35mm vs 50mm Vollformat Allrounder Objektive im Vergleich & Test

von Lichtrebell

Da ich mein Objektiv Line-Up neu ausrichte, habe ich viel über 35mm vs 50mm Objektive, am Vollformat Sensor gegrübelt.

Das 35er kommt regelmäßig für die dokumentarische Fotografie, bei z. B. Hochzeiten, zum Einsatz und das 50mm für Environmental Portraits. Aber irgendwie hat sich mein Fotografie-Geschmack zum Vorteil des 50ers geändert. Und da 50mm vs 35mm auf den ersten Blick nah beieinander liegen, stelle ich mir die Frage: Brauche ich überhaupt beide Brennweiten?

Um das herauszufinden, habe ich zwei weitere Fragen dazu:

  • Wie groß ist der Unterschied zwischen den Brennweiten wirklich?
  • Und wann greife ich eigentlich zum 35mm und wann zum 50mm Objektiv?

 

Das Video dazu auf YouTube

 

35mm vs 50mm – Bildwirkung bei gleicher Motivgröße und Blende

Schauen wir uns doch direkt Mal an, was zwischen dem 35mm und 50mm Objektiv passiert, wenn die Motivgröße (Abbildungsmaßstab) gleichbleibt.

 

Bildwirkung bzw. Perspektivische Eigenschaften von 35mm vs 50mm

Wie wir sehen können, ist der perspektive Unterschied beachtlich.

Um mit beiden Objektiven die gleiche Motivgröße zu erreichen, muss ich mit dem 35mm Objektiv um 30 cm näher heran, als mit dem 50mm Objektiv.

30 cm.

Das ist in der Praxis nur ein kleiner Unterschied, den ich mit leichtem nach vorne beugen kompensieren kann. So möchte ich fast behaupten, dass ich die Motivgröße eines 50mm Bildes, meistens auch mit einem 35mm Objektiv bekommen kann.

Entscheidend ist jedoch, dass ich mit einem 35mm oder 50mm Objektiv, bei gleichbleibender Motivgröße (bzw. gleichem Abbildungsmaßstab), ein deutlich anderes Bild bekomme:

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Weil die Kamera mit dem 35mm Objektiv, für den gleichen Abbildungsmaßstab des Motivs näher dran ist, dominiert der Vordergrund etwas stärker. Und aufgrund der Weitwinkel-Natur, wird auch der Hintergrund weiter weg gepresst. Wogegen das 50mm Objektiv weiter vom Hauptmotiv zurückgenommen werden muss, damit der Abbildungsmaßstab der gleiche ist.

 

Näher dran und trotzdem mehr drauf

Obwohl die Kamera mit dem 35mm Objektiv dichter am Motiv dran ist, haben wir mehr Umgebung drauf, als mit dem 50mm Objektiv.

Das heißt also, dass ich durch alleiniges wechseln der Sensor Position, nicht die Bildwirkung einer anderen Brennweite imitieren kann. Denn wenn wir die Position wechseln, ergibt das vielleicht denselben Abbildungsmaßstab, aber eine völlig andere Perspektive.

Und das ist insbesondere für Motive wichtig, die wir auf kurze (Portrait-)Distanz fotografieren.

 

Das 35mm Bild auf 50mm schneiden

Wir können aus einem 35mm Bild immer auch das 50mm ausschneiden. Aber dann ist die Freistellung bzw. das Bokeh entsprechend geringer. Da wollte ich Mal sehen, wie stark der Unterschied auffällt:

Vorher = Nikon Z 50mm 1.8 S @ F/1.8
Nachher = Nikon Z 35mm 1.8 S @ F/1.8 auf 50mm Bildwinkel angeglichen

 

Wie entscheide ich mich intuitiv zwischen 35mm vs 50mm?

Um den Unterschied der Brennweiten zu zeigen, war der Vergleich bei gleichem Abbildungsmaßstab wichtig. Allerdings denke ich nicht, dass man sich das 35mm Objektiv kauft, um es wie ein 50mm Objektiv zu benutzen. Und da liegt der Knackpunkt!

Zum Beispiel spreche ich bei meinen YouTube Videos gerne in das 35mm Objektiv, da ich eine persönlichere Atmosphäre schaffen möchte. Das gelingt mit dem 35mm Objektiv etwas besser, da meine Sichtlinie zur Kamera kürzer ist. Also gucke ich meinem “Gegenüber” von einer kürzeren Distanz in die Augen. So etwas spürt man als Zuschauer, wenn auch nur unbewusst.

 

Test bei sinnvoller Portrait-Entfernung mit Ausrichtung der Umgebung

Folgend habe ich die Komposition so gewählt, wie sie mir mit jeweiligem Objektiv am besten gefällt. Was schließlich dazu führte, dass ich mit dem 35mm Objektiv etwas kleiner abgebildet werde. Und trotzdem wirkt es mit dem 35mm persönlicher.

 

Vorher = Nikon Z 35mm 1.8 S
Nachher = Nikon Z 50mm 1.8 S

Beide Objektive mit Offenblende fotografiert:

 

Zudem ist der Hintergrund perspektivisch weiter weg. So sieht man ein wenig mehr von meinem Arbeitsplatz, was ein wenig mehr über meine Wenigkeit verrät und dem Zuschauer die Chance gibt, ein Teil meiner “Welt” zu werden.

 

Ein Vergleich zwischen 35mm vs 50mm aus der echten Welt

Bei einer echten Hochzeitsreportage hatte ich für das Brautpaar-Fotoshooting das 35mm 1.4 Objektiv auf der einen Kamera und das 50mm 1.8 auf der anderen. Da ich beim Brautpaar-Fotoshooting bemerkte, dass ich etwas weniger Umgebung mit drauf möchte, habe ich auf das 50mm Objektiv gewechselt und den gleichen Abstand beibehalten.

Das 35mm Bild ist oben und rechts leicht beschnitten.

Vorher = Sigma 35mm 1.4 ART an der D750
Nachher = Nikkor Z 50mm 1.8 S an der Nikon Z6.

Beide Objektive auf F/1.8:

 

Weitere Gedanken zum 35mm Objektiv an Vollformat

Das 35mm Objektiv ist genau genommen kein Standard- sondern ein Weitwinkel-Objektiv. Ein Weitwinkel-Objektiv, mit richtig guten Allrounder-Fähigkeiten.

In einem optimalen Szenario nutze ich das 35mm als Brücke zwischen Person(en) und Umgebung. Denn obwohl ich relativ nah dran bin, bekomme ich viel Umgebung mit auf’s Bild.

Folgende Bilder sind mit diesem lichtstarken 35mm Objektiv entstanden.

Allerdings bekomme ich bei einem “gesunden” Abbildungsmaßstab für Portraits schon viel Kontext auf das Bild. Hier einige Portrait Beispiele, mit 35mm Objektiv, wo ich versuche die perspektivische Verzerrung mit der Aufnahmerichtung- und höhe sowie Model-Posing entgegenzuwirken:

 

Das 50mm Objektiv ist mir ans Herz gewachsen

An Vollformat-Sensoren wird das 50mm Objektiv gerne als “zu gewöhnlich” oder “langweilig” abgetan, da es perspektivisch den Sehgewohnheiten des Menschen entspricht. Und früher habe ich sehr ähnlich empfunden. Aber mit zunehmender Erfahrung, habe ich die Vielfältigkeit der Brennweite zu lieben gelernt und auch erkannt, welch subtile Schönheit diese Brennweite mitbringt.

Ich nutze das 50mm Objektiv in sehr vielen Bereichen. Und wenn ich Mal mehr Weitwinkel benötige, mache ich schnell ein Panorama aus 3 bis 6 Bildern, wie z. B. bei diesem Bild:

50mm Portrait Objektiv Vollformat

Aber manchmal werden es auch ein paar Bilder mehr:50mm Objektiv Brenizer MethodeSri Lanka Kochi - Mann schläft in seinem Autorikscha (Tuk Tuk)

So muss ich zwischendurch nicht das Objektiv wechseln und bekomme nebenbei noch die optischen Vorzüge meines neuen Lieblings-Objektivs mit, worauf ich gleich noch zu sprechen komme.

 

Bearbeitung der gezeigten Bilder

Alle Bilder, die ich auf diesem Blog veröffentlicht habe, sind mit diesen Presets bearbeitet. Jedes Preset kommt in mehreren Ausführungen, damit du schneller zum gewünschten Ergebnis gelangst. Außerdem sind Effekt-Presets inbegriffen, mit denen du schnell eine passende Vignette oder Körnung hinzufügen bzw. entfernen kannst.

Die Presets funktionieren mit jeder Lightroom Version und Photoshop (Camera Raw) und kommen mit Adobe Standard und Adobe Standard V2 Profilen. Hier kannst du mehr dazu erfahren und viele Beispielbilder sehen.

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Andere Faktoren für die Entscheidung für ein Objektiv

Für mich ist eine Brennweite erstmal das eine, aber wie viel Spaß mir das Objektiv bringt das andere. Bevor ich zum Nikon Z-System kam, habe ich viel mit manuellen Objektiven fotografiert, da mir die Bilder daraus einfach besser gefallen haben, als aus den Autofokus-Optionen.

Das Voigtländer 58mm 1.4 SLII N oder Zeiss APO Sonnar 135mm F/2 waren meine Objektive für Portraitfotografie. Erst viel später verdrängte das damals neue Sigma 85mm 1.4 ART, mein Zeiss APO Sonnar 135mm F/2.

Allerdings bin ich sehr zufrieden mit den neuen Z Nikkoren. Sie bringen all das mit, was ich mir von einem Objektiv wünsche. Eine lebensechte Darstellung, mit dem gewissen Etwas. Aber auch sehr hohe Schärfe, schon ab Offenblende.

 

Was ich mit dem 50mm fotografiere

Insbesondere für Fotos von und mit Menschen nutze ich das 50mm Objektiv extrem gerne. Denn manchmal möchte ich ein näheres Feeling, als ich mit dem 85mm Objektiv erreichen kann. Oder ich möchte die Umgebung stärker miteinbeziehen. Und wenn sich der Bildinhalt bewegt, wird ein Panorama schwierig.

Hier ein paar Beispielbilder von mir, die ich mit dem Nikkor Z 50mm 1.8 S aufgenommen habe. Alle offenblendig mit F/1.8:

50mm Portrait vs 35mm Vergleich50mm Portrait vs 35mm Vergleich35mm vs 50mm Vergleich Vollformat35mm vs 50mm Vergleich Vollformat35mm vs 50mm Vergleich Vollformat35mm vs 50mm Vergleich Vollformat50mm Portrait vs 35mm Vergleich35mm vs 50mm Bokeh35mm vs 50mm Bokeh35mm vs 50mm Portrait35mm vs 50mm35mm vs 50mm Bokeh

 

Mein Lieblings-Objektiv

Ja, ich bin begeistert.

Das Nikon Z 50mm 1.8 S ist mein Lieblings-Objektiv. Es hat das 3D-Feeling, das ich vom Voigtländer 58mm 1.4 SLII kenne aber ist schon bei Offenblende extrem scharf, bis in die Ecken. Zudem kommt es mit schönem Bokeh und ohne störende Chromatische Aberrationen daher.

Beim Nikon F-Mount war ich lange damit geplagt, keine wirklich guten Optionen im 50mm Bereich zu haben. Entweder hatten die Objektive das erwünschte, schöne Bokeh oder aber sie waren nicht so richtig scharf. Auch weitere Probleme wie Chromatischen Aberrationen sind bei Nikon F allgegenwärtig.

Das neue Nikon Z 50mm 1.8 S hingegen ist in allen Belangen einfach hervorragend. Die Schärfe und das Bokeh gehören zum Besten, was jemals gebaut wurde. Und auch wie Chromatische Aberrationen kontrolliert werden, finde ich phänomenal.

Das schnellste was ich fotografiere sind rennende, tanzende oder springende Menschen. Und das verfolgt der Autofokus ohne Zucken und Fiepen.

Wenn ich nur ein Objektiv für das Nikon Z System besitzen dürfe, wäre es dieses Objektiv:

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Meine Erfahrungen und Beispiele zum Nikon Z 35mm 1.8 S

Zwar entlockt mir das Nikon Z 35mm 1.8 hin und wieder ein freudiges Schmunzeln, aber es ist optisch nicht auf dem extrem hohen Niveau des Nikkor Z 50mm 1.8 S.

Jedoch sieht es im Vergleich zum Sigma 35mm 1.4 ART am FTZ-Adapter schon wieder anders aus. Insbesondere außerhalb der Bildmitte, ist das Nikkor deutlich schärfer und hat auch einen etwas schnelleren und leiseren Autofokus, Aber dazu kommt noch ein ausführlicher Bericht.

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Wie groß ist der Unterschied von Blende 1.4 zu Blende 1.8

Um das zu testen, habe ich mein Sigma 35mm 1.4 ART und Nikon Z 35mm 1.8 S herangezogen und zwei Direktvergleiche gemacht.

VORHER: Nikon Z 35mm 1.8 S @ F/1.8
NACHHER: Sigma 35mm 1.4 ART @ F/1.4.

Also beide Objektive mit Offenblende fotografiert:

VORHER: Nikon Z 35mm 1.8 S @ F/1.8
NACHHER: Sigma 35mm 1.4 ART @ F/1.4.

Wieder beide mit Offenblende fotografiert:

An dieser Stelle möchte ich mich mit einer Bewertung zurückhalten und dir das Feld überlassen. Was kannst du diesem Bokeh-Vergleich entnehmen?

Und welches Bokeh findest du besser?

Schreib’ doch gerne Mal ein Kommentar dazu.

 

Zoom-Objektive wie das 24-70mm 2.8 oder 4.0

Ich benutze extrem selten ein Zoom, da ich die Freistellungsmöglichkeiten und auch den ISO-Vorteil von Festbrennweiten bevorzuge. Aber rein theoretisch deckt ein Zoom ja viele Brennweiten ab. In meinem Fall kommen mir drei entscheidende Gründe in den Sinn, wann ich mein Zoom meinen Festbrennweiten vorziehe. Vorausgesetzt, ich habe nur eine Kamera dabei:

  1. Eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit, z. B. auf einem Boot oder einem Konzert.
  2. Fotografie spielt eine untergeordnete Rolle; da packe ich dann z. B. nur das 24-70/4.0 und das 50 1.8 ein.
  3. Ich habe keine Möglichkeit rechtzeitig das Objektiv zu wechseln oder es wäre zu riskant wg. Wetter/Schmutz etc.

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Naheinstellgrenze und Makrofähigkeit von 35mm vs 50mm Objektiven

Kürzere Brennweiten haben in der Regel den Vorteil, dass man näher an die Sachen herankann. Und so komme ich mit dem 35mm Objektiv etwas näher ans Motiv, als mit dem 50mm Objektiv.

Die Naheinstellgrenzen meiner Objektive:

Nikon Z 35mm 1.8 S = 25 cm
Nikon Z 50mm 1.8 S = 40 cm

Wenn man sich die Naheinstellgrenzen ansieht, könnte man vielleicht denken, dass die längere Brennweite des 50ers, die Naheinstellgrenze des 35ers ausgleichen kann.

Aber wie wir sehen, ist dem nicht so.

Vorher = Nikon Z 50mm 1.8 S @ F/5.6
Nachher = Nikon Z 35mm 1.8 S @ F/5.6

 

Also was jetzt – 35mm oder 50mm Objektiv kaufen?

Das hängt am Ende von den persönlichen Präferenzen und der eigenen Situation ab. Ich habe festgestellt, dass beide Objektive in meiner Fototasche koexistieren können, ohne sich im Weg zu stehen. Es wäre sogar schwer, mich vom 35mm oder 50mm Objektiv zu trennen, da beide Objektive einen anderen Zweck erfüllen.

Das ist ein bisschen so, als würden wir den Koch fragen, ob er auf seinen Ofen oder den Herd verzichten möchte. Im Endeffekt brauche ich beide Brennweiten, um meine Fotografie-Bereiche abzudecken.

Allerdings fände ich die Kombination aus lichtstarkem 28mm und 50mm Objektiv, vielleicht sogar noch besser. Nikon hat zwar ein kompaktes 28mm für den Z-Mount angekündigt, aber es bleibt abzuwarten, was genau da kommt.

 

Kleiner Exkurs zum 28mm Objektiv

Alle Bilder mit 28mm, bei F/2:

 

Empfohlene Beiträge, die diesen Beitrag abrunden

Falls du noch was zu 24mm vs 35mm lesen und sehen möchtest, empfehle ich dir mein Sigma 24-35 ART Test. Dort gehe ich besonders auf die Unterschiede zwischen 24mm, 28mm und 35mm ein.

Ansonsten könnte auch mein Beitrag über Portrait Brennweiten und Perspektiven interessant für dich sein.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass dir meine Einsichten, Erklärungen und Vergleiche, bei deiner Entscheidung weiterhelfen werden.

Peace,
Baris

9 Kommentare

9 Kommentare

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Christian 2. Mai 2020 - 20:21

Lieber Baris, danke für den lesenswerten Beitrag! Er berührt genau meine Überlegungen. Eine Frage off topic: hast Du da echt drei Monitore stehen? Welche sind das denn?

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Lichtrebell 3. Mai 2020 - 21:45

Hi Christian, das sind diese hier. Das sind zwei Monitore und ein Aquarium-Style Computer-Case mit einstellbarer Beleuchtung darin. :)) Der PC ist eigentlich eher eine Spielerei die ich mir als Kind nicht leisten konnte. 😁🤷‍♂️

Zu Monitoren arbeite ich schon länger an einem Beitrag, der nun erst zu 70% fertiggestellt ist.

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Lichtrebell 4. Juli 2020 - 12:34

Hallo Christian, habe meine Monitore getauscht und in einer Monitor-Kaufberatung auch weitere Infos zum Thema verfasst. Hoffe das hilft dir noch. 🙂

Grüße,
Baris

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Dirk 5. Mai 2020 - 12:35

Hi Baris, das Thema beschäftigt mich auch schon eine Weile und ich danke dir für den Beitrag. Ich besitze derzeit beide Brennweiten für meine Z6, nutze das 35mm aber deutlich häufiger. Das kommt wahrscheinlich davon, dass ich sehr lange und viel mit dem 35mm am DX Format fotografiert habe und es mir deshalb momentan tatsächlich etwas lamgweilig erscheint. Ich denke mein persönliches Holy Trinity für die Z6 wird das 20/35/85mm werden.

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Lichtrebell 5. Mai 2020 - 12:59

Hi Dirk, die Kombo halte ich auch für sinnvoll. Das neue Z 20mm ziehe ich auch in Erwägung. Ist mir derzeit aber zu überteuert. Ja das 50mm an Vollformat nehme ich hauptsächlich für environmental Portraits. Finde dafür ist es bei Einzelfotos unschlagbar.
LG
Baris

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Frank S. 10. Juli 2020 - 14:57

Hallo Baris,
danke für die Tests. Wenn ich mir das Bokeh und die Schärfe zw. Sigma 35 Art und 35 s anschaue, würde ich ganz klar das Sigma favorisieren. Den weich aufgelösten HG bekommst Du eben nur mit F1.4 hin. Zumindest bei 35mm Brennweite! Meine Traumline an Z wäre ein 35 F1.2s.
Grüße
Frank

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Lichtrebell 10. Juli 2020 - 16:49

Hi Frank,
ein Z 35 1.2 S würde ich auch SEHR begrüßen! 🙂
LG Baris

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Emanuel 28. August 2020 - 0:13

Auf den ersten Blick wirkt das Bokeh des Sigma 35/1.4 besser, weil die Unschärfen natürlich stärker ausgeprägter sind.
Aber auf den zweiten Blick finde ich das Bokeh des Nikon 35/1.8 harmonischer. Sieht man z.B. an der Pflanze links im Vordergrund.
Ich finde mehr und mehr wichtiger, wie die Qualität der Unschärfen ist, nicht wie stark sie ausgeprägt sind.

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Christoph 25. Oktober 2020 - 15:01

“Wenn ich nur ein Objektiv für das Nikon Z System besitzen dürfe, wäre es dieses Objektiv:” (1,8/50mm) – schreibt Lichtrebell hier. Ausgezeichnet! Endlich mal einer, der nicht von Mega-Zooms träumt. (12-400mm mit 3 Objektiven lückenlos – heute kein Problem mehr.) – Aber kein Mensch auf der Welt braucht zwingend ein 39mm-Objektiv; sondern: Jede Entscheidung für eine bestimmte Brennweite (Bildwinkel) ist eine Entscheidung für einen bestimmten Ausdruck, – gerade so, wie ich mich für eine bestimmt Farbintensität, einen bestimmten Kontrast usw. im Bild entscheide. Und diese Entscheidungen für einen bestimmten Ausdruck wollen BEWUSST getroffen sein und nicht ungefähr oder zufällig. Aber die Zoomerei verleitet hier leider zum Wischiwaschi, korrumpiert geradezu das Gefühl für den jeweiligen Ausdruck hinsichtlich der gewählten Brennweite bzw. des Bildwinkels. – Und last but not least: Das Zoom wurde für den Film erfunden, dort sind Fahraufnahmen überhaupt nur möglich.
Christoph

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