mit 5 bis 6 Gehäuselüftern. 2x 140mm oder 3x 120mm vorne, 1x 120mm hinten, 1-2x 120mm oder 140mm oben
- Die Seitenlüfter werden oftmals nicht verwendet werden können, da die Grafikkarten zu breit sind und mit der Halterung kollidieren
- USB-C (10 Gbit/s), 2x USB 3.0 und Kopfhörer/Mikrofon-Anschlüsse vorne
- Sehr einfacher Ein- und Ausbau
- Sehr flexible Komponentenwahl
- CPU-Kühler Höhe bis 170mm
- Grafikkarten bis zu 355mm Länge (nur 300mm mit Radiator)
- Bis zu 280/360mm Radiatorgrößen vorne und 240mm oben
Fractal Design Epoch
Quasi eine Neuauflage des Fractal North, ohne Holzfront, zum günstigeren Preis. Mein persönlicher Preis-Leistung Favorit. Wirklich in jedem Aspekt ein Vorbild für andere Hersteller was Design, Einfachheit und Qualität angeht. Auch der Support liefert schnell Ersatzteile, falls es mal etwas zu bemängeln gibt. Obendrein kommt das Epoch mit besseren (silent tauglichen) Lüftern und schnellerem USB-C Frontanschluss (20 Gbit/s).
Fractal Design Epoch Bedienungsanleitung.
*Fractal Design Epoch 🛒 kaufen.
Auch bei *Galaxus und *Alternate im Sortiment.
Fractal Design Meshify 3
Ich bevorzuge von der Einfachheit des Zusammenbaus, der Kabelführung und der Wahl der Materialien (weniger Plastik) zwar das North oder Epoch aber auch des Meshify 3 wird seine Freunde finden.

*Meshify 3 🛒 kaufen. Alternativ auch bei *Galaxus oder *Alternate verfügbar.
Das Meshify 3:
- Schlichtes Design
- 3 mäßige Lüfter, die ich ersetzen würde (Empfehlungen weiter unten)
- Guter Airflow
- USB-C Frontanschluss (10 Gbit/s)
- Sehr einfacher Ein- und Ausbau
- Sehr flexible Komponentenwahl
- CPU-Kühler Höhe bis 173mm
- Grafikkarten bis zu 349mm Länge
- Bis zu 280/360mm Radiatorgrößen vorne und 240mm oben
Fractal Design Define 7 Compact
Define 7 Compact Bedienungsanleitung
*Fractal Design Define 7 Compact🛒 kaufen. Alternativ auch bei *Galaxus und *Alternate erhältlich.
- Sehr schlichtes Design
- Mäßige Lüfter, die ich ersetzen würde (Empfehlungen weiter unten)
- Airflow durchwachsen, wegen geschlossener Front
- USB-C Frontanschluss (10 Gbit/s)
- Sehr einfacher Ein- und Ausbau von Komponenten
- Flexible Komponentenwahl
- CPU-Kühler Höhe bis 169mm
- Grafikkarten bis zu 341mm Länge (360mm ohne Frontlüfter)
- Bis zu 280/360mm Radiatorgrößen vorne und 240mm oben
Die besten CPU Kühler
Der CPU-Kühler arbeitet deutlich lauter, sobald die CPU eine höhere TDP-Anforderung hat, was i. d. R. mit mehr Kernen einhergeht. Deshalb empfehle ich einen leistungsfähigen Kühler einzuplanen, um auch voll auf die Kosten der CPU (langanhaltende Boost-Taktraten) zu kommen.
Allerdings wird ein Prozessor mit mehr Kernen, bei gleichem Power-Limit bzw. Allcore-Turbotakt, leichter zu kühlen sein. Egal ob AMD oder Intel.
Das hat damit zu tun, dass ein höherer Turbotakt mit einer höheren VID (VCore Spannung) einher geht. Das Power-Limit entscheidet letztlich, wie hoch die CPU, insbesondere bei Allcore-Last Szenarios, aber auch in Vier- bis Achtkern-Szenarios, takten kann.
So kann ein i7 oder i9, selbst mit 8 hoch getakteten P-Cores, das maximale Power Limit von 253 Watt ausreizen. Man muss die Ratios nach oben hin nur öffnen und diese Kerne mit einer entsprechenden Anwendung belasten.
Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich mein Intel Alder & Raptor Lake – Effizienz & Performance Sweet Spot Test / Vergleich ansehen.
Preis-Leistung pur – Nr. 1 Empfehlung für CPU-Luftkühler
Der *Thermalright Phantom Spirit 120 hat eine sehr gute Mainboard-Kompatibilität und eine High-End Top 5 Leistung zum besten Preis. Der Thermalright Peerless Assassin 140, ist noch etwas größer und bietet eine leicht bessere Noise-to-Performance ratio. Es gibt keine besseren Kühler fürs Geld.
Diese Kühler können sich mit teureren Kühlern im 100€ Bereich messen. Auch der Einbau geht leicht von der Hand. Mit den folgend genannten 120mm Lüftern, kann das Klangbild des Kühlers weiter verbessert werden.
Beim zuletzt genannten Kühler *PA 140, kann man den mittigen 140mm Lüfter gut benutzen (silent im Idle und wie die meisten 140mm Lüfter leise bis 1100rpm).
Ich empfehle den vorderen 120mm Lüfter durch den Arctic Cooling P12 Pro zu ersetzen, der bis ~1600 RPM außerordentlich leise auf dem Kühler bleibt.
Wasserkühlung
Prinzipiell rate ich von einer (all-in-one) AIO-Wasserkühlung ab, da es sich hier um ein geschlossenes System handelt, dass die meisten nach der Lebenszeit von ca. 5 Jahren entsorgen werden. Es ist also in 99% der Fälle e-waste in progress. Das anfällige Bauteil ist die Pumpe und auch der Wasserstand nimmt mit der Zeit ab. Auch Korrosion oder Lecks kommen vor. Theoretisch ließe sich eine AIO warten (Pumpe tauschen, Wasser nachfüllen), aber ich denke das werden die wenigsten tun. Zumal es nicht einfach ist, passende Ersatzteile zu finden. Bei einer Luftkühlung hingegen genügt es einen alten Lüfter gegen einen neuen auszutauschen, sodass es ohne längeren Ausfall weitergehen kann.
Nichtsdestotrotz habe ich mich auch im AIO-WaKü Bereich schlau gemacht. Wichtig ist, dass sich die Pumpengeschwindigkeit im Idle auf ein unhörbares Level senken lässt. Denn eine Pumpe die sich nicht ordentlich regeln lässt, wird auch unempfindliche Zeitgenossen mit einem hochfrequenten Ton stören (klingt als ob der Nachbar den Fön nutzt).
Letztendlich würde ich den Arctic Cooling Liquid Freezer III empfehlen. Diese Serie gibt es in verschiedenen Varianten. Radiatorgrößen 240, 280, 360 oder 420 sowie mit oder ohne RGB. Der Wasserkühler kommt mit 6 Jahren Herstellergarantie.
Die besten Lüfter für deinen PC
Für die Eiligen: Ich wähle meistens zwischen dem Noctua NF-A12x25 PWM G2 für beste Qualität und Laufruhe und für die beste Preis-Leistung greife ich zu den Arctic P12 Pro.
Was macht einen guten Lüfter aus?
Der Luftdruck und die Luftfördermenge sowie dessen Klangbild.
Letzteres setzt sich in der Regel aus der Rahmenstabilität, dem Propeller, den Gummi-Absorbern und dem Lüftermotor zusammen. Ich habe etliche Lüfter getestet und viele haben störende, (hochfrequente) Motorgeräusche, Resonanzgeräusche oder auch Lagerschleifen, die sich in dB einfach nicht sinnvoll messen lassen, sodass die Herstellerangaben in Dezibel (dB) keine echte Aussagekraft haben.
Bitte bedenke auch das die gelisteten dB-Angaben sich i. d. R. auf die höchste Geschwindigkeit des Lüfters beziehen und es keine normierte Messmethode dazu gibt. Auch wird die Lautstärke meistens nicht im eingebauten Zustand gemessen, was es schier unmöglich macht, online die Herstellerangaben zu vergleichen. Stattdessen muss ich Lüfter in der Praxis hören, also aussagekräftige Hörbeispiele im eingebauten Zustand finden oder selbst testen. Und je nachdem wo und in welche Richtung ein Lüfter eingebaut ist, hat hohe Auswirkung auf dessen Lautstärke. Kreuzen Elemente, wie z. B. Streben des Gehäuses, den Weg des Luftstroms, wird sich der Lüfter deutlich lauter anhören als wenn da nichts vor den Propellern ist.
Arctic P12 pro (120mm) oder P14 Pro (140mm)
Der preiswerteste 120mm Lüfter
Der preiswerteste 140mm Lüfter
Falls du Lüfter mit Beleuchtung (RGB) möchtest, kann ich dir dieses 3er Pack von Arctic empfehlen. Die Farbspiele über ARGB haben keine hellen Spots und sind individuell einstellbar. Bei ~ 500 – 800 RPM im Idle, sind die Lüfter silent bis sehr leise, ohne Störgeräusche.
In der mit Abstand besten RGB-Software, SignalRGB, ist für diese Lüfter auch ein Profil hinterlegt, sodass die Einrichtung der Beleuchtungseffekte schnell und einfach von der Hand geht. Denn ob die RGB-Effekte am Ende glücken, hängt von der eingestellten Anzahl der LED ab.
Zu bedenken ist, dass es sich bei den Arctic P12 Pro und P14 Pro um Lüfter handelt, die auch mit sehr hohen RPM Die Standard Arctic P12 Modelle haben bei hoher Drehzahl, ab ~1000 RPM leichte Resonanzgeräusche, die ab ~1200~1400 RPM vom leichten Motorgeräusch übertönt werden. Für den vergleichbar günstigen Preis gibt es aber nichts besseres.
Der beste flache 120mm Lüfter
Falls ein flacherer Lüfter benötigt wird, nehme ich gerne die Arctic P12 Slim PWM, oder den Noctua Pendant NF-A12x15 PWM.
Der beste 120mm Lüfter
Höchste Leistungswerte, bei bestmöglichem Klangbild haben ihren Preis. Rund 30 Euro werden für einen Noctua NF-A12x25 PWM G2 aufgerufen. Im Vergleich zum Arctic P12 hat dieser Noctua Lüfter praktisch keine störenden Geräusche bis ca. 1300 RPM. Das gilt aber auch nur für diesen Noctua Lüfter. Viele Noctua Lüfter sind gut, aber bei hohen Drehzahlen nicht so herausragend leise und performant wie dieser Lüfter.
Aufgrund des hohen statischen Drucks ist der Noctua NF-A12x25 G2 PWM beliebt für CPU-Kühler und Radiatoren, aber auch als Gehäuselüfter funktioniert er hervorragend, da auch die Luftfördermenge beachtlich ist. Einfach der beste Allrounder.
Der beste 140mm Lüfter – Noctua NF-A14x25 PWM G2
Ich habe viele 140mm Lüfter ausprobiert und war überrascht, wie viel lauter diese Modelle gegenüber den 120mm Pendanten sind, wenn sie ~ 900 – 1000 Umdrehungen die Minute überschreiten. Der Knackpunkt ist also den besten Lüfter zu finden, der bei ~1000 RPM die beste Luftfördermenge liefert. Und da kommt der Noctua NF-A14x25 PWM G2 ins Spiel, der leider nicht günstig ist. Dieser Liefert schon bei ~ 800 RPM soviel Luft/Druck, wie der Arctic Cooling P14 Pro bei ~ 1000 RPM.
Die besten Netzteile fürs Geld
Folgende Netzteile haben 10 Jahre Garantie und den neuen ATX 3.1 Standard. Haben also auch ein 12VHPWR Kabel bzw. Anschluss im Lieferumfang, der für die performanteren NVIDIA Grafikkarten benötigt wird.
Die folgende Reihenfolge ist ohne Wertung.
Die Corsair RMx-Reihe gehört zum Besten auf dem Markt. Egal welches Modell, also von 650W bis 1000W. Die Netzteile liefern in allen Belangen Top-Qualität. Der Lüfter ist leise bei hoher Belastung und aus im Idle sowie geringer Belastung, die Kabel haben die perfekte Länge, lassen sich gut verlegen und sind top verarbeitet. Die 10-jährige Garantie rundet die Sache ab:
Für kleinere (ITX-)Systeme, die ein Netzteil im SFX-Format erfordern (nicht verwechseln mit SFX-L), sind die Corsair SF die mit Abstand besten Netzteile.
Richtig gut ist auch das MSI MPG A850G PCIE5 Netzteil bzw. dessen 1000W Variante. Es ist auch unter Last leise und lautlos im Idle. Es hat ebenfalls ganz tolle Kabel, mit optimaler Länge, die sich einfach verlegen lassen. Auch hier sind 10 Jahre Garantie inbegriffen und auch der Preispunkt ist i. d. R. am besten:
Das Netzteil – Wie viel Watt braucht man wirklich?
Um zu überprüfen, wie viel Watt dein geplantes System benötigt, kannst du den Netzteil Kalkulator von bequiet! verwenden. Meine Messungen haben bestätigt, dass die Berechnungen vom Kalkulator stimmen:
Cinebench R20 – All Core = 200 Watt
Prime95 Small FFTs = 225 Watt
Premiere Pro 4K Video-Export = 280 bis 300 Watt
Shadow of the Tomb Raider = 465 Watt (=Spitzenwerte)
Red Dead Redemption 2 = 435 Watt (=Spitzenwerte)
Chrome mit Youtube und weiteren Tabs + Lightroom/GPU Beschleunigung = 180~200 Watt (=Spitzenwerte, sobald neue Bilder geladen werden)
Wie man sieht, erreicht der Verbrauch die Höchstwerte beim Spielen von Shadow of the Tomb Raider. Das liegt daran das hier nicht nur die Grafikkarte voll ausgelastet ist, sondern auch die CPU viel zu tun hat. In der Praxis beschränke ich die Geschwindigkeit per Software auf maximal 120 FPS, sodass nicht mehr als nötig verbraucht wird.
Der Netzteil-Kalkulator von bequiet! spuckt einen Wert von 457 Watt für mein System aus und scheint mir somit recht zuverlässig zu kalkulieren. Allerdings bringt eine Reserve von 100~200 Watt einen ruhigeren Betrieb und schützt auch vor der einen oder anderen Spannungsspitze.
Die besten Monitore für Fotografie, Videoschnitt, Grafikdesign & Gaming
Da mich immer wieder Fragen dazu erreichen, welche Monitore ich empfehlen kann, habe ich mich an die Arbeit gemacht und eine umfangreiche Monitor Kaufberatung erstellt:
AMD Ryzen PC selbst zusammenbauen – 10 Minuten Tutorial (Video)
Selbst einen PC zusammenzubauen ist gar nicht so schwer. In folgendem Video zeige ich, wie ich meine eigene Workstation zusammengebaut habe. Sorry für meine etwas verschnupfte Stimme, aber ich denke das lässt sich verschmerzen. 🙂
Der Small Form Factor PC bzw. ITX oder Mini-PC (Mobile Workstation)
Wenn ich von meinem Zweitsystem spreche, meine ich eine mobile Workstation. Ein Computer so klein und dicht mit vollwertigen Komponenten besiedelt, dass es in meinem normalen (Foto-)Rucksack Platz findet und z. B. für Reisen mitgenommen werden kann. Mit einem schmalen sowie portablen 4K 15.6 Zoll Display, lässt sich der kleine PC auch ganz normal wie jeder andere Rechner verwenden und bietet dazu noch eine sehr hohe Leistung, an die ein Notebook nicht heran kommt. Auch preislich liegt eine Mobile Workstation (auch fertig bei MUTED Computer) unterhalb vergleichbarer Laptops und ist vielleicht auch für dich interessant.
Hier findest du meinen Beitrag und ein YouTube Video dazu:
Und, wie geht’s für dich weiter?
Ich hoffe, dass ich dir hiermit helfen konnte. Bei Fragen einfach einen Kommentar hinterlassen. 🙂
Sonst schreib mir doch auch Mal wie deine Zusammenstellung aussieht und was du so damit machst. Ich bin gespannt!
Bis zum nächsten Mal,
Baris
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