Home Sigma Autofokus justieren (effektiv und einfach) + Sigma Art Beispielfotos

Sigma Autofokus justieren (effektiv und einfach) + Sigma Art Beispielfotos

Sigma Autofokus justieren

Sigma Autofokus justieren (effektiv und einfach) + Sigma Art Beispielfotos

Hier zeige ich dir die einfachste und effektivste Methode, den Autofokus deiner Sigma Objektive einzustellen. Vorher zeig ich dir viele Bilder, die ich mit den Objektiven gemacht habe. Auch Tamron Objektive lassen sich so justieren.

Folgende Objektive besitze ich und konnte damit reichlich Erfahrung sammeln und Bilder machen:

Zum justieren benötigen wir folgendes Zubehör:

Und nun auf zu den Bildern. Bearbeitet habe ich alle Bilder mit meinen Presets die du auch bei mir im Shop findest. Überwiegend nutze ich die Presets: Brownie,  Pure, sowie mein neues Preset „Natural Chroma“. All die Presets bekommst du in meinem Preset-Komplett-Paket.

 

Sigma 85mm 1.4 ART Beispielfotos

 

Sigma 35mm 1.4 ART Beispielfotos

 

Sigma 24mm 1.4 ART Beispielfotos

 

Sigma Autofokus justieren

Anfangs hatte ich meine Sigma Objektive nur schnell und unfachmännisch justiert, obwohl ich das USB-Dock besitze. Mal traf der Autofokus und manchmal auch nicht.

Seitdem ich meine ART-Objektive ordentlich justiert habe, sind sie die zuverlässigsten und schnellsten F/1.4 Objektive, die ich jemals verwendet habe. Und das im Vergleich mit aktuellen F/1.4 bzw. F/1.8 Linsen von Nikon und Tamron. Das soll aber nicht heißen, dass die anderen Modelle deshalb schlecht sind. Im Gegenteil, viele Objektive sind teilweise Nischenprodukte, die ihre Stärken vielleicht beim niedrigeren Gewicht oder besonderen Bildeigenschaften haben.

Mit dem USB-Dock kannst du das Objektiv auf vier verschiedene Entfernungen justieren und neue Firmware aufspielen, ohne das Objektiv samt Kamera einschicken zu müssen. Ich habe zehn Tage ohne Kamera und Objektive dagestanden. Mit dem USB-Dock bist du mit etwas Übung in 30 Minuten durch.

Wer behauptet bei Marke X/Y nicht justieren zu müssen, hat bisher großes Glück gehabt. Ich musste insgesamt drei Nikon AF-S Objektive bei Nikon einsenden (28/1.8G, 85/1.4G und 105/2.8 VC), weil eine Besserung per AF-Feinjustierung nicht gegeben war.

Sobald man weiß wie scharf ein Objektiv wirklich sein kann, wenn der Fokus denn trifft, will man nicht mehr zurück und hat auch einen höheren Anspruch. Also, überlasse die Schärfe nicht dem Zufall, justiere noch heute. 😉

Mein Setup ist zwar aus Hausmitteln gebastelt, aber meine Objektive sind jetzt sowas von treffsicher. Das geht voll in Ordnung und du musst dir nicht extra professionelle Teile dafür besorgen. Wichtig ist echt nur, dass du alles gerade ausrichtest.

 

Was ist eigentlich das Problem mit dem Autofokus?

Bei einem lichtstarken Objektiv kommt es regelmäßig vor, dass der Phasen-AF des Bodies an das Objektiv angepasst werden muss. Sigma und Tamron bieten mittlerweile Dockingstationen an, damit man die Justierung selbst vornehmen kann, ohne Body und Objektiv einsenden zu müssen. Später kauft man sich vielleicht auch eine neue Kamera und muss erneut den Fokus justieren. Von daher ist ein Dock keine schlechte Sache.

Wer aber keine Lust darauf hat, die Justierung selbst zu machen, kann die Hersteller heranziehen. Das Hin und Her dauert ungefähr 7-14 Tage. In der Garantiezeit nehmen die Hersteller das Justieren, kulanterweise, kostenlos vor.

 

So gehen wir vor, wenn wir den Fokus selbst justieren wollen:

Ziel: Der Phasen-AF soll den selben Fokus wie der Live-View bzw. Kontrast-AF aufweisen.

Hierfür habe ich 20 kurze und einfache Schritte für dich. Wenn du es genau so machst wie beschrieben, wirst du anschließend höchst zufrieden mit deinem Sigma Objektiv sein. Das lässt sich natürlich auch mit Tamron Objektiven und dessen TAP-In Console so umsetzen.

Die Justierung sollten wir nur bei Tageslicht machen, da Kunstlicht zu ungenauen Einstellungen führen kann.

  1. Die Kamera stellen wir auf ein Stativ.
  2. Schnappen uns ein Buch oder sonst irgendwas flaches das wir aufstellen können. Dabei müssen wir sicher gehen, dass die Seiten nicht schräg- bzw. abstehen.
  3. Wir nehmen ein Buch das klare Kontraste aufweist. Beispielsweise ein schwarzes Buch mit weißer Schrift. Oder ein gelbes Buch mit blauer Schrift. Es dürfen auch gemischte Farben sein. Hauptsache es gibt Kontrastkanten.
  4. Nochmal genau darauf achten, dass das Buch parallel zur Sensorfläche steht.
  5. Nun legen wir ein Lineal oder Zollstock auf das Buch wie auf obigem Bild. Dadurch entsteht bei unseren Foto-Aufnahmen ein Verlauf von vorne nach hinten zum Buch auf dem Lineal. Daran erkennen wir am einfachsten, wie stark der Fokus sich verschiebt.
  6. Um den richtigen Abstand zwischen Kamera und Buch zu erhalten, finden wir oben auf der Kamera ein Symbol.Sigma Art justieren
  7. Die Kamera sollte nun auf 30 cm Abstand zum Buch stehen.
  8. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass wir das Objektiv auf F/1.4 gestellt haben bzw. auf Offenblende.
  9. Anschließend noch manuell eine Belichtung wählen und alle Testbilder gleich belichten. Unterschiede in der Belichtung können dazu führen, dass wir den Fokuspunkt anders wahrnehmen und es den Vergleich erschwert.
  10. Wir fokussieren erst im Live-View. Stellen dafür das AF-Kästchen so klein wie möglich ein.  Der Liveview nutzt Kontrast-AF, welcher sehr treffsicher ist und uns als Vorgabe für den Phasen-AF dienen wird. Nutze nur das mittlere AF-Feld und stell das Stativ auf die entsprechende Höhe.
  11. Wenn wir mit Live-View vorfokussiert haben, stellen wir den Liveview ab. Bevor wir nun mit dem Phasen-AF fokussieren prägen wir uns die Entfernungsskala oben am Objektiv genau ein. Wenn sich gleich beim fokussieren mit Phasen-AF, die Skala auch nur um 1mm verändert, liegt ein deutlicher Fokus Unterschied vor. Die Skala darf sich praktisch nicht bewegen.

    Sigma Autofokus justieren

    Das ist die Entfernungsskala auf dem Objektiv

  12. Bewegt sich die Entfernungs-Skala mit dem Phasen-AF in Richtung unendlich, dann haben wir einen Backfokus und in die andere Richtung einen Frontfokus. Merke, dass wir nur fokussieren müssen, die Kamera nicht auslösen lassen.
  13. Danach nehmen wir das Objektiv von der Kamera und gleichen es per USB-Dock an. Einen Backfokus korrigieren wir mit minus Werten, wir ziehen den Fokus aus der Ferne heran. Einen Frontfokus korrigieren wir mit plus Werten, also schieben wir den Fokus nach hinten. Ich empfehle dir dich mit einem Korrekturwert von +/- 4 vorzutasten.
  14. Das Spielchen machen wir, bis wir merken, dass unser Live-View Autofokus und Phasen-AF praktisch den selben Fokus finden. Es gibt maximal noch ein minimales Zittern in der Skala.
  15. Wenn der Fokus identisch scheint, machen wir 4x Bilder mit dem Live-View, um zufällige Patzer auszuschließen. Drehe dein Objektiv 2x in Richung unendlich und 2x in Richtung Naheinstellgrenze und lass den Fokus kommen.  Merke dir für später, dass die ersten 4 Bilder mit dem Live-View gemacht sind. Es sollten alle 4 Bilder gleich aussehen. Wir machen vier Bilder, weil ein Ausreißer dabei sein kann. Diese vier Bilder dienen uns später als Referenz.
  16. Das gleiche Spielchen machen wir jetzt auch mit dem Phasen-AF, der ja identisch mit dem Live-View zu fokussieren scheint. Denn im +/- ~1-2 Bereich kann es noch Abweichungen geben. Jedoch sehen wir dann in der Skala des Objektivs kaum einen Unterschied. Wir machen mindestens 6 Bilder. Wieder in beide Richtungen den Fokus drehen und kommen lassen, dann auslösen.
  17. Nun koppeln wir das Objektiv am USB-Dock an und laden die Bilder von der Speicherkarte auf den Rechner.
  18. Folglich schauen wir uns die 100/200% Ansicht am Computer, entlang des Linieals an. Wir achten darauf, in welche Richtung der Fokus abweicht und gleichen es per Dock nochmal genauer an. Der Live-View/Kontrast-AF und der Phasen-AF unserer Kamera müssen den identischen Fokuspunkt haben. Nur so ist sichergestellt, das du keine Autofokus Lotterie spielst, wann immer du fotografieren gehst. Lass dir ggf. Zeit und sei hier möglichst genau.
  19. Das machen wir für alle vier Abstände, die das USB-Dock Tool vorgibt. Für die unendlich Einstellung sollten wir etwas aus ca. 40-50m Entfernung suchen. Also Fenster öffnen oder ggf. rausgehen und vom Stativ aus etwas unbewegliches anfokussieren. Wieder Ausschau nach gewissen Kontrasten halten.
  20. Voila, dein Objektiv sollte jetzt optimal abgestimmt sein.

 

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Von mir verwendete und empfohlene Sigma Art Linsen

 

Weitere Beiträge über Sigma ART Objektive

Einen Test mit praktischen Tipps zur Anwendung des 24mm Objektivs findest du hier im Sigma 24mm Review.

Hier noch ein Review bzw.  Direktvergleich des 85mm ART gegen das Nikon AF-S 85/1.4G, das ich zuvor verwendet hatte. Außerdem habe ich das Sigma 85mm Art und Nikon 85mm 1.4G auch mit dem Tamron 85mm 1.8 VC verglichen.

 

Noch Fragen oder Anregungen?

Dann schreib mir unten in die Kommentare und ich melde mich ASAP!

Rebellische Grüße
Baris

 

2 comments

Olli 16. Mai 2018 at 10:00

Komm mal vorbei und stell mein 35 mal ein 🙂
Nach dem Firmware Update stimmen die Werte nicht mehr 🙁

Reply
Lichtrebell 16. Mai 2018 at 12:59

Das schaffst du doch selbst. Stell dich mal nicht an! 😀

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