Inhaltsverzeichnis
In hiesiger Monitor Kaufberatung wirst du den besten und zu dir passenden Bildschirm für Bildbearbeitung, Videoschnitt, Grafikdesign oder Gaming finden.
Bevor wir über die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen reflektieren und die aktuell besten Monitore dazu aussieben, möchte ich in einfachen Worten auf die einzelnen Spezifikationen eines Monitors eingehen. So wirst du erörtern können was du brauchst und auch verstehen, was den Preis in die Höhe treibt.
Am Ende wird einer nachhaltigen Kaufentscheidung lediglich der Geldbeutel im Wege stehen, weshalb ich die besten Monitore, jeder Preisklasse, für dich rausgesucht habe.
Vorwort
Diese Monitor Kaufberatung ist für jene, die sich eine lange Wanderung durch die Informationswüste ersparen und schneller an die saftigen Früchte der Oase wollen.
Wie das geht? Ganz einfach: Mit Wegweisern.
Die Wegweiser die ich aufgebaut habe, während ich den Weg durch Dornen, Hitze und trockener Textlandschaft für dich durchlaufen habe. Sodass du schnell und sicher den bestmöglichen Monitor für dich identifizieren kannst.
Was mich Wochen gekostet hat, wirst du hier in ca. 5 bis 20 Minuten schaffen. Je nachdem, wie viel du in Erfahrung bringen möchtest.
Dieser Artikel deckt nicht nur die aktuell besten Monitore ab, sondern gibt dir auch wichtige Bausteine für eine fundierte Kaufentscheidung mit. Ich möchte dir nicht nur erzählen welcher Monitor gut ist oder Sinn macht, sondern das du es möglichst gut nachvollziehen kannst.
Letztes Update: April 2026
Für die Eiligen
Die Monitor Kaufberatung vermittelt zunächst ein umfangreiches Grundverständnis zu Monitoren, damit man eine fundierte Kaufentscheidung treffen kann. Im Anschluss gehe ich auf die besten Monitore ein, die in fünf Kategorien unterteilt sind. Falls du direkt zu den besten Monitoren in 2026 möchtest klicke bitte folgenden Link:
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Zu den besten Monitoren in 2026 für Videoschnitt, Bildbearbeitung, Grafikdesign und Gaming (Preis-Leistung)
Legen wir los:
Das Panel Einmaleins – Eine Grundsatz-Entscheidung
Jeder Monitor hat ein sogenanntes Panel verbaut. Das ist letztendlich der Bildschirm auf den wir gucken. Und so liegt es nahe, dass das Panel ein elementarer Baustein für die Leistung und Bildqualität des Monitors ist.
Allerdings ist ein Panel nur so gut, wie das schwächste Glied in der Kette. So ist das Panel alleine noch lange kein Garant dafür, dass wir auf unsere Kosten kommen. Es gibt vier Grundarten von Panels, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.
Zunächst ein Überblick der drei relevanten Panel Technologien:
Technologie | TN | VA | IPS |
Blickwinkelstabilität | Gering | Mittel bis Hoch | Hoch |
Farbgenauigkeit | Gering | Mittel bis Hoch | Hoch bis Höher |
Reaktionszeiten | Sehr schnell | Mittel bis Schnell | Schnell |
Helligkeit | Gering bis Mittel | Mittel bis Hoch | Mittel |
Kontrast | Niedrig | Hoch | Mittel |
Panel Technologien Pro und Contra im Detail
IPS-Panel
Die IPS Technologie hat sich in den letzten Jahren stark verbessert und bildet nunmehr die Spitze des Eisbergs. Wenn man sich die „besten“ Monitore für Foto- und Videobearbeitung anguckt, sind darin IPS-Panel verbaut.
Vorteile von IPS:
- Höchste Blickwinkelstabilität
- Dadurch akkuratere Farben als TN- oder VA-Panel aber gleichwertig zu OLED
- Auch mit sehr schnellen 240 Hz Panels verfügbar, die den TN-Panels zunehmend die Show bzgl. Reaktionszeiten stehlen
Nachteile von IPS:
- Weniger Kontrast als VA-Panel oder OLED-Panel
- IPS-Glow (bei meinen Empfehlungen kein Problem)
IPS-Panel Fazit: Monitore mit IPS Panel sind in vielerlei Hinsicht der beste Kompromiss aus Blickwinkelstabilität, Farbgenauigkeit, Helligkeit und Reaktionszeiten. Lediglich beim Kontrast liegt ein IPS-Panel hinter einem VA- oder OLED-Panel.
Allerdings ist das kein echtes Problem, da man ohnehin nicht in sehr dunklen Räumen am Bildschirm arbeiten sollte, um eine Überanstrengung der Augen zu vermeiden.
VA-Panel
Die Königsdisziplin eines VA-Panels sind tiefe Schwarzwerte und ein gutes Kontrastverhältnis. Allerdings ist das in der gesunden Praxis selten ein Vorteil, weshalb ein Trend zu IPS Panels zu erkennen ist. Die Vorteile des IPS-Panels überwiegen.
Zwar kann ein VA-Panel wundervolle Farben machen, jedoch ist das abhängig vom Betrachtungswinkel etwas ungenauer als ein guter IPS-Monitor. So kommen VA-Panel häufig in einer curved Bauform daher, wodurch man das „Problem“ der Blickwinkelstabilität und somit Farbgenauigkeit angeht.
Vorteile VA-Panel:
- Satte Schwarzwerte und Farben bzw. hellere Monitore verfügbar
- Oftmals etwas günstiger als gleichwertige IPS-Modelle
Nachteile VA-Panel:
- Beim Gaming nimmt man für stärkeren Kontrast, sogenanntes Black-Level-Smearing in Kauf. Das passiert wenn Pixel nicht schnell genug, von hell auf dunkel und wieder zurück auf hell, wechseln können. Das bekommen die TN oder IPS meistens etwas schneller hin.
VA-Panel Fazit: Monitore mit VA-Panel stellen eine Brücke zwischen guter Bildqualität und Kostenpunkt dar. Es gibt leichte Nachteile in der Blickwinkelstabilität und somit Farbgenauigkeit, die durch eine curved Bauform gut kompensiert werden können. Außerdem haben VA Monitore etwas langsamere Reaktionszeiten.
OLED-Panel
OLED-Panels machen das beste Bild und haben die schnellsten Reaktionszeiten.
Leider gibt es ein gravierendes Problem:
Wenn Pixel über eine längere Zeit dargestellt werden, was im PC-Betrieb ja regelmäßig passiert, brennen sich Pixel ein. Kennt man vielleicht noch, von der Plasma-Technologie:

Deshalb eigenen sich OLED-Monitore nur für pures Gaming oder Filme schauen. Für die Arbeit oder das Surfen ist ein OLED-Display ein waghalsiges Unterfangen. Zudem sind OLED-Monitore sehr kostspielig.
Vorteile OLED-Panel:
- Die schnellsten Reaktionszeien
- Die beste Bildqualität
Nachteile OLED-Panel:
- Einbrennen von Pixeln bei Darstellung gleicher Pixel, über einen längeren Zeitraum (Symbole auf dem Desktop, Task-Leiste etc.)
- Sehr hohe Anschaffungskosten
OLED-Panel Fazit: Für OLED-Displays kann ich derzeit keine Empfehlung für den PC-Bereich abgeben.
TN-Panel
Im Vergleich zu anderen Panel-Technologien sind TN-Panel am günstigsten. Allerdings sind sie nicht nur bei einer Preis orientierten Zielgruppe gefragt sondern auch bei E-Sportlern, die auf „überlebenswichtige“ Reaktionszeiten angewiesen sind.
Leider hat die TN Technologie mit der Blickwinkelstabilität zu kämpfen und ist so für produktives Arbeiten absolut ungeeignet.
Zudem bieten TN-Panel keinen spürbaren Vorteil gegenüber den neuen IPS-Monitoren, die mit 240Hz und extrem geringem Input-Lag daherkommen. Meiner Meinung nach sind die Tage der TN-Technologie gezählt.
Vorteile TN-Panel:
- Preise von günstig bis moderat
- Schnellste Reaktionszeiten, aber mittlerweile in Konkurrenz mit 240/360 Hz IPS-Panels
Nachteile TN-Panel
- Kontrastverhältnis und Farbwiedergabe sehr vom Blickwinkel abhängig
TN-Panel Fazit
Für jeden der auch nur ein wenig Bildbearbeitung o. ä. mit dem Monitor betreibt, rate ich grundsätzlich von einem Bildschirm mit TN-Panel ab.
Auch für Gaming hat IPS stark aufgeholt und macht es schwer Blickwinkelstabilität, Farbgenauigkeit, Kontrast und Sättigung für einen Hauch schnellere Reaktionszeiten zu opfern. Eine Entscheidung, die der E-Sportler am Ende selbst abwägen muss.
Was ist Backlight-Bleeding?
Eine ungenügende Abschirmung der Hintergrundbeleuchtung kann an den Rändern des Panels austreten, was zum sogenanten Backlight-Bleeding führt. Das lässt sich kaum vermeiden und ist bis zu einem gewissen Grad normal.
Wie viel Auflösung braucht man wirklich?
Vielleicht kennst du es von Kamera-Sensoren: Viele Pixel bringen nur etwas, wenn das gemachte Bild auch groß gedruckt werden soll. Bei Monitoren verhält es sich genauso.
Umso größer der Bildschirm desto mehr Pixel sollte er haben.
Folgende Tabelle geht von einer optimalen Pixeldichte zwischen 105 bis 140 PPI aus. Zur besseren Orientierung gebe ich noch den passenden Betrachtungsabstand an:
Größe | Betrachtungsabstand | Auflösung(en) |
Bis 21.5" | 40 cm ~ 50 cm | FullHD |
von 22" bis 24" | 50 cm ~ 70 cm | WUXGA / WQXGA / WQHD |
Von 25" bis 30" | 70 cm ~ 100 cm | WQHD / WQXGA / UWQHD |
ab 32" bis 38" | 100 cm ~ 150 cm | QHD+ / 4K UHD / UWQHD+ |
Bei zu hoher Auflösung auf zu kleinem Bildschirm
Eine höhere Pixeldichte führt schnell zu Problemen durch hoch oder runter Skalierung von Schrift und Grafiken. Das betrifft dann auch allerlei Programme wie z. B. DaVinci Resolve, Office Anwendungen oder die Creative Suite von Adobe.
Zu niedrige Auflösung für zu großen Bildschirm
Eine kleinere Pixeldichte ist ebenfalls nicht optimal, da Details merklich schlechter aufgelöst werden. Bei Monitoren mit einer Pixeldichte unter 90 PPI wirkt das Bild stellenweise sogar pixelig bzw. matschig. Gut zu erkennen bei Bildern bzw. Videos, die mit hochauflösenden Objektiven gemacht sind, in 3D-Anwendungen oder beim Lesen von Texten.
Fazit: Es kommt auf die Balance zwischen Auflösung, Betrachtungsabstand und Bildschirmgröße an. Allerdings ist eine zu niedrige Auflösung unter 90 PPI deutlich schlechter, als eine zu hohe Auflösung. Im Zweifelsfall den Monitor mit der (zu) hohen Auflösung nehmen.
Skalieren der Schriftgröße in Windows 10
Falls dir die Schrift zu klein erscheint, kannst du die Schrift unter -> Rechtsklick auf Desktop -> Anzeigeeinstellungen vergrößern:
Das Farbraum Einmaleins – sRGB vs AdobeRGB vs DCI-P3 vs BT.2020
Für die Eiligen: Großer Farbraum bringt nicht viel, außer…
Die Mehrheit der Endverbraucher konsumiert Inhalte im sRGB (Web/Foto) bzw. BT.709 (Video/TV) 8 Bit Farbraum. Zwar ist ein neuer Standard mit BT.2020 und 10 bis 12 Bit im Anmarsch, aber bis dieser Standard reift, sich dann im Consumer-Bereich etabliert und bezahlbar wird, vergehen noch viele Jahre.
Wenn also Inhalte überwiegend im Web geteilt bzw. konsumiert werden und man auch keinen professionellen Print-Workflow anstrebt, ist man mit sRGB bestens bedient. Es macht wenig Sinn, mit einem größeren Farbraum wie z. B. AdobeRGB zu arbeiten, wenn der Output später „nur“ sRGB erfordert.
Was ist ein Gamut?
Der Gamut stellt den Umfang aller Farben dar, die ein Gerät darstellen kann. Dieser wird i. d. R. als Dreieck innerhalb des CIE-Farbraums (Segel mit bunten Farben) dargestellt:
Der CIE-Farbraum, auch Hufeisen, Schuhsohle oder Normvalenzsystem genannt
Der CIE-Farbraum ist praktisch ein übergeordnetes Koordinaten-System und beschreibt die vom Menschen wahrnehmbaren Farben. In diesem Hufeisen befinden sich u. a. die Farbräume sRGB, DCI-P3 und AdobeRGB. Folgend zeigen die Dreiecke innerhalb des Hufeisens den Bereich, die dem jeweiligem Farbraum zur Verfügung stehen:
Das Resultat der größeren Abdeckung sind nicht zwingend mehr Farben, sondern eine Ausdehnung der RGB-Punkte, innerhalb des CIE-Farbraums. Daraus ergibt sich eine Farbpalette mit mehr Spielraum. Im Endeffekt können mehr unterschiedliche Farben heller, dunkler oder satter dargestellt werden. Das setzt aber auch voraus, dass ein Monitor diese erweiterten Farbräume akkurat und möglichst flächendeckend darstellen kann.
Allerdings bringt der große Farbraum nicht viel, wenn er im Export keine Anwendung findet. Typische Anwendungsszenarios für große Farbräume sind hochwertige Print-Produkte (AdobeRGB) oder die Kinofilm-Produktion (DCI-P3).
Typischer Irrtum über große Farbräume
Als ich anfing von größeren Farbräumen zu hören, dachte ich, dass große Farbräume auch mehr Farben abbilden können. Allerdings ist das ein Irrtum, denn der sRGB als auch DCI-P3 oder AdobeRGB Farbraum kann auf SDR Monitoren stets „nur“ mit 16,7 Millionen Farben (8bit) abgebildet werden.
Aber weil die größeren Farbräume wie AdobeRGB und DCI-P3 auch die äußeren Bereiche des CIE 1931 Farbraums abdecken, können hellere, dunklere aber auch sattere Farben, besser differenziert werden.
Eine höhere Bittiefe mit noch feineren Farbabstufungen, kann mit HDR-Inhalten bzw. HDR-Monitoren erreicht werden.
Druckvorstufe nicht gleich Druckvorstufe
Größere Farbräume bringen nur etwas, wenn das Ausgabegerät den Farbraum ebenfalls unterstützt und darauf profiliert ist. Der einfache Vierfarbdruck mittels CYMK, worauf typische Online-Dienste optimiert sind, fordern i.d.R. den sRGB Farbraum an.
Nur hochwertige Druckverfahren ermöglichen größere Farbräume wie AdobeRGB auf’s Blatt zu bringen. Damit das gelingt werden sieben oder mehr Tinten verwendet. Geräte wie der Canon imagePROGRAF PRO-1000 arbeiten sogar mit 12 Tinten, wodurch Farben jenseits von AdobeRGB auf das Papier gebracht werden können.
Da empfehle ich zu prüfen, ob der Druckdienstleister des Vertrauens den AdobeRGB Farbraum auf einen kleineren konvertiert oder auch vollumfänglich aufs Papier bringen kann.
Die gängigen Farbräume in Kürze
sRGB / BT.709 / Rec.709
Der sRGB Farbraum hat Schwächen bei der Darstellung gesättigter Rot-, Grün- und Blau-Töne. Allerdings ist das der Farbraum, der im WEB oder gewohnten Kabel-Fernsehen und DVDs Anwendung findet.
AdobeRGB
Mit AdobeRGB werden nahezu alle im Druck relevanten Farben des CMYK-Farbmodells dargestellt. wenn du sehr akkurat drucken möchtest, ist ein Monitor mit 95% oder mehr Adobe RGB Farbraum empfehlenswert.
DCI-P3
Der Farbraum DCI-P3 ist ähnlich groß wie AdobeRGB allerdings werden die satten Rot- und Orangetöne besser vom Gamut abgedeckt. Dieser Farbraum wird vor allem in der Filmindustrie angewendet und z. B. auch auf die Kinoleinwand projiziert.
Farbreinheit Delta E <2
Delta E ist eine standardisierte Maßeinheit, die den vom Menschen wahrnehmbaren Unterschied zwischen zwei Farben beschreibt. Umso höher die Zahl, desto schlechter die Farbgenauigkeit.
Ein Wert von Delta E <2 wird angestrebt, weil das menschliche Sehvermögen, von da an, nicht mehr zwischen zwei benachbarten Farben unterscheiden kann.
Kurzum: Für jeden der Farbgenauigkeit anstrebt, sollte die Delta E kleiner 2 sein. Zu unserem Glück werben die Hersteller eh nur damit, wenn die Delta E <2 Vorgabe erfüllt wird. Wenn man dazu keine Angabe findet, kann man sich sicher sein das der Monitor dieses Kriterium nicht erfüllt. 😉
Bildhomogenität – gleichmäßige Ausleuchtung über das gesamte Bild
Die Farbreinheit bzw. Helligkeitsverteilung, wird Bildhomogenität genannt. Wenn der Monitor flächendeckend einen Wert von Delta <2 bezüglich der Farbreinheit und zwischen 3 – 10% Homogenität bei der Helligkeitsverteilung schafft, sprechen wir von einem guten bis sehr guten Monitor für Bild-, Grafik,- bzw. Videobearbeitung.
Hardware- vs Software Kalibrierung, Farbmanagement & was 10 bit damit zu tun haben
Beginnen wir mit folgendem Zitat von EIZO:
Der Farbraum allein bestimmt nicht die Bildqualität. Die Qualität der Elektronik zur Ausschöpfung aller Möglichkeiten eines LCD-Panels mit einem großen Farbraum ist entscheidend. Im Wesentlichen ist die Fähigkeit, exakt auf individuelle Zwecke angepasste Farben erzeugen zu können, ausschlaggebender als ein großer Farbraum.
Wozu ein 10 bit Monitor
Wozu brauchen wir ein 10 bit Bildschirm, der theoretisch 1,07 Milliarden Farben darstellen kann, wenn das gesunde menschliche Auge ungefähr 20 Millionen Farben unterscheiden kann?
Zudem umfassen gängige Farbräume eh „nur“ 8 bit mit 16,7 Millionen Farbabstufungen?!
Nun, da ein 10 bit Panel theoretisch bis zu 1,07 Milliarden Farbabstufungen darstellen kann, ist es möglich 8 bit Farbräume akkurater darzustellen. Allerdings bringen 10 bit nicht viel, sofern keine Hardware-Kalibrierung via LUTs möglich ist.
Denn nur die Hardware-Kalibrierung ermöglicht eine akkuratere Profilierung und einfaches Farbmanagement. Letzteres meint den Wechsel zwischen verschiedenen Farbräumen. Zum Beispiel die Bearbeitung im AdobeRGB Farbraum und fürs Surfen oder den Web-Export, schaltet man in den sRGB Farbraum.
Monitor mit Hardware vs Software-Kalibrierung – Was ist besser?
Ohne irgend eine Art von Kalibrierung ist eine ernstzunehmende Foto- oder Videobearbeitung nicht möglich. Eine Software-Kalibrierung ist meine Mindestvoraussetzung, um mit der Bearbeitung eines Fotos oder Videos überhaupt erst anzufangen.
Aber die Software-Kalibrierung hat einen kleinen Haken: Es werden die RGB-Kanäle der Grafikeinheit manipuliert, wodurch meistens weniger als 1% Farbabstufungen geopfert werden.
Im Worst-Case kann das zu Tonwert-Abrissen führen, was aber eher der Vergangenheit mit 6 bit Panels angehört. In den letzten 7 Jahren habe ich das mit keinem 8 bit VA- oder IPS-Panel erlebt.
Finger Weg von 6 bit Panels und das Problem sollte nicht auftreten.
Zur Veranschaulichung des Problems übertrieben dargestellt:

Der typische Ersteindruck eines Wide-Gamut-Monitors
Wenn wir einen Wide-Gamut-Monitor das erste Mal in Betrieb nehmen, sind die Farben zu satt. Zudem sind Gamma, Weißpunkt und Grauwerte selten akkurat.
Generell sind die Farben auf den ersten Blick zwar lebendiger aber entsprechen nicht dem Soll-Zustand. Und das macht eine farbentreue Bearbeitung unmöglich. Deshalb hat manch ein Wide-Gamut-Monitor eine sRGB-Farbraum Einstellung, wodurch der Gamut auf den sRGB Farbraum verkleinert wird.
Farbmanagement ohne Hardware-Kalibrierung sehr umständlich
Mit Hardware-Kalibrierung werden die Farbprofile im Monitor abgespeichert, die unkompliziert und direkt am Monitor abgerufen werden können. Zwar legt die Software ein „Dummy“ ICC-Profil für die Grafikkarte an, jedoch sind darin keine Farbänderung enthalten. So wird sichergestellt, dass das Betriebssystem informiert ist und der Monitor die volle Bandbreite an Informationen von der Grafikkarte bekommt.
Via Software müssten Einstellungen im Programm als auch beim Betriebssystem vorgenommen werden, was den Prozess ungemein erschwert. Jedoch ist das kein Problem, sofern wir uns hauptsächlich im sRGB-Farbraum aufhalten.
Wichtig: Bevor wir den Monitor auf sRGB kalibrieren möchten, müssen wir den sRGB-Modus des Monitors aktivieren. Sonst erhalten wir möglicherweise eine fehlerhafte Profilierung bzw. die Grau- und Weißwerte werden verfehlt. Falls du einen deutlichen Farbstich vernehmen kannst wird auch etwas schief gelaufen sein.
Grund dafür kann auch ein veralteter Colorimeter sein. Neuste Monitore können von sehr alten Colorimetern nicht korrekt „gelesen“ werden. Darum habe ich meinen älteren Spyder 5 gegen einen Spyder getauscht. Dazu später mehr.
Mein Fazit zu Hardware- vs Software-Kalibrierung
Ich möchte nicht um den heißen Brei herum reden: Die Kalibrierung des Monitors ist für jeden, der seine kreative Arbeit ernst nimmt, pflicht. Denn eins haben alle Monitore gemeinsam: Ab Werk sind sie nicht optimal auf das Signal der Grafikkarte profiliert und das führt zu Abweichungen vom Sollwert.
Ich habe noch nie einen Monitor gehabt, der perfekt auf meine Grafikkarte abgestimmt war. Und ich spiele auch kein Lotto, da die Gewinnchancen wirklich miserabel sind.
Ein Grün-, Blau- oder Rotstich in Weiß- bzw. Grauwerten ist auch nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Darauf bezogen ist eine Hardware-Kalibrierung mit 14 – 16 bit LUTs sehr im Vorteil.
Werkseitige Kalibrierung klingt gut, ist aber kein Garant
Auf die Profilierung durch den Hersteller konnte ich mich bis heute noch nicht verlassen. Und das liegt nicht zwingend am Hersteller sondern an diversen Faktoren und Toleranzen. Ich habe schon viele Monitore getestet und eine Kalibrierung am eigenen Arbeitsplatz hat stets die besseren Ergebnisse geliefert.
Selbst mein derzeitigen BenQ Profi-Monitor, der Ab-Werk kalibriert daher kommen will, muss ich für jede Grafikkarte erneut profilieren.
Für gehobene Ansprüche: Hardware-Kalibrierung
Ob nun Software- oder Hardware-Kalibrierung ist vom eigenen Anspruch bzw. Monitor abhängig. Als Hobbyfotograf dürfte man mit der Software-Kalibrierung gut bedient sein. Aber für gehobene Ansprüche ist die Hardware-Kalibrierung empfehlenswert.
Mit Hardware-Kalibrierung und 10 bit ist theoretisch eine genauere Profilierung möglich (Tutorial). Denn das Potential des Panels kann weiter bzw. genauer ausgeschöpft werden, da die RGB-Farben der Grafikkarte unverfälscht abgefangen werden. Dafür ist wichtig zu wissen, dass jeder Monitor am eigenen PC profiliert werden muss, wofür ein Colorimeter (*Amazon) erforderlich ist.
Eine weitere Besonderheit von Hardware-Kalibrierung ist, das wir leichter bestimmte Papiersorten proofen können. Dafür wird mittels Colorimeter ein Preset für das gewünschte Papier anlegt und im Monitor als „Custom-Calibration“ abgespeichert. So bearbeiten wir ein Bild entsprechend des Weißpunkts und einer reduzierten Helligkeit, wie sie später auf dem Papier wahrzunehmen wäre.
Software-Kalibrierung ist vielleicht gut genug
Bislang habe ich rund 15 Monitore via Software profiliert. Solche die als als 99~100% sRGB deklariert werden, decken nach der Profilierung auch Mal ca. 0,5% – 1% weniger ab. Das ist relativ unproblematisch, denn die Farbgenauigkeit ist wie im Eingangszitat beschrieben, der weitaus wichtigere Maßstab.
Viel wichtiger finde ich die Frage, ob die Graustufen oder der Weißpunkt, nach einer Software-Kalibrierung, einen Farbstich haben. Und das ist bei vielen Monitoren, die keine Hardware-Kalibrierung unterstützen, häufiger der Fall.
Das kann am Ende dazu führen, dass wir bei Fotos und Videos den Weißabgleich verfehlen oder für eine Grafik die falsche Farbe auswählen.
Benötigte Utensilien für die Farbraum-Kalibrierung
Egal ob Software- oder Hardware-Kalibrierung, man benötigt einen Colorimeter:
Empfohlene Colorimeter für Farbkalibrierung von Bildschirmen
Beliebte Messgeräte gibt’s von Calibrite oder Datacolor. Auf Amazon werden die Xrite Messgeräte genau beschrieben (*Amazon).
Die Xrite Colorimeter haben einen besseren Ruf, allerdings komme ich mit meinem Spyder bislang gut zurecht.
Also nimm einfach das Gerät, das zu deinem Vorhaben und Budget passt.
Empfohlene Color Checker von Datacolor und Xrite
Falls noch nicht vorhanden ist auch ein Color Checker eine Überlegung wert. Damit können wir vor einem wichtigen Fotoshooting bzw. Videoaufnahme schon Referenzwerte für die gegebene Belichtungssituation ermitteln oder mehrere Kameras leichter aufeinander angleichen. Es hilft auch dabei, wenn wir neue LUTs bzw. Presets für die Foto- und Videobearbeitung anlegen möchten.
Ein super Set das für die meisten Leute ausreichen dürfte, kommt in Form des Datacoler SpyderX Photo Kit, das auch ich mir gekauft habe. Die Preis-Leistung passt.
Was wir für die Hardware-Kalibrierung des Bildschirms brauchen
Monitore mit Hardware-Kalibrierung benötigen nur das Messgerät und keine zusätzliche Software, da sie ihre eigene Software mitbringen. Für Software-Kalibrierung kann die mitgelieferte Software des Colorimeters verwendet werden.
Kamera mit 10, 12 oder 14 bit. Entsprechender Monitor notwendig?
Nein, denn es sind unterschiedliche Dinge gemeint.
Bei der Bittiefe der Foto- oder Video-Datei beziehen wir uns auf die gemachte Belichtung, die sich aus ISO, Verschlusszeit und Blende zusammensetzt. Vom hellsten bis dunkelsten Farb- und Helligkeitswert, der unbearbeiteten Rohdatei. Es steht im entfernten Sinn zwar im Zusammenhang, aber die bit des Monitors sind an die Gesamtheit der theoretisch möglichen Farbabstufungen geknüpft wogegen die bit der Kamera-Datei den maximalen Dynamikumfang einer Belichtung beschreibt.
Frame Rate Control (FRC) – Wenn Monitore Farben simulieren
Auch wenn sich der Inhalt auf dem Monitor überhaupt nicht bewegt, erneuert ein Monitor entsprechend seiner Hz-Frequenz das Bild. Bei einem 60 Hz Monitor wären das also maximal sechzig Bilder die Sekunde. Nun gibt es die FRC-Technologie, mit der ein Monitor für unsere Augen nicht wahrnehmbar zwischen zwei Farben hin- und herschalten kann. So wird eine Farbe simuliert die außerhalb des nativen Farbumfangs vom Panel liegt.
Eine gelegentliche Schwäche von FRC ist, dass unter bestimmten Umständen FRC-Flickering auftreten kann, wo emulierte Farben flimmern können, sofern sich der Bildinhalt bewegt. Folgende GIF ist zur Veranschaulichung des Geschehens etwas übertrieben dargestellt:
Echte 8 bit vs 6 bit + 2 bit FRC
Ein 6 bit + 2 bit FRC Bildschirm ist heutzutage sehr selten und sollte für Foto- bzw. Videobearbeitung vermieden werden.
Echte 10 Bit vs 8 bit + 2 Bit FRC
Ein gutes 8 bit + 2 bit FRC Panel kann einem nativen 10 bit Panel ebenbürtig sein und in manch einem Fall sogar überbieten. Das hängt am Ende davon ab, wie gut der Hersteller die Möglichkeiten des Panels ausschöpft bzw. wie gut die verbaute Elektronik insgesamt ist.
Reaktionszeiten von Monitoren einfach erklärt – Relevant für Gaming
Dieser Abschnitt ist besonders für’s Gaming interessant. Also steigen wir direkt ein:
Hersteller-Spezifikationen vs Realität
Wenn man Monitore nur anhand der Herstellerspezifikationen vergleicht wird man die falschen Entschlüsse ziehen, weil standardisierte Industrie-Messmethoden die Realität verzerren. So kann auch ein minderwertiger Monitor, auf dem Papier, eine gute Figur machen.
Beispiel
Zwei immer wieder zu lesende Marketing Schlagwörter mit schnellen Reaktionszeiten sind 1ms GtG sowie 1ms MPRT. Aber leider sind diese Angaben mit Vorsicht zu genießen.
In folgender Kurve werden die Toleranzen gezeigt, wo die Messung unterhalb von 10% und oberhalb von 90% nicht mehr in die Wertung mit einfließen, obwohl sie noch gut vom Auge wahrgenommen werden können und später in Form von Black Level-Smearing oder Ghosting auftauchen können.
So ist die Herstellerangabe leider nicht die volle Wahrheit:

Grafik Quelle: hal.archives-ouvertes.fr/hal-00177263/document
Wenn ein Panel mit 1 MS beworben wird, dürfen wir also froh sein, wenn die GtG und MPRT Reaktionszeiten in Wirklichkeit nahe 4 MS liegen. Und folgende Grafik veranschaulicht, dass kein Monitor unter 240 Hz jemals den Wert von 4 MS erreichen kann:

Ab 240 Hz kaum wahrnehmbare Unterschiede
Damit das fliegendes UFO zu 100% scharf dargestellt wird, muss eine Bildwiederholrate von 1000 FPS erreicht werden. Jedoch ist das praktisch unmöglich, da es keinen Monitor mit solch einer Frequenz zu kaufen gibt. Wenn der Monitor in der Praxis wirklich ~4 ms schafft, wird es sich schon sehr flüssig anfühlen und das Bild sehr klar wirken.
Grey to Grey (GtG)
Der Grey-to-Grey Wert gibt an wie lange es dauert, bis ein Pixel zwischen zwei Farben wechselt. Für Gaming wird ein Wert von 1 ms angestrebt und für alles andere sind die gewöhnlichen 4 ms mehr als ausreichend.
Allerdings ist der GtG Wert alleine nicht Aussagekräftig, da er sehr vom MPRT Wert abhängt:
Motion Picture Response Time (MPRT)
Der MPRT-Wert ist der beste Indikator dafür, wie schnell die Reaktionszeit des Panels ist. Denn es drückt vereinfacht gesagt die Zeit aus, wie lange ein Pixel dargestellt wird. Während die Grafikkarte neue Pixel-Informationen sendet, ist der Pixel auf dem Monitor noch mit dem Wechsel der Pixel beschäftigt. Dadurch entsteht der Eindruck von Unschärfe und/oder Ghosting.
Ghosting ist dieser verschwommene Effekt, wie es weiter oben beim UFO gezeigt wird.
Kompetitive Spieler sollten den Wert von 1 ms, für High-FPS Gaming wie z. B. Counter-Strike oder Valorant, anstreben. Für Gelegenheitsspieler reicht auch ein Monitor mit 4 ms GtG bzw. MPRT aus.
VORSICHT: Bitte schaue dir den folgenden Test nicht an, falls du Epilepsie gefährdet bist!
Im UFO-Test von Blurbusters wird die Geschwindigkeit des eigenen Monitors demonstriert. In dem Test sehen wir oben ein Ufo, wie er im Idealfall dargestellt werden sollte und darunter weitere Ufos, die von links nach rechts fliegen.
Dort soll man eins der fliegenden Ufos mit den Augen verfolgen, wodurch wir einen subjektiven Eindruck der Geschwindigkeit unseres Monitors erhalten.
Input-Lag
Input-Lag entsteht während das Bild zum Bildschirm übertragen und schließlich dargestellt wird. Umso schneller das geschieht, desto besser eignet sich der Monitor fürs Gaming. Ein Monitor mit wenig Input-Lag kommt mit schnelleren Panels daher, die 144+ Hz ermöglichen.
Eine gute Erklärung dazu finden wir hier bei MSI oder in folgendem Experiment, wo Progamer aber auch Gelegenheitsspieler ihre Eindrücke schildern:
Meine Erfahrung mit Input-Lag und 240 Hz
Lange Zeit habe ich mit einem 60 Hz Monitor gespielt und mich gewundert, warum ich in Counter-Strike Headshots kassiere bevor der Gegner um die Ecke gekommen ist. Als ich von Input-Lag erfuhr wurde mir schnell klar was abgeht.
Seit dem ich ein 240Hz Monitor habe nehme ich Vorteile gegenüber anderen Spielern wahr, die spürbar länger brauchen um abzufeuern. So hat sich meine K/D/A merklich verbessert. Zwischen meinem 60Hz und 240Hz Monitor liegen Welten.
Auch die Maus-Bewegungen fühlen sich schon auf dem Desktop viel reaktionsschneller an und das Scrollen beim Surfen bildet keine Schlieren mehr.
Was ein Gaming Monitor mitbringen sollte
Du entscheidest was dir wichtig ist. Hier nur Mal worüber sich alle einig sind:
- Der Sprung von 60Hz auf 120~144Hz ist gewaltig. Aber der Unterschied von 144~165Hz zu 240Hz ist weniger spürbar.
- Mehr als 60Hz brauchst du nur, wenn dein Computer entsprechende FPS liefern kann und schnellere Titel wie z. B. Counter-Strike, Fortnite oder Battlefield gespielt werden.
- Für solche Titel lohnt sich auch ein Black-Equalizer, der die Bereiche in denen es dunkel ist aufhellt. So lassen sich Gegner besser erkennen und anvisieren.
- Für langsamere Spiele wie z. B. Anno 1800 oder Disco Elysium sind 60Hz optimal, da in der Praxis die Grafikqualität aufgedreht wird und es selten mehr als 60 FPS gibt.
- Monitore mit über 105 PPI sind optimal für ein scharfes Bild, mit weniger Treppenbildung bei aktivierten Anti-Aliasing. Mein 27″ WQHD Monitor, mit 109 PPI, hat sichtbar höhere Schärfe und feiner auflösende Details, als mein 24.5″ 240 Hz Monitor, mit 90 PPI.
Trotzdem kann sich z. B. auch ein WQHD Monitor für ein etwas weniger starken PC eignen. Denn für E-Sports Titel kann man die Grafikqualität runterdrehen um mehr FPS zu bekommen, allerdings in langsameren Spielen oder auch beim Surfen etc. die höhere Auflösung des Monitors genießen.
Mit „DLSS“ hat NVIDIA sowie AMD mit „RIS“ und „AMD Boost“ weitere Features um eine kleinere Auflösungen, mittels AI, auf die höhere native Auflösung des Monitors zu skalieren. Das kostet zwar etwas Bildqualität aber erhöht die FPS recht deutlich.
Transparenz
*Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen sowie auch an weiteren Affiliate-Netzwerken. Meine Arbeit wird hauptsächlich über hiesige Shop-Verlinkungen unterstützt, wo ich bei qualifizierten Käufen eine kleine Rückvergütung erhalte, ohne einen Cent extra für dich. Aber falls die Cookies der Partner, die man später einfach löschen kann, nicht akzeptiert werden, erhalte ich meist keinen Cent. Die Einnahme hilft mir unabhängig zu bleiben und die Qualität in meine Beiträge zu stecken, die du letztlich verdient hast. Auch mit dem Kauf meiner Lichtrebell Preset Collection tust du uns beiden ein Gefallen. Da ich auch schon öfter nach einem Trinkgeld-Link gefragt wurde: PayPal.Me
Dieser Beitrag ist NICHT gesponsert.
Diese Monitor-Kaufberatung für Bild- und Videobearbeitung sowie Gaming entstand erstmals in 2020 und wird seither gepflegt. Mein Anspruch ist es die besten und zuverlässigsten Informationen bereit zu stellen. Hier stecken viele Stunden, Nächte und Euros in diesem Beitrag, die ich kostenlos zur Verfügung stelle.
Falls du mit Lightroom oder Photoshop arbeitest, könnte auch meine Lichtrebell Preset Collection etwas für dich sein:
Danke! 🙂
Die besten Einsteiger Monitore für Fotografie & Videobearbeitung
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- IPS 4K/60Hz Panel mit 10 Bit Farbtiefe und 95% DCI-P3 Farbraumabdeckung bei 140 ppi
- Hardware-Kalibrierung
- USB Type-C Anschluss, mit 60W Power Delivery und alternate DisplayPort. Damit kann der Monitor einen Laptop laden und verbinden oder z. B. an diverse Dockinstationen angeschlossen werden. Quasi ein Kabel für alles und dadurch weniger Kabelsalat.
- AMD FreeSync und AdaptiveSync
- 2x HDMI und 1x DisplayPort 1.4
- USB-Hub mit 2x USB-A
- Ergonomischer Standfuß mit Tischbefestigung (höhenverstellbar, Neig- und drehbar, mit Pivot-Funktion)
- Eingebaute Lautsprecher mit 2x 5 Watt und Kopfhörer-Anschluss
Der LG UltraFine 32UN880(K)-B eignet sich sehr gut für den Videoschnitt, da wir im Schnittfenster, mit 2160 Pixel in die Höhe, mehr Arbeitsfläche erhalten. Dadurch können wir mehr Zeilen stapeln und dennoch eine übersichtliche Timeline wahren.
Die nächst besseren Monitore sind die folgend aufgelisteten BenQ PhotoVue Monitore, die eher in der Oberklasse mitspielen. Da die BenQ aber weitaus teurer sind, erhält der LG UltraFine 32UN880(K)-B meine uneingeschränkte Preis-Leistung Empfehlung.
Direkt zum LG UltraFine 🛒(Amazon*) oder bei meinen Partnern Galaxus (🛒Link) – Coolblue (🛒Link) – Proshop (🛒Link)
Falls dir eine weiße Rückseite und ein normaler Standfuß lieber sind, greife zum äquivalenten 🛒LG Ultrafine 32UQ850V-W (Amazon*):
Unterschiede:
- 90W Power Delivery (statt 60W)
- 2000:1 Kontakt (statt 1000:1 – sehr geringer Unterschied, wird sich real kaum unterscheiden)
- Mit Standfuß und weißer Rückseite (statt schwarz mit dem Schwenkarm)
- VESA Display HDR400 (statt HDR10)
Aber Hand auf’s Herz: Für HDR eignen sich die beiden zuletzt genannten Ultrafine-Monitore nicht. Da müsste man schon zu einem OLED greifen, und die haben dann andere Problemchen.
Coolblue (🛒 Link) – Galaxus (🛒 Link)
Die besten Monitore für Bildbearbeitung, Videoschnitt und Grafikdesign mit großem Farbraum (sRGB/AdobeRGB/DCI-P3)
Nachfolgend kommen die Monitore, die sich für fortgeschrittene Anwender und Profis eignen.
Die Eierlegende-Wollmilchsau, mit unschlagbarem Preis-Leistungsverhältnis?
ASUS schickt mit dem ProArt PA27UCGE 🛒 (Amazon*) einen mit Profi-Eigenschaften vollgepackten Monitor, für „nur“ 750€ ins Rennen. Eine Seltenheit in dieser Kategorie ist neben der Delta <1 und dem integrierten Colorimeter, das schnelle Panel mit 160 Hz.
- 27 Zoll UHD/4K (3840×2160 Pixel) – 163ppi (Retina-Auflösung)
- 160 Hz (für Gaming: Adaptive-Sync möglich)
- Helle 600 Nits
- 10bit Panel mit 100% sRGB & 98% DCI-P3 Farbraum-Abdeckung und Delta <1 Farbgenauigkeit
- Entspiegelt
- integrierter USB-Hub mit 2x USB 3.0 und 1x USB-C 96W Power-Delivery
- 2x 2W Lautsprecher
- integrierter Sensor für automatische Hardware-Kalibrierung
- VESA 100×100 kompatibel
- 5 Jährige Garantie (nach Registrierung)
- 3 Monate kostenlos Adobe Creative Cloud
Direkt zum ASUS ProArt PA27UCGE 🛒 (Amazon*)
BenQ macht
EIZO-ähnliche Features zum halben Preis?
Das besondere an hochwertigen Monitoren von EIZO ist die gleichmäßige Wiedergabe von Farben und Helligkeit über das gesamte Bildfeld. Mit dem 🛒PhotoVue 272Q 2K (27 Zoll) oder PhotoVue SW242Q (24 Zoll) kommt ebenfalls die Uniformity-Technologie, die das gleiche Ziel gekonnt verfolgt. Darum würde ich mich bei einem Neukauf wahrscheinlich wieder für einen BenQ PhotoVue entscheiden (aktuell habe ich noch den Vorgänger SW270C).
Mit dazu gibt’s eine gute Hardware-Kalibrierung via 16 bit 3D-Look-Up-Table sowie eine im inneren aus schwarzem Samt beschichtete Lichtschutzblende, die seitliche einstrahlendes Licht blockiert. Die akkurate Farbwiedergabe wird durch Hardware-Kalibrierungsfunktion inkl. gut funktionierender Software „Palette Master Ultimate“ sichergestellt.
Kaufe den BenQ PhotoVue SW272Q (Amazon*). Wenn mein aktueller Monitor heute den Geist aufgeben würde, wäre dieser BenQ in meiner engeren Wahl. Mich überzeugen die Qualität des Panels und die mühelose Funktion der zugehörigen Software.
BenQ 27″ 4K / UHD Variante
Den o. g. BenQ Monitor gibt’s auch als 🛒BenQ PhotoVue SW272U (Amazon*)
Das U im Namen steht für UHD 3840x2160p / 4K.
Zu bedenken ist hier die höhere Pixeldichte bei gleicher Bildschirmgröße von 27 Zoll, was zur Folge hat, dass man wohl die Skalierung der Schriften vergrößern möchte. Die native Skalierung von 100% würde bei der Pixeldichte von 163ppi (statt 105ppi) eher eine kleine Schriftgröße zur Folge haben.
Einen optisch qualitativen Unterschied zwischen 105 und 163ppi sehe ich erst, wenn ich näher als ich sollte vor dem Monitor sitze.
Wer aber z. B. beim Videoschnitt mehr auf der Timeline sehen möchte und auch die native Skalierung beibehält, hat mit dem 4K Monitor quasi mehr Fläche. Man benötigt zum Schneiden von 4K Videos aber keinen 4K Monitor, denn i. d. R. wird ein Video im Schnittfenster mit halber oder viertel Auflösung dargestellt.
Die besten Monitore für Gaming, die auch für Bildbearbeitung und Videoschnitt taugen
Wer einen Monitor für Gaming aber auch Produktivität sucht und weniger als 400 Euro ausgeben möchte, wird in dieser Kategorie fündig.
Einen preiswerten aber sehr guten Einstieg gibt’s mit dem MSI MAG 274URFWDE 27 Zoll Monitor (Amazon*):
- IPS 4K/160Hz Panel mit 10 Bit Farbtiefe und 99% sRGB bzw. 93% AdobeRGB Abdeckung bei sehr scharfen 163 ppi
- Software-Kalibrierung möglich
- USB Type-C Anschluss, mit 15W Power Delivery und alternate DisplayPort.
- FreeSync Premium und AdaptiveSync
- Matte Beschichtung
- 2x HDMI 2.1 und 1x DisplayPort 1.4a
- USB-Hub mit 2x USB-A
- Ergonomischer Standfuß
- Kopfhörer-Anschluss
Produktdatenblatt (PDF Herstellerseite)
Zu einem Preis von unter 400 Euro sehr empfehlenswert. Auch ein ergonomischer Schwenkarm via VESA 75*75 Aufnahme lässt sich montieren, damit mehr Platz auf dem Schreibtisch zur Verfügung steht. Er lässt sich drehen, neigen und in Pivot-Stellung nutzen.
Für die Hardware-Kalibrierung kommen der Spyder* als auch Calibrite-Modelle* (Amazon*) in Frage.
LG UltraGear 27GR83Q-B
Ebenfalls sehr beliebt für Gaming + Produktivität ist der 🛒27GR83Q-B (CoolBlue*):
Das ist ein 27″ WQHD Monitor (109 PPI), mit bis zu 240Hz, 95% DCI-P3 Farbraumabdeckung (32% mehr als sRGB). Außerdem lassen sich nach einer Hardware-Kalibrierung auch gut Bilder und Videos damit bearbeiten.
Praktisch ist auch der USB-Hub, an die z. B. eine kabelgebundene Maus, Webcam oder Tastatur angeschlossen werden können. So lässt sich ggf. der längere Kabelweg zum Rechner vermeiden.
Beste UltraWide-Monitore für Gaming, Bildbearbeitung & Videoschnitt (Preis-Leistung)
Wer im sRGB oder DCI-P3 Farbraum Videos bearbeiten, Spiele entwickeln oder zocken möchte, wird mit dem *ASUS ProArt PA348CGV🛒(Amazon*) die kleinsten Kompromisse eingehen:
- 34″ Bildschirm (curved) – 3440x1440px – 110ppi
- 21:9 Seitenverhältnis
- 120Hz
- entspiegelt
- HDR10
- 10bit IPS-Panel: 100% (sRGB / REC.709), 98% (DCI-P3)
- Adaptive Sync, AMD FreeSync Premium
- Ergonomischer Standfuß (Höhenverstellbar ±30° und neigbar ±23°/-5°)
- USB-Hub mit 4x USB-A 3.0
- Displayanschlüsse: 2x HDMI 2.0, 1x DisplayPort 1.4 sowie USB-C 3.0 mit DisplayPort 1.4 Upstream + PD-Out 90W
- VESA 100×100 (belegt durch Standfuß)
Zubehör
Was ich persönlich nicht mehr missen möchte, ist ein Monitor-Arm, durch den ich mehr Platz auf dem Schreibtisch habe und ggf. auch den Monitor näher an die Wand bekomme. Empfehlenswert ist 🛒dieser von Huano Monitor-Arm (Amazon*), der Bildschirme bis 9kg über den VESA-Anschluss tragen kann. Die zuletzt genannten Ultrawide Monitore kommen ohne Standfuß auf ca. 7kg. Von dem Huano-Monitorarm habe ich zwei Stück seit über 2 Jahren im Einsatz; die Preis-Leistung ist super. Es gibt sicher bessere Monitorarme für Leute, die den Arm viel bewegen wollen, aber wer den Arm selten bewegt, kommt hier voll auf seine Kosten.
Die beste Tischlampe ever – BenQ ScreenBar Monitor Lampe
Die Benq ScreenBar (Amazon*) möchte ich nie mehr missen. Sie nimmt kein weiteren Platz auf dem Schreibtisch ein da sie direkt auf dem Monitor platziert wird und macht die Augen nicht müde, da sie nicht blendet; weder die Augen, noch den Monitor.
Du hattest einen Favoriten, der hier nicht dabei war?
Das wird vermutlich daran liegen, dass ich den Monitor bewusst ausgesiebt habe, da er auf die eine oder andere Weise unterlegen gewesen ist. Mir war es wichtig, die besten Angebote auf dem Markt bzgl. Preis/Leistung zusammenzufassen. Falls du eine Frage, Ergänzung oder Anregung zu meiner Liste hast, können wir uns in den Kommentaren darüber unterhalten. 🙂
Peace,
Baris




















