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Die besten Objektive für allgemeine Fotografie – feat. Sigma 35mm 1.4 ART

written by Lichtrebell 12. Juli 2016

Die besten Objektive für allgemeine Fotografie – feat. Sigma 35mm 1.4 ART

Mit diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie wir mit einem 35mm Objektiv fotografieren können und warum ich denke, dass es die beste Brennweite für allgemeine Fotografie an einer Vollformat Kamera ist. Aber auch Fotografie begeisterte, die nicht mit Vollformat unterwegs sind oder damit einsteigen möchten, lasse ich nicht im Regen stehen.

 

Was ich mit allgemeiner Fotografie meine

In vieler Hinsicht ist ein 35mm 1.4 Objektiv der beste Allrounder. Für jemanden der sich in vielen fotografischen Bereichen bewegen möchte, kenne ich keinen besseren Anfang. Allgemeine Fotografie trifft daher den Nagel auf den Kopf. Denn mit dieser Linse können wir vieles vorzüglich fotografieren, ohne Kompromisse in der Bildqualität zu machen. Dazu gleich mehr.

Wenn also jemand gerade in die Fotografie einsteigt, wäre ein 35 1.4 oder ein Objektiv ähnlicher Natur, meine klare Empfehlung. Für jedes System gibt’s sinnvolle Alternativen, die ich in dem übernächsten Punkt erstmal aufliste, bevor es richtig losgeht. Falls du also kein Vollformat verwendest, ersetze das 35 1.4 gedanklich einfach mit der zu deinem System passenden Alternative. Falls du weitere Fragen haben solltest, schreib’s mir unten in die Kommentare. Wenn ich kann, helfe ich gerne.

Die Bereiche die ein 35mm 1.4 sehr gut abdecken kann, wären z. B.:

Menschen, Reportage/Dokumentation, Stillleben, (Astro-)Landschaften, Lifestyle, Street, Makro (teilweise mit etwas Beschnitt der Bilder), Produktfotos und bedingt auch Architektur.

 

Verwendetes Objektiv

Alle Fotos in diesem Beitrag wurden mit meinem Sigma 35mm 1.4 ART DG HSM gemacht. Das Objektiv habe ich seit Winter 2013 und ich gebe es nicht mehr her. Warum ich so angetan bin, zeigen die nächsten Punkte, Beispielfotos und auch der Vergleich zu den Konkurrenzprodukten.

 

 

Systemübergreifende Alternativen / APS-C

Selbstverständlich gibt es auch für kleine Sensoren sinnvolle Möglichkeiten. APS-C Sensoren sind um den Faktor 1.5 oder 1.6 kleiner als ein Vollformat Sensor. Um den Blickwinkel eines 35mm bei Vollformat zu bekommen, müssen wir also 35 durch 1.5 bzw. 1.6 teilen. 35 / 1.5 = 23mm.

Kommen wir zur Auswahl.

Für Fuji-X
Fujifilm Fujinon XF 23mm F1.4 R Objektiv

Olympus (um Faktor 2 kleiner, daher 17mm)
Olympus Objektiv M.Zuiko digital 17mm 1.8

Für Canon/Nikon/Sony/Pentax
Du hast zwei sehr gute Möglichkeiten:

  1. Du bist dir sicher, dass Vollformat für dich niemals in Frage kommt. Dann schau dir dieses gute Stück an: Sigma 18-35mm F1,8 DC HSM. Zwar keine Festbrennweite, aber für Cropformat / APS-C Sensoren gibt es keinen besseren Allrounder. Später kannst du dir noch das Sigma 50-100mm F1,8 DC HSM holen und du hast eine super Kombinaton.
  2. Du kannst dir vorstellen irgendwann auf Vollformat zu wechseln, dann hol dir auch gleich eine vollformat Linse und profitiere gleich von 0,7 Blende mehr Lichtstärke: Sigma 24 mm F1,4 DG HSM Objektiv.

 

Der Allrounder im Einsatz – Wie ich mein 35 1.4 Objektiv benutze

Bilder bitte anklicken um sie vollständig zu sehen, da sie in der Vorschau als Quadrat angezeigt werden.

 

 

1. Indirektes Einbeziehen der Umgebung

Wenn ich die Umgebung indirekt miteinbeziehe, liegt meine Gewichtung bei den Personen. Die Umgebung studiere ich im Vorfeld ein, sodass ich weiß, wo ich ungefähr stehen muss, damit das Bild später interessant aussieht.

Ich suche eine gewisse Symmetrie, ein Lichtspiel und am besten noch ein interessanten Fluchtpunkt und konzentriere mich dann mehr auf den Menschen.

Wenn du dich für den Newsletter eingetragen hast, dann hast du ja den praktischen Guide bekommen. Fluchtpunkt und so ’n Kram ist dir ja spätestens dann nicht mehr Fremd.  😉

Alle Bilder Blende 1.4.

07. Juni 2015-Kreta-80 BY7_2084-Bearbeitet 357

 

2. Die Umgebung als direkter Bestandteil

Markante Objekte in der Umgebung geben den Takt an.

Auf folgenden zwei Bildern, sind die Geländer deutlicher Bestandteil der gesamten Komposition.

Erstes Bild Blende 2.8, zweites Blende 1.4.

07. Juni 2015-Kreta-111 FOD_8559

Und folgend ist es die Rutsche, die maßgeblich für die gesamte Bildkomposition ist. Wieder Blende 1.4.

FOD_8188

 

3. Kids stehend, Erwachsene sitzend oder Halbkörper

Hier möglichst mit der Person die vertikale von Bildkante zu Bildkante ausfüllen. Das Besondere am 35mm 1.4 ist, dass selbst bei Offenblende eine Personen komplett im Schärfebereich liegt.

Bitte seht über meinen lustigen Gesichtsausdruck im letzten Foto hinweg… 🙂

Erstes Bild Blende 2, die anderen drei Blende 1.4.

Persönliche Regel: Füße schneide ich möglichst nicht an und über dem Kopf habe ich gerne etwas Luft.

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4. Close-Up Portraits

Mit einem 35mm 1.4 sind Close-Ups wie mitten drin, statt nur dabei. Hierbei schneide ich auch gerne mal einen Teil des Kopfes an. Dadurch können wir die Augen bzw. den Gesichtsausdruck weiter betonen.

Regel: Möglichst darauf achten, dass beide optischen Achsen parallel zur aufgenommenen Ebene sind. Dadurch landen dann auch beide Augen in der Schärfe und unschöne Verzerrungen bleiben uns fern.

Erstes Bild Blende 2.2, die anderen Blende 1.4.

Yenba_DVD_AtillaTülay20150411-177-2FOD_7726 09. Juni 2015-Kreta-136BY7_6185

 

5. Makro-Einsatz

Die ersten zwei Bilder sind um 50% beschnitten. Die Hälfte des Bildes habe ich also entfernt, sodass der fokussierte Bereich mehr vom Bild ausfüllt. Das dritte Bild wurde nicht beschnitten.

Hier habe ich keine besonderen Regeln. Alle drei Fotos wurden bei Blende 1.4 gemacht. Im Nachhinein hätte ich bei den letzten zwei Fotos lieber etwas abgeblendet. Ich denke etwas zwischen Blende 2.8 und 4.0.  So wäre die Artischocken Knospe bzw. Blüte komplett scharf gewesen. Der Hintergrund wäre in diesem Nahbereich trotzdem unscharf geblieben.

Den Käfer wollte ich jedoch mit Blende 1.4 vom Hintergrund isolieren. Ich denke ich hätte noch näher an das Insekt heran gekonnt. Es war aber nicht einfach das kleine Ding im Fokus zu behalten… der Wind pustete den Halm hin und her und ich musste schon wieder weitergehen… ^^

07. Juni 2015-Kreta-11912. Juni 2015-Kreta-151  Kreta_botanischer-garten-5158-Bearbeitet

 

6. Das 35 1.4 als Arbeitstier

Folgende Statistik zeigt den Nutzungsgrad je Objektiv, anhand der finalen Bilder einer Hochzeitsreportage. Wie du sehen kannst, habe ich zu 72% mein Sigma 35mm 1.4 ART benutzt. Gefolgt vom 85 1.4 mit 16% und 24 1.4 mit 12%. Ein einziges Foto von den Ringen habe ich mit meinem Makro Objektiv gemacht.

Nun, man könnte argumentieren, dass es Geschmackssache sei, ob ein 35 1.4, 50 1.4 oder 24-70 2.8 Zoom-Objektiv als bestes Allgemein-Objektiv betitelt werden kann. Ich denke aber, dass meine folgenden Argumente diese Relativierung aushebeln.

Hochzeit_Juni_35mm-1

Warum ein 35 1.4 ein besserer Allrounder als ein 24-70 2.8 oder 50 1.4 ist

Spätestens jetzt wissen wir, dass das Sigma 35mm 1.4 ART sehr gut unter Laborbedingungen abgeschnitten hat und sogar die besten Linsen von Nikon und Sony haushoch schlägt. Aber wieso sollte ein 35 1.4 Objektiv ein besserer Allrounder als ein 50 1.4 oder 24-70 2.8 sein?

Wie wäre es mit einem Duell:

 

24-70 2.8 vs. 35 1.4

Runde 1 – Lichtausbeute

Zwischen Blende 2.8 und Blende 1.4  liegen zwei Blendenstufen Unterschied. Das bedeutet z. B. ISO 6400 vs. ISO1600. Selbst wenn einige Kameras wenig bei diesen ISO-Werten rauschen, so hat das noch nicht viel über das eigentliche Bild zu sagen. Denn die Farbwiedergabe und Schärfe des Bildes knickt ebenfalls dramatisch ein.

Das ist ein Knockout in Runde eins.

Falls du das nicht so siehst, gehen wir in die nächste Runde.

Runde 2 – Das gewisse Etwas

Den Zoom-Objektiven fehlt es am gewissen Pepp. Ein Objektiv kann unterstützend wirken.

Zoom Optiken bringen ein geringeres Auflösungsvermögen und auch Unschärfebereiche (Bokeh) und Schärfeverläufe sind nicht optimal.

Selbst wenn die Auflösung passt, wie z.B. beim neuen 24-35mm 2.0 Sigma ART, dann leidet zumindest das Bokeh und der Brennweitenbereich darunter. Denn um die Qualität zu wahren muss man Abstriche machen.

Bei einer fixen Brennweite kann sich der Hersteller auf die eine Brennweite fixieren und alles daran tun, das Bestmögliche aus der einen Brennweite zu schöpfen. Bei einem Zoom müssen alle Brennweiten zueinander optimiert werden und am Ende ist keine Brennweite so gut wie eine fixe sein könnte. 🙂

Auch dieses Argument überzeugt dich nicht? Vielleicht wird’s ja ein technischer K.O. in Runde 3.

Runde 3 – Zoom for the win – ein Ammenmärchen

Ein 24-70 2.8 bietet mir durch den Brennweitenbereich keine besonderen Vorteile. Motive die ich mit 35mm nicht fotografieren kann, weil es nicht aufs Bild passt, wären mit 24mm recht verzehrt. Am langen Ende mit 70mm und einer Blende von 2.8 ist so ein Standard-Zoom auch kein Freistellungskünstler.

Meistens können wir durch unseren Standpunkt „zoomen“ und gewissermaßen freistellen. Ein Schritt nach vorne oder nach hinten ist i.d.R. möglich.

Außerdem leidet die eigene Lernkurve durch das Zoomen. Wer ständig nur zoomt macht sich weniger Gedanken über seinen eigenen Standpunkt. Darunter leidet die Bildkomposition. Das bedeutet weniger Kontrolle durch den Fotografen und mehr Zufallsprinzip ala spray and pray.

Auch das überzeugt dich nicht? Also langsam gehen mir die Argumente aus… 😉

Dann vielleicht kein K. O. und wir lassen die Punkterichter nach der vierten und letzten Runde entscheiden.

Runde 4 – Das Gewicht und der Preis

Ein weiterer Punkt wäre das Gewicht und der Preis der Linse. Ein 24-70 Zoom wiegt deutlich mehr als eine 35mm Fixbrennweite und kostet, wenn wir mal das Sigma 35 1.4 ART als Ausgangspunkt nehmen, deutlich mehr Taler.

 

50 1.4 vs. 35 1.4

Das 50mm sehe ich als eine neutrale, dennoch spezielle Brennweite. Denn es ist weder Weitwinkel noch Tele. Das bedeutet mal ist es zu kurz, ein andern mal ist es zu lang. Gegenüber einem 35 1.4 verliert es an Spielraum. Was zu viel ist kannst du wegschneiden. Was nicht da ist nachträglich aufs Bild zu bringen wird deutlich schwieriger. 🙂

Auch die Makrofähigkeiten nehmen etwas ab, wobei z. B. das Sigma 50mm 1.4 ART ein Ausnahmekandidat ist und ziemlich nah an die Makrofähigkeiten des Sigma 35mm 1.4 ART herankommt.

Das war’s auch schon. Kurz und schmerzlos.

 

Die Konkurrenz im Überblick (nur für Vollformat relevant, sonst überspringen)

Vielleicht sind 730,- EUR für das Sigma 35mm 1.4 ART auf den ersten Blick recht viel, aber wer sich auf dem Objektivmarkt auskennt, der weiß, dass die Konkurrenzprodukte ein Vielfaches kosten.

Kurze Auflistung:

~1900 €
~1750 €
~1600 €
~730 €

DxOMark Laborvergleich zwischen Sigma, Canon und Nikon

DxOMark Laborvergleich zwischen Sigma, Canon und Sony

Wie auch DxOMark zeigt, liegt das Sigma deutlich vor der Sony und Nikon Referenz, die in den Labortest deutlich hinterher hecheln.

Laborwerte sagen zwar nicht immer alles über ein Objektiv aus, sind aber ein erster Anhaltspunkt.

Das neueste Canon 35 L II USM gewinnt mit einem verschwindend geringen Vorsprung zum Sigma, kostet aber das Zweieinhalbfache. Das Canon EF 35mm 1.4 L II USM ist bei Blende 1.4 schon an den äußeren Rändern absolut scharf und hat auch Coma sowie CAs etwas besser im Griff.

Ich frage mich da, ob sich die letzten drei Prozent Leistung für den enormen Aufpreis wirklich lohnen. Wie oft möchte ich schon bei Blende 1.4 die äußeren Ränder absolut scharf haben? Ich denke das ist nur für die Astrofotografie von Interesse.

Die Unterschiede zwischen dem Canon und Sigma Objektiv sind jedoch Erbsenzählerei. Zum Ende des Beitrags füge ich noch drei gute Quellen für einen direkten Vergleich hinzu, damit du das gerne selbst nochmal Prüfen kannst.

 

Was ist deine Meinung?

Bis hier her meine Meinung, aber was ist deine Meinung zum Thema 24-70 2.8 / 50 1.4 vs 35 1.4?
Welchen Vorteil siehst du in jeweiligem Objektiv, der für dich entscheidend ist? Wenn du auch meiner Meinung bist, teile den Beitrag bitte mit anderen Fotografen oder mit Anfängern die nach einer Empfehlung fragen.

Außerdem ab in die Kommis mit deinen Gedanken, ich bin schon gespannt.

Auch andere Fragen oder Anregungen zum Thema sind mir willkommen.

 

Weitere Quellen für den Vergleich zwischen dem Canon 35 1.4 L II und dem Sigma 35 1.4 ART

Thephoblographer (Der Autor sagt das Sigma sei meist ein Tick schärfer^^)
FStoppers (Empfehlung für Portrait-Direktvergleich)
PetaPixel (Empfehlung für Pixelpeepen)

 

Beispielfotos – Kamera war entweder Nikon D750 oder D800E – Exifs sind drin.

 

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12 comments

Lichtrebell 22. Juli 2016 at 15:27

Fragen und Anregungen beantworte ich dir gerne hier in den Kommentaren. 🙂

Rebellische Grüße,
Baris

Reply
Andy 25. Juli 2016 at 10:58

Deinen Bericht kann ich zu 100 % unterschreiben. Bin völlig begeistert von der 35 mm Linse. Habe sie für ca. 90 % meiner Bilder auf der Kamera! Danke für den Test ; )

Reply
Lichtrebell 25. Juli 2016 at 17:20

Ein Gleichgesinnter! Moin Andy 😀

Danke und bitte, darf gerne geteilt werden.

Reply
Objektiv 20. September 2016 at 12:58

Das Sigma 35mm 1.4 hat den Weg auch in meine Fototasche gefunden und ich konnte es letztes Wochenende zum ersten Mal auf einer Hochzeit einsetzen. Die Ergebnisse sprechen für sich in bin schwer beeindruckt!
Schöne Bilder die du hier zeigst 🙂

Reply
Lichtrebell 7. November 2016 at 18:45

Vielen Dank.

Reply
Hilfesuchender 1. August 2017 at 14:57

Hallo, vielen Dank für deinen Bericht.
Ich habe erst vor kurzem mit dem Fotografieren angefangen und mache viel Fahrzeugfotografie.
Nun wurde mir von einem Gleichgesinnten die Sigma empfohlen. Ich suche ein Objektiv welches auch bei größeren Objekten einen Bookeh Effekt erzielen kann.
ist es bei der Sigma der Fall?

Liebe Grüße

Reply
Lichtrebell 1. August 2017 at 16:07

Moin Hilfesuchender, das Sigma 35mm Art liefert natürlich tolle Ergebnisse, jedoch eher wenn man auch nah genug herangeht.
Falls du die Fahrzeugfotografie stationär machst, sich das Auto also grad nicht bewegt, könntest du dir auch mit der Bokehpanorama-Methode bzw. Brenizer Methode helfen. Geht auch recht fix.
Darüber habe ich ebenfalls einen Beitrag auf meinen Blog. http://lichtrebell.com/brenizer-methode/

Reply
Veronika 7. August 2017 at 12:05

Hallo Lichtrebell,

danke für deinen sehr ausführlichen und anschaulichen Bericht! Ich bin auf der Suche nach meiner ersten Vollformat Kamera plus Objektiv. Prinzipiell interessieren mich genau die von dir beschriebenen Schwerpunkte, daher bin ich von dem Sigma Objektiv recht angetan. Allerdings hab ich gesehen, dass weder das Sigma Objektiv sowie keines deiner angegebenen Kamergehäuse (NikonD750 und Nikon D800E) einen Bildstabilisator integriert haben… Meiner Info nach ist dieser sehr empfehlenswert. Wie gehst du mit dem Problem um? Bzw. habe ich wo was übersehen/falsch verstanden?
LG, Veronika

Reply
Lichtrebell 7. August 2017 at 12:53

Hallo Veronika,
ich habe nie einen Bildstabilisator, außer mal beim Filmen, vermisst.
Falls du vorhast überwiegend bei Dämmerung oder in der Nacht, ohne Stativ, Stillleben zu fotografieren, dann kann ein Stabi schon hilfreich sein. Bei sich bewegenden Dingen, z. B. spontane Schnappschüsse von Leuten die sich bewegen, bringt der Stabi null koma nichts, da es ja die Bewegungsunschärfe durch die längere Belichtungszeit gibt.
Aus meiner Erfahrung (und ich fotografiere überwiegend bei wenig Licht), braucht man den Stabi recht selten, sodass es höchstens ein „nice to have“ aber kein „must have“ ist.
In der Fotografie kann ein Bildstabi oftmals sogar zu unschärferen Bilder beitragen, wenn nicht richtig angewendet bzw. man die Bugs(Software Schwächen im Objektiv) nicht kennt.

Falls du auf den Stabi nicht verzichten möchtest, ist ein Tamron SP 35mm 1.8 VC sicher auch eine lohnenswerte Investition.

Reply
Marc 5. Dezember 2017 at 12:19

Servus Lichtrebell,

ich habe eine Hirnwurst, die sich auch nach dem Lesen von gefühlt 50 Artikeln zum Thema nicht auflösen will und mich am Kauf eines neuen Objektivs hindert. Vielleicht kannst du mir da weiterhelfen.

Eigentlich bin ich auf der Suche nach dem richtigen Objektiv für Detailaufnahmen (nicht wirklich Makro). Im Grunde wäre das ja ein 35mm. Nun habe ich allerdings eine Sony Nex7 und somit einen Crop-Faktor. Umgerechnet müsste ich mir demnach ein 24mm zulegen. Ein 24mm allerdings gilt gemeinhin als Weitwinkel, was das Problem von Verzerrungen im Randbereich mit sich bringt.

Was ist also die Lösung für mein Problem? 35mm und den Standort anpassen oder 24mm und damit den Bildwinkel erweitern?

Gruß
Marc

Reply
Lichtrebell 5. Dezember 2017 at 13:43

Moin Marc,

die Verzerrung beim 24mm würde an deiner Sony Nex7 kaum auffallen, da ja „nur“ der innere Bereich der 24mm, also Faktor 1,5 = 36mm Bereich des Objektivs dargestellt wird. Die Ränder, die Verzerrung haben, landen also nicht auf dem Sensor deiner Kamera. 🙂

Aber beide Objektive eignen sich für dein Vorhaben. Es ist eher eine Frage der eigenen Vorstellungen. An sich sind beide Linsen recht weit winklig, selbst mit dem Crop-Faktor. Das 24er ähnelt halt mehr den Beispielen aus diesem Beitrag. Ein 35er wird wegen des Cropfaktors eher einem 50mm ähneln.

Zur Not beide bestellen und das was dir nicht so zusagt zurück schicken. 🙂

LG
Baris

Reply
Marc 5. Dezember 2017 at 14:00

Merci dir! Das wr in etwa die Antwort, die ich gesucht habe – plus einer Idee.

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